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Kalter und trüber Februar 2018 in Österreich

Polare Kaltluft drückte die Temperaturen nach unten

Der Jänner 2018 war einer der mildesten in Österreich seit Beginn der Aufzeichnungen und die Langfristprognose sagte auch für den Februar voraus, dass es deutlich wärmer sein wird als üblich. Doch diese Prognose stimmte gar nicht. Schon die ersten Ferienwochen der Semesterferien waren kalt und die letzte Ferienwoche brachte dann polare Kaltluft von Nordost, die die letzten Februartage noch eindrucksvoller dominiert hatten. Bis dahin war ein recht normaler Februar ablesbar, durch die Kaltluft aus Nordost wurden die Durchschnittswerte aber noch deutlich nach unten gedrückt. Generell war es ein kalter und vor allem auch trüber Februar, die oft erlebten sonnigen Wintertage waren selten im Jahr 2018.

Österreich-Wetter im Februar 2018: Temperaturen

Eigentlich waren die Temperaturen lange Zeit ziemlich genau so, wie dies langfristig ermittelt worden war, also wie es dem Schnitt der Jahre 1981 bis 2010 entsprach. Aber durch die sehr kalte Luft aus Nordost, die zudem mit einem eisigen Wind geliefert wurden, gab es noch eine deutliche Verschiebung nach unten. Im Flachland war der Februar 2018 um etwa 2,0 Grad zu kalt im Vergleich zu den langfristigen Daten, auf den Bergen war der Unterschied noch deutlich größer geworden. Denn dort gab es um 3,9 Grad kältere Temperaturen im Durchschnitt, als dies im Februar sein sollte. Österreichweit gesehen gab es im Durchschnitt um 2,7 Grad kältere Temperaturen als üblich.

Dabei gab es schon sehr imposante Temperaturen, denn landesweit waren minus zehn Grad in den letzten Februartagen durchaus üblich, selbst in Wien, das traditionell sehr warm ist, gab es solche Werte. Durch den kalten Wind fühlten sich die Temperaturen noch kälter an. Auf den Bergen gab es überhaupt sehr tiefe Werte. Am 27. Februar wurde auf der Wetterstation am Sonnblick auf über 3.000 Meter Seehöhe mit minus 31,9 Grad Celsius der kälteste Wert seit 31. Jahren gemessen.

In einigen Gemeinden waren sogar neue Februarrekorde erzielt worden wie etwa in St. Michael im Lungau, Bundesland Salzburg. Jener Ort ist bekannt für kalte Frühwerte im Winter und hatte am 26. Februar -25,2 Grad gemeldet. Auch Flattnitz in Kärnten mit -25,4 Grad hatte einen neuen Rekord geschafft. Interessant war vor allem auch, dass es tagsüber teilweise wenig Erwärmung gab. -9 Grad in der Wiener Innenstadt ist schon außergewöhnlich, am 26. Februar war es in Reutte nicht wärmer als -11,6 Grad geworden. Das ist Ende Februar tatsächlich selten zu erleben. Die letzten Jahre gab es eher schon sehr milde Werte mit zweistelligen Plusgraden.

Niederschlag im Februar 2018

Was den Niederschlag mit Regen und Schneefall betrifft, so war der Süden feucht, der Norden hingegen trocken. Von Vorarlberg bis Wien gab es um 25 bis 50 Prozent weniger Niederschlag als im Februar üblich. In manchen Regionen von der Obersteiermark bis Nordtirol waren sogar 50 bis 75 Prozent weniger Niederschlag gemessen worden. Ganz anders sah es im Süden aus. Von Kärnten über den Süden der Steiemark bis zum Burgenland gab es einen Überschuss von 25 bis sogar 125 Prozent. Im Süden Kärntens sowie in der Südsteiermark waren teilweise sogar 125 bis 170 Prozent mehr Regen und Schnee gefallen als im Februar üblich.

Was den Schnee selbst betrifft, so gab es diesmal für die Semesterferien überhaupt keine Sorge wegen der Schneelage. Schon im Dezember haben viele Skigebiete so viel Naturschnee bekommen, wie schon Jahre nicht mehr. Und die kalten Temperaturen im Februar sorgten zudem für eine Sicherstellung der Schneelage. Aber der trockene Februar im Norden sorgte für 50 Prozent weniger Schneefall als normalerweise in einem Februar, im Süden Österreichs gab es je nach Region etwas zu wenig oder etwas zu viel Schneefall.

Sonnenstunden im Februar

Auffällig war nicht nur die Kälte, sondern auch die Tatsache, dass die Sonne sehr sparsam war. Es gab um durchschnittlich 30 Prozent weniger Sonnenstunden als üblicherweise im Februar. Ähnlich wenige Sonnenstunden gab es in den letzten 35 Jahren laut ZAMG nur 1999, 2009, 2013 und 2016. Von Kärnten über die Steiermark bis zum südlichen Waldviertel fehlten gar 30 bis 50 Prozent der Sonnenstunden. Von Voarlberg bis zum Mostviertel war das Defizit mit 10 bis 30 Prozent etwas geringer ausgefallen. Ausgeglichen war die Bilanz entlang der Donau, in Oberösterreich und im nördlichen Waldviertel.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 1. März 2018]

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