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Wetter im Dezember 2018 in Österreich

Milder Abschluss des Rekordjahres

Schon zu Beginn des Dezember 2018 wurde klar, dass das Jahr 2018 in Österreich das wärmste seit Beginn der professionellen Aufzeichnungen ist und die gibt es immerhin schon seit mehr als 250 Jahren. Die warmen Jahre reihen sich aneinander und der Klimawandel ist im Alpenraum definitiv angekommen. Was den Monat Dezember 2018 betrifft, so setzt sich das zu warme Wetter fort, auch wenn es keine extremen Abweichungen gab. Kurz zusammengefasst war der Monat um zwei Grad zu warm und großteils auch zu feucht - nur im Süden nicht. In vielen Regionen gab es Regen und Schneefall wie schon seit drei Jahrzehnten nicht mehr, dafür war es etwa in Kärnten staubtrocken.

Wetter im Dezember 2018: Temperatur

Wetter im Dezember 2018Betrachtet man ganz Österreich, so lag die Temperatur im Durchschnitt um 2,0 Grad Celsius höher als es im Dezember eigentlich sein sollte. Damit war dieser Dezember unter den 25 wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen, doch die Abweichung ist nicht so extrem ausgefallen wie in einigen anderen Monaten des viel zu warmen Jahres 2018. Auffällig war aber auch, dass etwa auf den Gipfeln der Alpen ziemlich den Normalwerten entsprachen - die zu warme Luft war also vor allem in den Tälern aufgetreten.

Die meisten Regionen wiesen eine Abweichung von 1,5 bis 2,5 Grad Celsius auf. Noch wärmer war es im Flachgau, im Innviertel, im Waldviertel sowie auch im Rheintal und in Oberkärnten. Denn dort betrug die Abweichung gar 2,5 bis 3,1 Grad. In Unterkärnten und in der südlichen und östlichen Steiermark war es mit plus 0,5 bis 1,5 Grad nicht ganz so warm im Vergleich zu den langjährigen Werten (1981 - 2010), was auch damit zusammenhängt, dass sich in diesen Regionen der Nebel oft hartnäckig gehalten hatte.

Niederschlag

Die Temperatur war wieder einmal überdurchschnittlich, doch die größten Abweichungen gab es beim Niederschlag. Monatelang sehnte man sich nach Regen und es gab Regionen, die extrem trocken verlaufen waren. Der Dezember 2018 kehrte die Geschichte um, wenn man den Süden Österreichs weglässt. Denn von Vorarlberg bis zum Nordburgenland gab es 50 bis 125 Prozent mehr Niederschlag, als im Dezember üblich. In manchen Regionen, vor allem in den Schladminger Alpen bis zum Sengsengebirge oder auch vom Hochschwab bis zum Schneeberg gab es gar 125 bis 150 Prozent mehr Niederschlag als üblich. Noch mehr Abweichung erzielte man im Tiroler Oberland mit 125 bis 220 Prozent. Damit war dies einer der 15 niederschlagreichsten Dezember im Tiroler Oberland innerhalb der letzten 161 Jahre. Die Bundesländer Oberösterreich bis Burgenland verzeichneten den niederschlagreichsten Dezember seit 35 Jahren.

Ganz anders war es im Süden. Vom Südburgenland bis Kärnten gab es ein Defizit an Niederschlag, weil Regen und Schneefall von Nordwest hereinkam und nicht über die Alpen kommen konnte. Das Südburgenland und die Südsteiermark verzeichneten um 50 bis 75 Prozent weniger Niederschlag als im Dezember üblich, in Kärnten fehlten gar 70 bis 90 Prozent.

Was den Schneefall betrifft, so gab es Mitte Dezember fast in ganz Österreich eine Schneedecke und es war kalt genug für ein paar Tage, dass sich diese halten konnte. Aber rund um das letzte Adventwochenende wurde es so mild, dass Schnee unter 600 Meter ausgeschlossen war. Damit sind die Schneetage, also Tage mit geschlossener Schneedecke, je nach Region und Höhe um 40 bis 90 Prozent geringer ausgefallen als üblich.

Sonnenstunden

Obwohl es sehr mild war, war die Sonne kein ständiger Begleiter. Das war schon zu vermuten, weil es viel geregnet und/oder geschneit hatte. Es fehlten im Dezember 2018 15 Prozent an Sonnenstunden, wobei es in Oberösterreich, im Mostviertel und teilweise in Salzburg am trübsten war. Dort fehlten 30 bis 50 Prozent der Sonnenstunden im Vergleich mit den langjährigen Daten. In Nordtirol, im Waldviertel und Industrieviertel sowie in der Oststeiermark gab es um 10 bis 30 Prozent weniger Sonnenstunden.  In Osttirol, in Oberkärnten, in Teilen der Südsteiermark, im Burgenland und in Wien sowie dem östlichen Niederösterreich war die Sonnenausbeute dem Monat entsprechend. Mehr Sonne gab es in Unterkärnten und im Rheintal mit einem Plus von 10 bis 30 Prozent.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 29. Dezember 2018]

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