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Wetter im Dezember 2013 in Österreich

Ungewöhnlich viele Sonnenstunden

Das Jahr 2013 war in Österreich vom Wetter her gesehen ein sehr ungewöhnliches mit viel Schnee im März, Dauerregen und anschließendem Hochwasser im Mai, Hitze und extreme Trockenheit von Juni bis August. Einzig der Herbst war eher auf der normalen Seite zu finden. Und diese extremen Wetterveränderungen haben auch im Dezember 2013 stattgefunden.

Sehr sonniger Dezember 2013 in Österreich

Wetter im Dezember 2013 in ÖsterreichDenn es war in diesem Dezember des Jahres 2013 so sonnig, wie seit 130 Jahren nur dreimal. Auf Rang vier findet sich laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) der gemessenen Werte dieser Dezember. Und damit einher geht auch, dass der Monat der trockenste Dezember seit etwa vier Jahrzehnten war.

Von den Temperaturen her war daher eine Abweichung von 1,5 Grad Celsius nach oben im Vergleich zu den langfristigen Werten von 1981 - 2010 keine Überraschung. In den Bergen über der Nebelgrenze war die Abweichung sogar mit 3,1 Grad noch deutlicher ausgefallen. Die höchste Temperatur wurde am 25. Dezember 2013 gemessen und zwar war dies beim Flughafen Salzburg mit 19,1 Grad Celsius.

Beim Niederschlag gab es oft Inaktivität. Es gab österreichweit gesehen um die Hälfte weniger Niederschlag als in einem Dezember üblich. Nur von den Ötztaler Alpen bis zum Klagenfurter Becken gab es viel Niederschlag, vor allem nach dem Heiligen Abend. Hier war der Überschuss regional von 10 bis 100 % gegenüber einem normalen Dezemberwert ausgefallen. Ansonsten gab es ein Defizit von bis zu 77 % - also um drei Viertel weniger als üblich. So wurden am Loiblpass in Kärnten als Höchstwert 312 mm gemessen, in Hollabrunn in Niederösterreich hingegen nur 2 mm.

Bei den Sonnenstunden gab es im Vergleich zu den langfristigen Werten ein Plus von 40 Prozent. Regional war das Plus sogar noch höher ausgefallen, wie in Vorarlberg oder Nordtirol.

Besonderheiten im Dezember 2013

Wieder keine weißen Weihnachten in den Städten (Bericht vom 21. Dezember 2013)

Der Wunsch der Menschen, Schneeflocken am Heiligen Abend zu erleben und eine weiß bedeckte Landschaft zu sehen, ist einer, der jedes Jahr aufs neue von vielen Leuten geäußert wird, aber er trifft immer seltener ein, vor allem in den Tälern und den Landeshauptstädten. Das ist auch im Jahr 2013 laut Wetterprognose so.

Die letzten Tage waren geprägt von Trockenheit, nur hin und wieder gab es ein paar Schneeflocken, meist waren es aber in tiefen Lagen eher Graupelregen und Schneeschauer. Der heutige Samstag bringt erstaunlicherweise selbst in das Wiener Becken einige Sonnenstrahlen, wo es zuletzt nur noch Nebelgrau gab. Nur im Süden von Osttirol bis zum Südburgenland kann sich wieder der zähe Nebel halten. Die Temperaturen sind im Nebel bei minus 2 bis 0 Grad zu erwarten, bei Sonne und leichtem Föhn sind bis zu plus 8 Grad möglich.

Mit der Sonne ist es am Sonntag aber wieder vorbei und es regieren die Nebelfelder, vor allem in den Tälern. Über 1.000 Meter Seehöhe gibt es hingegen herrliches Winterwetter mit strahlender Sonne. Dazu wird es auch föhnig, sodass Temperaturen von bis zu plus 10 Grad Celsius möglich werden. Im Nebel gibt es hingegen nur minus 2 bis plus 2 Grad. Auch am Montag gibt es im Süden und Osten jede Menge Nebelfelder. Nur manchmal kann sich die Sonne durchsetzen. Im Westen und Norden Österreichs gibt es einen Mix aus Wolken und Sonne, wobei sich am Nachmittag einige leichte Schauer bilden können. Die Temperaturen reichen wieder von 0 bis 10 Grad, je nach Nebel oder Sonne.

Und dann folgt der Dienstag und somit der Heilige Abend. Er bringt kräftigen Südostwind und damit einiges an Föhn. Die Temperaturen klettern auf 2 bis 12 Grad und es ist in den Tälern wieder nebelig trüb, sodass dort eher nur die 2 Grad zu erwarten sind. