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Dezember 2008: intensiver Schneefall

Warm trotz eisiger Kälte zum Schluss

Das Wetter in Österreich war im Monat Dezember 2008 vor allem durch zwei Wetterbeobachtungen aufgefallen: intensive Schneefälle und eisige Kälte. Obwohl es ab Weihnachten sehr kalt wurde und selbst in Wien, das traditionell oft der wärmste Ort in Österreich ist, hat man Frühtemperaturen um oder unter Minus fünf Grad gemessen. Auch tagsüber hat sich die Temperatur nur unwesentlich gesteigert.

Warm, kalt und viel Schnee im Dezember 2008 in Österreich

Wetterstatistik Österreich Dezember 2008Und trotzdem: in den meisten Bundesländern war es bis Weihnachten so ungewöhnlich mild gewesen, dass im Durchschnitt normale Monatswerte herausgekommen sind. Wie verrückt das Wetter im Dezember 2008 war, zeigte sich, als in Kärnten in der Monatsmitte sowie in Osttirol Rekordmengen an Schnee gefallen sind. Denn zum gleichen Zeitpunkt gab es in Ost- und Nordösterreich Temperaturen um oder teilweise sogar über zehn Grad plus und von einem Wintereinbruch oder gar Schneemengen bis zu 1,5 Meter war nichts zu merken. Im Gegenteil: man sah die Bilder im Fernsehen, wie sich die Menschen in Kärnten und Osttirol mit den Schneemassen herumplagten und konnte sich nicht vorstellen, dass das aktuell ein paar Hundert Kilometer weiter tatsächlich passiert.

Die Schneemengen, die in manchen Gemeinden Monatsrekordwerte gebracht haben, verursachten eine hohe Lawinengefahr und waren gleich mehrfach aufgetreten. Binnen 14 Tagen wurden Osttirol und Kärnten durch zwei verschiedene Italien-Tiefs mit riesigen Mengen an Neuschnee versorgt. Das brachte nachträglich große Probleme, weil der Schnee schwer wurde und viele Dächer bedroht hatte, die rasch freigeschaufelt werden musste, um den Einsturz zu verhindern.

Vor Weihnachten kam dann eine neue Ladung Neuschnee, die in den Nordstaulagen, von Vorarlberg bis nach Niederösterreich für reichlichen Schnee sorgte, womit in ganz Österreich der Skiurlaub mehr als gesichert ist. Trotzdem war die Statistik der Niederschläge völlig unterschiedlich ausgefallen. Im Westen Tirols, in nördlichen Gebieten von Oberösterreich und auch von Niederösterreich erreichte man im Dezember 2008 gerade einmal Normalwerte oder lag knapp darunter. In Kärnten und Osttirol verzeichnete man viermal soviel Niederschlag wie normalerweise im Monat Dezember. In Wien gab es im Dezember fast gar keinen Neuschnee. Das galt auch für das Burgenland und das östliche Niederösterreich.

Besonderheiten im Dezember 2008

Bis zu 1,5 Meter Neuschnee (Bericht vom 1. Dezember 2008)

Der Dezember 2008 begann bezogen auf das Wetter so widersprüchlich, wie es extremer nicht hätte sein können. In Wien und Niederösterreich wirkte der Föhn sehr stark, sodass Temperaturen um oder über zehn Grad Celsius im Schatten gemessen wurden. Es war in Ostösterreich kaum vorstellbar, dass sich 200 Kilometer weiter im Süden ganz andere Situationen abspielten.

Denn in Kärnten, in Osttirol, in Südtirol und teilweise auch in Tirol und Salzburg gab es intensiven Schneefall. Schon am Sonntag wurde eine Wetterwarnung für den Süden herausgegeben und diese war mehr als berechtigt. Bis zu 1,5 Meter Neuschnee sind gefallen und einige Gemeinden in Kärnten sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden wie die Gailtalstraße oder der Plöckenpass und diese Sperren werden wohl noch bis Donnerstag aufrecht bleiben müssen. In Kärnten und Osttirol gilt aufgrund der großen Schneemengen die Lawinenstufe 4, es ist dies die zweithöchste Lawinenstufe.

Auch in Tirol ist die Lawinengefahr zu beachten und regional ist die Stufe 3 verhängt worden, womit immer noch ein großes Potential für Lawinen gegeben ist. Auch in den Bergen der Steiermark muss man sehr vorsichtig sein.

