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Wetter im August 2018

Fünftwärmster August seit Beginn der Aufzeichnungen

Für den Juni 2018 war eine überdurchschnittliche Temperatur angekündigt worden und so kam es auch und der Juli sollte auch wärmer verlaufen als langfristig berechnet, was ebenfalls stimmte. Beim August war die Sommerprognose unsicher von leicht zu kühl bis um ein Grad zu warm und damit lag man dann doch ziemlich daneben.

Denn der August 2018 brachte Österreich eine der längsten Hitzewellen überhaupt, sorgte für einen neuen Rekord an Tropennächten in der Wiener Innenstadt und war um 2,6 Grad Celsius im Durchschnitt wärmer als er sein sollte. Damit war dieser Monat der fünftwärmste Augustmonat seit Beginn der Aufzeichnungen. Einher mit der Wärme ging ein sattes Plus von 20 Prozent bei den Sonnenstunden, nur beim Niederschlag gab es große Unterschiede von feucht bis deutlich zu trocken.

Wetter im August 2018: die Temperatur

Der Juli war von vielen als unbeständig wahrgenommen worden, doch an dessen Ende gab es den Beginn einer Hitzewelle, die sich in den August hinein verlängert hatte und bis zur Monatsmitte wirkte. Diese Hitzewelle, die vor allem auch ganze Serien von Tropennächten in der Wiener Innenstadt auslöste und auch im Wiener Umland für zu warme Nächte sorgte, trieb die Temperatur nach oben und so war der Monat um 2,6 Grad im Schnitt zu warm und der August 2018 nach 1807, 1992, 2003 und 2015 der fünftwärmste August seit über 250 Jahren, seit professionelle Wetterdaten erhoben werden.

Nach Regionen beurteilt war es in Vorarlberg, Nordtirol, Oberösterreich bis Niederösterreich, Wien und dem Burgenland um 2,5 bis 3,5 Grad zu warm im Vergleich zu den langfristigen Werten der Jahre 1981 bis 2010. Besonders warm war es vom oberösterreichischen Zentralraum über das Weinviertel bis zu Teilen des Waldviertels, denn hier gab es gar Abweichungen von 3,5 bis 4,2 Grad. Etwas weniger stark war die Abweichung von Osttirol über Kärnten, weiten Teilen Salzburgs bis zur Steiermark mit 1,5 bis 2,5 Grad. Man lag aber auch dort deutlich über den langfristigen Werten.

Niederschlag

Die Hitzewelle war auch das große Problem für Regionen, in denen es ohnehin schon seit Monaten zu trocken war. Die heißen Tage und lauwarmen Nächte machten die Situation nicht gerade einfacher. Erst in der dritten Augustwoche stellte sich das Wetter um und es gab zumindest im Westen und Süden Regen, was zum Beispiel in Nordtirol und vor allem in Vorarlberg sehr wichtig war. Vorarlberg hatte massive Probleme durch die Trockenheit erleben müssen. Weiterhin viel zu trocken blieb es von Salzburg ostwärts, denn hier gab es bis zu 50 Prozent weniger Regen als im August üblich. Von Vorarlberg bis zum südlichen Burgenland gab es je nach Region leichte Defizite bis zu normalen Werten.

Es geht aber auch anders, denn in Osttirol gab es um 55 Prozent mehr Regen als im August üblich und im Bereich der Seetaler Alpen und der Fischbacher Alpen waren auch um 50 bis 75 Prozent mehr Regen, meist ausgelöst durch heftige Gewitter, gemessen worden. Das Monatsende war besonders interessant, weil zum einen ein Tief von der Nordsee nach Italien zog und damit Westösterreich mit Regen versorgte, aber auch, weil es eine besonders kalte Nacht gab, die dafür sorgte, dass es Schneefall bis auf 800 Meter herunter gab. Schnee in den Bergen im August ist gar nicht so besonders, aber auf 800 Meter wie etwa in Salzburg im Gasteiner Tal - das gibt es sehr selten. Der Schnee war aber in den Folgetagen ohnehin bald wieder weg.

Sonnenstunden im August

Die Hitzewelle war natürlich auch das Thema bei den Sonnenstunden, denn durch die vielen Sonnenstunden war die große Hitze auch erst möglich. Im August 2018 gab es um 20 Prozent mehr Sonnenstunden als in dem Monat üblich. Ausgeglichen war die Bilanz rund um den Arlberg sowie im Tiroler Oberland, in Osttirol und Oberkärnten. Alle anderen Regionen hatten um 10 bis 30 Prozent mehr Sonnenstunden als üblich.

 

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 3. September 2018]

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