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Wetter im Jahr 2017

Sehr warmes Jahr in Österreich

Das Wetter in Österreich im Jahr 2017 war ein durchaus extremes, auch wenn es nicht das wärmste Jahr der Aufzeichnungsgeschichte war. Denn es gab sowohl ungewöhnlich kalte als auch in der Mehrheit ungewöhnlich warme Monate. Das Jahr 2017 begann mit einem eiskalten Jänner wie es ihn seit drei Jahrzehnten nicht mehr gab, dafür war der März so warm wie noch nie seit Beginn der Messgeschichte und auch der Juni zeigte sich von der sehr warmen Seite.

Temperatur im Wetterjahr 2017 in Österreich

Gleich zwei Monate waren im Gegensatz zu den letzten 2,5 Jahren sehr kalt und zwar der Jänner, der so kalt war wie zuletzt vor 30 Jahren. Der zweite Monat war der September, der in den letzten Jahren eher wie ein Hochsommer geliefert wurde, diesmal aber auch 1,5 Grad kälter war als üblich. Dafür waren viele andere Monate deutlich zu warm, vor allem von Februar bis April gab es sehr warme Tage, weit wärmer, als in der Jahreszeit üblich. Umso schlimmer waren dann die Folgen für die Natur und auch die Ernteerträge, als der für April untypische Frost ins Land zog.

Unterm Strich war trotz trüben Herbst und teils kühleren Temperaturen das Jahr mit einer Abweichung von 0,9 Grad Celsius das achtwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, also seit 250 Jahren. Besonders in Erinnerung blieben die fünf Hitzewellen, die von Juni bis August gewirkt haben. Zwar gab es zur Erholung dazwischen ein paar etwas kühlere Tage, aber nur, um wieder einen Anlauf zur nächsten Hitzewelle zu machen.

Auffällig war aber auch der Herbst und hier speziell der Donauraum, weil es so viel Wind und vor allem Tage mit Windböen um 50 bis 70 km/h gab wie schon lange nicht mehr. Das ist nicht nur Freizeitsportlern stark aufgefallen, das haben auch jene gemerkt, die mit dem Fahrrad in die Arbeit gefahren sind.

Niederschlag im Jahr 2017

Nimmt man ganz Österreich, dann gab es eine ausgeglichene Bilanz beim Niederschlag, aber der Fehler steckt immer im Detail. Von Vorarlberg bis zum Mostviertel im südwestlichen Niederösterreich war die Niederschlagsbilanz wirklich ausgeglichen, lokal gab es um bis zu 30 Prozent mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel. Punktuell gab es gar bis zu 45 Prozent mehr Niederschlag. Anders sah es nördlich der Donau, im Wiener Raum oder auch im Burgenland sowie in der Südsteiermark aus. Dort gab es um 10 bis 25 Prozent weniger Niederschlag.

Vor allem die Monate Jänner, März, Mai und Juni waren um bis zu 27 Prozent zu trocken und speziell in Ostösterreich war die Trockenheit ein großes Problem, auf das die Hitzewellen trafen, die die Situation auch im Hinblick auf die Ernteerträge verschärft hatten. Die andere Seite der Medaille gab es im April und September mit bis zu 44 Prozent mehr Niederschlag als üblich.

Was den Schnee betrifft, so gab es im Winter 2016/2017 nicht wirklich ein Überangebot. Umso erstaunlicher war dann der Wintereinbruch im April 2017, der vor allem für die Ernteerträge zum Problem wurde, weil es davor schon unnatürlich warm geworden war. Dass es im April im Wienerwald schneit ist schon ungewöhnlich, aber dass es über 1.000 Meter gerade in Niederösterreich bis zu einen Meter schneit - das kommt sehr selten vor.

Der Winter 2017/2018 begann hingegen überraschend positiv. Zwar lagen die Schneemengen in den Alpen in etwa bei den langjährigen Durchschnittswerten, aber die waren in den letzten Jahren kaum erreicht worden. So konnten manche Skigebiete durch den vielen Schneefall im November schon früher die Saison begonnen als zuletzt. In den letzten Jahren musste man teilweise bis Mitte Dezember warten, dass es überhaupt kalt genug ist, um mit Kunstschnee zu arbeiten - 2017 brachten November und Dezember Schneeauflagen, die es schon lange nicht mehr gab.

Sonnenstunden im Wetterjahr 2017

Es war ein warmes Jahr und damit ist es fast logisch, dass es auch ein sonniges war. Die Wetterstatistik der ZAMG weist aus, dass es im Vergleich zu den langjährigen Daten um 11 Prozent mehr Sonnenstunden gab. Somit war das Jahr 2017 eines der zehn sonnigsten seit dem Jahr 1925. Besonders im Mai, im Juni und August gab es einen deutlichen Überschuss an Sonnenstunden von 20 bis 30 Prozent, im Juni gar von 32 Prozent - als die ersten Hitzewellen sich entwickeln konnten. Ungewöhnlich trüb war hingegen der September mit einem Minus von 30 Prozent.

Datenquelle: https://www.zamg.at

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 28. Dezember 2017]

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Mai 2017

Der Mai 2017 war nach längerer Zeit wieder ein sehr sonniger Maimonat und er brachte auch große Hitze mit Temperaturen über 30 Grad Celsius im Schatten.

Juni 2017

Der Monat Juni 2017 wurde zum zweitwärmsten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen und schaffte es auch auf Platz 4 in der Statistik der Sonnenstunden.

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Dezember 2017

Das Wetter im Dezember 2017 in Österreich erwies sich als ziemlich durchschnittlich, auch wenn es punktuell durchaus Ausreißer gab wie etwa den Niederschlag am Loiblpass.

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Wetter im Jahr 2017

Die Wetterstatistik für Österreich und das Jahr 2017 dokumentiert, dass auch dieses Jahr deutlich wärmer war als die langjährigen Durchschnittswerte, trotz kaltem Jänner und kühlem Herbst.

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