Entscheidend wird sein, wie sich das Wetter weiterentwickelt. Die Niederschläge lassen bereits deutlich nach und in den nächsten Tagen wird es nur noch vereinzelt schneien - das wird kein Problem sein. Aber wenn es schnell warm werden würde, wäre die Lawinengefahr besonders akut, weil dann die labilen Schneemassen durch das Einwirken der höheren Temperaturen besonders leicht nachgeben könnten und zu Tal stürzen würden.

Besonders warm wird es aber laut Wetterprognose nicht werden. Bis Donnerstag erwartet man Temperaturen im stabilen Bereich von vier bis sechs Grad, auch in den Regionen Ostösterreichs, wo es heute besonders mild war. Weiterer Schneefall ist wohl nur vereinzelt und in höheren Lagen möglich.

Wieder starker Schneefall erwartet (Bericht vom 10. Dezember 2008)

Schon vor einer Woche gab es in Kärnten, in Osttirol und teilweise in Tirol selbst starken Schneefall, hohe Lawinengefahr, gesperrte Täler und viel Arbeit für die Räumdienste. Der Schneefall freute zwar die Tourismusbranche, weil damit der Skiurlaub für die Gäste gesichert ist, auch die Kinder hatten Freude, weil sie vor allem in den ländlichen Regionen schulfrei hatten, aber die Fahrt mit dem Auto gestaltete sich als sehr schwierig.

Diese Situationen könnten in der Nacht auf Morgen eine Wiederholung finden, denn es gibt eine Wetterwarnung für genau die gleichen Bundesländer und Regionen. Sowohl in Kärnten, als auch in Osttirol und den südlichen Bezirken Tirols werden starke Schneefälle in der Nacht auf Donnerstag erwartet.

Hintergrund ist ein neuerliches Italientief, das sich nach Österreich bewegt und dabei werden feuchte Luftmassen transportiert, die als Schneefall in Erscheinung treten werden. In Kärnten könnte bis zum Freitag über einen Meter Neuschnee in den Bergen geben, in Osttirol wird auch über ein halber Meter Neuschnee fallen.

Die anderen Bundesländer werden von diesem intensiven Schneefall nicht heimgesucht, sie werden im Flachland mit vielen Wolken und teilweise Regen oder Schneeschauer rechnen müssen, in höheren Lagen wird es schneien, aber nicht so intensiv wie im Südwesten des Landes.

Schneefall bringt Massen an Neuschnee (Bericht vom 11. Dezember 2008)

Die Unwetterwarnung für die Bundesländer Kärnten und Tirol bestand zurecht und sie ist weiterhin aufrecht. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Wiener Hohen Warte meldete, dass bis zum heutigen Morgen in manchen Gemeinden des Bundeslandes Kärnten beeindruckende Mengen an Neuschnee gemessen wurden.

Spitzenreiter ist die Gemeinde Bad Bleiburg, die gleich 80 cm Neuschnee gemeldet hatte. In der Gemeinde Lesachtal waren es immerhin auch 70 cm und in Dellach 53 cm. Diese Angaben beziehen sich auf die letzten 24 Stunden, also den außergewöhnlichen Niederschlag, der sich innerhalb eines Tages zugetragen hat.

Auslöser dieser Wettersituation, die man durchaus als Unwetter bezeichnen kann, ist wie schon vor einer Woche ein Italien-Tief, das sich vom Südwesten nach Österreich schiebt. Es bewegt sich sehr langsam und führt große Mengen an Feuchtigkeit mit sich, weshalb es lokal intensive Niederschläge gibt. Durch solche Wetterbedingungen entstehen im Frühjahr beispielsweise auch lokale Hochwasser, weil sich die Front nicht weiterbewegt.

Würde das Italien-Tief schnell durch Österreich durchziehen, so würden die Neuschneemengen in manchen Gemeinden nicht solche Dimensionen erreichen. Da dies aber nicht der Fall ist, schneit es weiterhin beträchtliche Mengen, weshalb auch die Wetterexperten von außergewöhnlichen Niederschlägen sprechen. In einigen Kärntner Gemeinden und Regionen wird es bis zum Freitag noch beträchtliche Zuwächse an Neuschnee geben, wobei im Extremfall bis zu ein Meter Neuschnee vom Himmel fallen könnte - zusätzlich zu den Mengen, die bereits verzeichnet wurden.

Starker Schneefall erwartet (Bericht vom 17. Dezember 2008)

Die letzten beiden Wochen hat der Süden Österreichs ungewöhnlich viel Schnee abbekommen. Osttirol und das Bundesland Kärnten liegen fast unter einer zwei Meter hohen Schneedecke vergraben und obwohl jetzt wieder einige Straßenverbindungen für den Verkehr freigegeben wurden und die Lawinengefahr etwas zurückgegangen ist, gibt es weiterhin viele Probleme.

