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Zweigeteiltes Wetter im Februar 2014

Trocken im Norden, viel zu feucht im Süden

Das Wetter in Österreich zeigte sich im Monat Februar 2014 von einer zweigeteilten Seite. Immer wieder kommt es vor, dass es im Westen viel wärmer oder feuchter ist als im Osten, aber eine so extrem unterschiedliche Wettersituation wie zu Jahresbeginn 2014 gab es wohl nur sehr selten. Trotzdem ergab sich im Durchschnitt der neuntwärmste Februar der fast 250jährigen Messgeschichte mit einer Abweichung von 3,3 Grad zu normalen Werten im Februar.

Februar 2014 im Norden Österreichs: viel zu trocken

In großen Teilen von Oberösterreich konnte man sich nicht vorstellen, was sich in Kärnten und Osttirol abgespielt hatte, obwohl per Luftlinie diese Regionen gar nicht so weit entfernt sind. Zwischen 75 und 95 Prozent fehlten an Niederschlag im Vergleich zum langjährigen Schnitt. Kleine Skigebiete hatten riesige Probleme und mussten den Betrieb zum Teil komplett einstellen und es gab serienweise Tage, die an den Frühling erinnert hatten, weil nördlich der Alpen sich stets Föhn gebildet hatte. Werte von 10 bis 15 Grad im Schatten waren keine Seltenheit.

Februar 2014 im Süden Österreichs: viel zu feucht

Ganz anders war die Lage in Kärnten und Osttirol. Dort gab es viel zu viel Schnee und Regen, wobei der Schnee vor allem ein Thema war. Es gab je nach Region besonders im Lesachtal und im Oberen Drautal das sieben -bis neunfache an Niederschlag, was sonst im Februar üblich wäre. Straßen mussten gesperrt werden, die höchste Lawinenwarnstufe 5 musste ausgerufen werden und viele Touristen und Skiurlauber saßen tagelang fest. Strommasten wurden durch umstürzende Bäume beschädigt und tagelange hatten tausende Leute keine Energie. Vom Frühling in Oberösterreich war man weit entfernt und konnte sich dies kaum vorstellen.

Zudem kam natürlich ein hohes Grundwasser durch die Schmelze dazu, wodurch Hochwasser in den letzten Februartagen entstanden war. Der Februar 2014 war für den Süden Österreichs ein echtes Problem.

Generelles Fazit zum Februar 2014

Nur in zwei Landeshauptstädten gab es überhaupt Schnee: in Klagenfurt und in Graz. Interessant war auch, dass trotz des hohen Niederschlags vor allem in Osttirol und Kärnten auch dort die Temperatur weit milder war als im Februar üblich. Generell lag man österreichweit 3,3 Grad über dem Durchschnitt. Am wärmsten war es in Bludenz in Vorarlberg mit 18,3 Grad am 15. Februar 2014. Bei den Sonnenstunden gab es das Ungleichgewicht auch bei den Zahlen. In Oberösterreich war die Sonne um 40 Prozent öfter zu sehen als im Februar üblich, in Kärnten fehlten 50 Prozent der Sonnenstunden.

Ausgelöst wurde diese Zweiteilung des Wetters in Österreich durch eine nun schon seit Wochen anhaltende Südostströmung. Wind bläst die Luft vom Balkan nach Österreich und sorgt für Föhn im Salzkammergut, aber auch in Tirol und Vorarlberg und teilweise in Ostösterreich. Die Alpen sind die Sperre und daher geht der gesamte Niederschlag mit der feuchten Luft von der Adria in Kärnten und Osttirol, teilweise als Regen auch in der Steiermark nieder.

Besonderheiten im Februar 2014

Lawinenwarnstufe 5: bis zu 1,5 Meter Neuschnee in 48 Stunden (Bericht vom 1. Februar 2014)

Wetterstatistik Österreich Februar 2014Die angekündigten schweren Schneefälle in Kärnten und Osttirol haben zu dramatischen Situationen geführt. Nicht nur, dass zwei Menschen bereits ihr Leben verloren haben, weil sie Opfer bei Aufräumungsarbeiten wurden, es fielen auch bis zu 1,5 Meter Neuschnee und dieser Schnee vermengt sich in tieferen Lagen mit Regen oder gar Eisregen, sodass eine Bindung des alten mit dem neuen Schnees kaum möglich ist. Dadurch steigt die Lawinengefahr enorm an.

