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Wetter im Dezember 2017 in Österreich

Ziemlich durchschnittlicher Dezember

In den letzten Jahren gab es kaum einen Monat, der sich an die vieljährige Vorgabe (30 Jahre Vergleich von 1981 bis 2010) gehalten hat. Meist war es deutlich zu warm, manchmal war es zu kühl oder wie im Jänner 2017 deutlich zu kalt. Aber der Dezember 2017 war einer jener Monate, der sich an die Vorgabe ziemlich genau gehalten hat und als durchschnittlicher Wettermonat in die Geschichte eingeht, auch wenn es natürlich ein paar Besonderheiten gab.

Generell ist die Abweichung bei der Temperatur mit einem halben Grad geringer als in den meisten Monaten des Jahres 2017, auch beim Niederschlag waren die Durchschnittswerte im Toleranzbereich. Nur bei den Sonnenstunden gab es ein klares Plus.

Wetter im Dezember 2017: Temperatur

Wenn man die Temperatur österreichweit betrachtet, so ergibt sich im Vergleich zum vieljährigen Mittel ein Plus von 0,5 Grad Celsius und damit bewegt man sich im Bereich der statistischen Schwankungsbreite. Von Oberösterreich bis zum westlichen Niederösterreich und in Teilen der Steiermark gab es ein stärkeres Plus mit 0,5 bis 1,5 Grad. Noch mehr Abweichung gab es im Weinviertel und im Wiener Raum mit einem Plus von 1,5 bis 2,3 Grad Celsius. Im Alpenraum war hingegen die Temperatur fast punktgenau und Schwankungen gab es von minus 0,5 bis plus 0,5 Grad. Kälter war es vor allem rund um eine Höhe um die 1.000 Meter, denn dort war es um 0,5 bis 1,8 Grad kälter als langjährig üblich.

Niederschlag im Dezember 2017

Beim Niederschlag gab es im Jahr 2017 sehr trockene oder sehr feuchte Phase, wobei dies auch regional unterschiedlich zu beobachten war. Im Dezember 2017 gab es hingegen nur um fünf Prozent mehr Niederschlag als in den Jahren 1981 bis 2010 durchschnittlich gemessen wurde. Mehr Niederschlag gab es von Vorarlberg bis Kärnten mit 25 bis 75 Prozent Überschuss. Sehr viel Niederschlag war dabei in Kärnten in der Westhälfte des Bundeslandes erfolgt und so kam dort ein Überschuss von 75 bis 125 Prozent zusammen, teilweise wie in den Karawanken und Gailtaler Alpen sogar bis zu 150 Prozent.

Von Salzburg bis zur Steiermark, teilweise auch im Burgenland gab es ziemlich genau die Menge an Niederschlag, die man erwarten konnte. Trockener war es hingegen im Waldviertel, im Weinviertel, im Mittelburgenland und in der Oststeiermark. Dort fehlten etwa 25 bis 50 Prozent an Regen und Schneefall. Die trockensten Regionen fand man im Waldviertel, wo es punktuell um 70 % weniger Niederschlag gab als üblich.

Was den Schneefall betrifft, so war schon der November sehr spendabel und das hatte zur Folge, dass die Schneedeckentage im alpinen Bereich den Vorgaben der letzten Jahrzehnte entsprach. Damit war nicht ein Rekord erzielt, sondern der Durchschnitt erreicht. Auffällig war aber die Schneedecke deshalb, weil es in den letzten Jahren sehr wenig Schneefall vor Weihnachten gab und in manchen Regionen wie dem Bregenzer Wald gab es im Dezember 2017 so viel Schnee wie schon Jahre nicht mehr.

Ganz anders sah es im Flachland aus, denn in Wien gab es im November einmal kurz eine dünne Schneedecke, aber die war bald verschwunden und der Dezember brachte keine neuen Schneefälle. Vergleichen mit den Jahren 1981 bis 2010 fehlten je nach Region zwischen 50 und 100 Prozent des Schneefalls. Oder anders ausgedrückt: in der Stadt Wien gab es jetzt ein Jahrzehnt lang keine weißen Weihnachten mehr.

Sonnenstunden im Dezember 2017

Auffällig und am stärksten abgewichen von den Vorgaben waren die Sonnenstunden, denn es gab nicht wochenlangen Nebel, wie in den Beckenlagen oft anzutreffen. Die Sonne zeigte sich auch im Wiener Raum oder den anderen Beckenlagen durchaus gerne und das Ergebnis ist, dass es um 15 Prozent mehr Sonnenstunden gab als im Dezember üblich. Dabei gab es aber regional Unterschiede, die auch mit dem Niederschlag einher gingen.

Von Vorarlberg bis Oberkärnten sowie im nördlichen Oberösterreich gab es ziemlich genau die Sonnenstunden, die dem Dezember entsprechen. Im Flachgau, im Tennengau, sowie im Salzkammergut und im Traunviertel war es hingegen oft trüb und so fehlten 20 bis 50 Prozent. Von Osttirol über Unterkärnten bis zur Steiermark südlich der Mur und Mürz sowie im Burgenland und dem Bogen über Wien bis zum Waldviertel gab es hingegen 20 bis 100 Prozent mehr Sonnenstunden als im Dezember zu erwarten war.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 29. Dezember 2017]

Siehe auch
Wetterberichte 2017

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