So ist das größte Problem das Gewicht der Schneemassen, wodurch es bereits einige Dächer eingedrückt hat. Damit entstehen gefährliche Situationen, bei denen schon einiges an Schaden entstanden ist und auch schon Menschen verletzt wurden.

Was das Winterwetter betrifft, so kehrt aber in Südösterreich Ruhe ein, denn es sind wohl einige Wolken zu erwarten, aber am Wochenende wird man sogar die Sonne begrüßen dürfen. Im Norden der Alpen schaut die Situation anders aus.

Denn vom Osten strömt ein Tief nach Österreich und bringt kalte Temperaturen, starken bis stürmischen Wind, der vor allem am Freitag zu spüren sein wird und viel Niederschlag. Im Wiener Raum wird das wohl eher Regen oder Schneeregen sein, von Kitzbühel bis zum niederösterreichischen Mostviertel kann man ab 300 Meter Seehöhe aber mit Schnee rechnen, wobei der Schwerpunkt in Salzburg und Oberösterreich zu erwarten sein wird.

Neuschneemengen von 30 bis 70 Zentimeter werden von Donnerstag bis Samstag erwartet, in manchen Hanglagen könnten es auch ein paar Zentimeter mehr sein. Damit ist mit schwierigen Straßenbedingungen zu rechnen, umgekehrt werden die Tourismusmanager und die Gastronomiebetriebe jubeln, weil damit auch in jenen Regionen, die bisher nicht die großen Schneemengen erhalten haben, bestens für die Weihnachtsfeiertage gerüstet sind.

Zum Wochenende hin wird sich das Wetter aber auch beruhigen, weitere Regen- oder Schneefälle sind nicht restlos ausgeschlossen. Im Osten wird man vielleicht sogar die Sonne kurzfristig erleben können, die Wolken werden aber überwiegen.

Im Westen, also in Vorarlberg und in Teilen Tirols wird es stark bewölkt sein und ein paar Schneeschauer werden sich ausgehen, die großen Schneemengen, wie sie für Salzburg und Oberösterreich vorhergesagt sind, sind dort aber nicht zu erwarten.

Kälte und Schneefall vom Osten (Bericht vom 23. Dezember 2008)

Das Wetter in Österreich war in diesem Dezember 2008 durchaus beachtlich, wenngleich viele auf die Wetterextreme gerne verzichtet hätten. In Kärnten hat es fast zwei Wochen lang intensiven Schneefall gegeben, eine Woche später waren die Nordalpen dran. Im Wiener Raum hat man zwar via Fernsehen die beeindruckenden Schneefälle zum Teil sogar live bei den Wintersport-Übertragungen aus der Steiermark erleben können, aber selbst war der Schnee Mangelware.

Die Hoffnung auf weiße Weihnachten im Osten Österreichs erfüllte sich nicht, doch am späten Heiligen Abend könnte es doch noch Schnee bis in die Niederungen geben, denn vom Osten nähert sich eine Kaltfront, die das Wetter in Österreich bis über den Silvester hinaus prägen wird.

Im Laufe des 24. Dezember kühlt es merklich ab und am Abend wird man auch in Wien, Niederösterreich und auch im Burgenland Temperaturen um den Gefrierpunkt erreichen. Die kalten Luftmassen, die vom Osten nach Österreich strömen, bringen auch Niederschlag und so wird anfangs Regen, später Schneeregen und in der Nacht auf den 25. Dezember auch Schneefall mitgeliefert, wobei der Schneefall durchaus auch bis in tiefste Lagen, also auch bis in die Wiener Innenstadt Neuschnee bringen könnte.

Österreichweit ist in den folgenden Tagen mit sehr tiefen Temperaturen zu rechnen. Die Tageshöchstwerte werden tagelang kaum bis zum Gefrierpunkt reichen, eher werden sie bei minus zwei bis minus drei Grad liegen, örtlich auch darunter.

Nach den bisherigen Prognosekarten ist davon auszugehen, dass dieses kalte Winterwetter bis in die erste Jännerwoche 2009 hineinreichen wird. Temperaturen von acht bis zehn Grad plus, wie sie im Osten und Südosten zuletzt gemessen wurden, wird man nun für eine Weile vergessen müssen.

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Wetter Dezember 2008

Das Wetter in Österreich im Dezember 2008 brachte lange Zeit zu milde Temperaturen, aber Eiseskälte am Schluss und intensive Schneefälle.

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