Die Situation ist in Kärnten und Osttirol wirklich dramatisch in mehrfacher Hinsicht. Manche Täler und Gemeinden sind völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Auch wenn die Menschen vor Ort viel Schnee gewohnt sind - die Wetterstatistik bekundet, dass so viel Schnee in so kurzer Zeit als Jahrhundertereignis zu umschreiben ist. Das heißt, dass es solch starken Niederschlag in so kurzer Zeitspanne nur alle 100 Jahre einmal gibt. Die Folge ist das Ausrufen der Lawinenwarnstufe 5 für bestimmte Orte und Gebiete. Das heißt, dass es auch zu Evakuierungen der Bevölkerung kommen kann. Ein paar Dutzend Häuser mussten schon verlassen werden, weil die Situation schlichtweg zu gefährlich geworden ist.

Und es wird nicht besser: bis zum Sonntag soll noch ein Meter Neuschnee dazukommen. Damit kommen auch neue Probleme auf die Menschen zu, denn der Druck des Schnees wird immer größer. Nicht nur, dass man sein Auto kaum mehr finden kann, es wird gefährlich für die Dächer und die Dachlast steigt mit jeder Stunde. Das Bundesheer ist ausgerückt, um zu helfen und alle Leute rücken zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen, aber es ist kaum möglich, mit den Massen zurecht zu kommen. Ständig tagt ein Krisenstab, um den Menschen zu helfen.

Das Wetter bietet aber auch in anderen Teilen Österreichs einige Probleme, vor allem von der Steiermark über das Burgenland bis in den Wiener Raum ist mit Eisregen und Glatteis zu rechnen. Die Temperaturen bleiben bei trübem Wetter rund um den Gefrierpunkt und Straßenglätte ist zum Teil schon Fakt. Ganz anders sieht es im Westen aus. Dort gibt es weder extremen Schnee, noch Glatteis, dafür Frühling mit bis zu 15 Grad Celsius. In Vorarlberg hätte man gerne ein wenig vom Schnee, der zuviel in Osttirol und Kärnten vom Himmel fällt....

Im Norden Frühling, im Süden Winter, im Südosten Glatteis (Bericht vom 6. Februar 2014)

Das Wetterjahr 2013 brachte Österreich Hochwasser, extreme Trockenheit und sehr feuchte Monate zu Jahresbeginn - die Frage war, ob 2014 ähnlich extrem werden würde und was den Jänner und den Beginn des Februar betrifft, ist die Frage klar mit "ja" zu beantworten. Alleine die letzten sieben Tage haben für viel Arbeit und große Sorgen Anlass gegeben, wobei die Wettersituationen schon sehr verrückt sind.

Frühlingsjacke von Vorarlberg bis zum Mostviertel
In vielen Gebieten des Flachlandes in Oberösterreich, aber auch in Niederösterreich, teilweise von Vorarlberg bis zum Mostviertel, konnte man bei zehn Grad Celsius oder weit mehr die Sonne genießen und die Wiesen leuchten strahlend grün - von Schnee keine Spur. Ständig gibt es föhniges Wetter, wobei der Wind manchmal doch störend ist. Dass es etwa 200 Kilometer südlich ganz anders aussah, war fast nicht vorstellbar.

Tiefster Winter mit Warnstufe 5 in Kärnten und Osttirol
Tatsächlich gab es den befürchteten Neuschnee in großen Mengen und zwar genau dort, wo ohnehin schon genug gefallen war. In Kärnten und in Osttirol gab es so viel Neuschnee, dass die Lawinenwarnstufe fünf, die höchste Warnstufe, ausgerufen werden musste. Etliche wichtige Landesstraßen mussten gesperrt werden, weil es einfach viel zu gefährlich geworden war, diese Straßen zu nutzen und teilweise waren sie auch unpassierbar. Die Räumfahrzeuge waren im Dauereinsatz, die Fahrer taten ihr Bestes, waren aber auf verlorenem Posten.

Das nächste Problem war, dass Regen auf den Schnee folgte und damit wurden viele Schneesituationen verschärft. Einerseits gab es das Problem, dass der gefallene Schnee durch den Regen feuchter und damit schwerer wurde und so stürzten Bäume unter der Last um oder verloren Äste. Stromleitungen wurden damit unterbrochen und tausende Haushalte waren ohne Strom. Glatteis war auch ein Thema, aber nicht so extrem wie in der Südoststeiermark oder im Burgenland.

Die Verbindungen in Kärnten und in Osttirol waren zum Teil eine Woche nicht nutzbar und erst heute wurden einige Situationen durch Sprengungen gelöst, beispielsweise im Lesachtal. Auch Hubschrauber des österreichischen Bundesheeres sind im Einsatz, um beim Räumen der Schneemassen zu helfen. Ein weiteres Problem sind die Dachlasten, weshalb professionelle Firmen und Soldaten zusammenhelfen, um die Dächer von den Schneemassen zu befreien.

Extremes Glatteis im Osten und Südosten
Ein ganz anderes Problem gab es von Niederösterreich über Wien bis zum Burgenland und der Steiermark mit dem Höhepunkt in der Südoststeiermark. Denn Nieselregen aus dem Dauernebel oder Eisregen sorgten für ein Glatteis, wie es nur selten vorkommt. In Wien war die Situation noch halbwegs beherrschbar, besonders schlimm wurde es im südlichen Burgenland und in der Südoststeiermark, wo Gehsteig, Straßen und alle größeren Flächen zu Eislaufplätze wurde. Wie problematisch die Lage war, dokumentierten Interviews von Ärzte, die von 200 Brüchen binnen eines Tages berichtet hatten - eine Zahl, die trotz jahrzehntelanger Berufserfahrung noch nie da war. Die Menschen konnten kaum gefahrlos die Straßen passieren, obwohl sie genau wussten, was auf sie zukam.

Entschärfung der Lage
Mit dem heutigen Tag ist die Lage aber besser unter Kontrolle gebracht, denn in allen Landeshauptstädten gibt es Plusgrade. Von Bregenz bis St. Pölten sind es wieder zu warme 7 - 10 Grad, aber auch das nebelerprobte Wien hat Plusgrade erreicht und ganz wichtig ist, dass auch in Kärnten und in der Steiermark kein Glatteis in Sicht ist, um die Situation zu bereinigen. Gerade bei den Aufräumarbeiten in Kärnten und Osttirol ist das sehr hilfreich.

Hochwasser in Kärnten: Probleme mit dem Grundwasser und den Schneemassen (Bericht vom 23. Februar 2014)

Der Winter 2013/2014 war vor allem nach dem Jahreswechsel einer, der eine extreme Zweiteilung in Österreich bewirkt hatte. Während es im Salzkammergut mehr Frühling denn Winter gab, gab es in Kärnten und Osttirol Schneefälle, wie sie nur selten vorkommen. Sogar die Lawinenwarnstufe 5, die höchste der Skala, musste ausgerufen werden. Die Folgen dieser unterschiedlichen Wettersituationen lassen sich auch nachwirkend feststellen - im Wiener Prater kann man bei fast frühlingshaftem Wetter joggen, in Kärnten stehen manche Landstriche unter Wasser.

Frühling und trockene Wälder im Norden und Osten
Was sich in Kärnten und in Osttirol seit Wochen abspielt, bekommt man vom Salzkammergut bis zum Wiener Raum überhaupt nicht mit. Oft gibt es Temperaturen um die zehn Grad, was für die Jahreszeit schon sehr mild ist und man kann einen gemütlichen Spaziergang durch die Wälder vornehmen, weil die Böden teilweise sogar trocken sind. Dort, wo das Grundwasser ohnehin immer ein wenig höher vorzufinden ist, gibt es feuchtes Erdreich, aber für Februar sind die Bedingungen schon eher außergewöhnlich. Schnee hat man im Flachland ohnehin kaum mitbekommen und so gibt es auch jetzt keine großen Wassermengen. Selbst die Donau führt Niederwasser und die Zubringer ebenso.

Kärnten und das Hochwasser
Ganz anders sieht es im Süden des Landes aus. Denn durch die enormen Schneemengen in Kärnten und Osttirol gab es zahlreiche Probleme. Die höchste Lawinenwarnstufe musste ausgerufen werden, dazu gab es viele Probleme durch umgestürzte Bäume, Stromausfälle und zahlreiche Straßensperren. Dass es zu einem Hochwasser kommen könnte, wenn die Schneemassen schmelzen, war vorhersehbar.

Und diese Lage hat Kärnten und mit ebenfalls milderen Temperaturen, aber gleichzeitig weiteren Regen. Während es in Wien am Samstag leicht getröpfelt hatte, gab es doch einige Regenschauer in Kärnten, die auf ein sehr stark gestiegenes Grundwasser trafen. Die Folge sind einige Probleme mit Hochwasser vom Klagenfurter Raum bis zum Nassfeld. Dazu gibt es in den höheren Lagen weiterhin Probleme durch die Schneelast aufgrund der starken Niederschläge der letzten Wochen.

Ein netter Dauerlauf im Wald ist in vielen Regionen undenkbar und umgekehrt kann man sich im Osten oder Norden kaum vorstellen, was sich in Kärnten aktuell abspielt. Dort laufen die Pumpen der Feuerwehren im Dauereinsatz, um den Menschen zu helfen und um das Hochwasser einzudämmen. Dabei ist die richtige Schneeschmelze noch gar nicht im Gange.

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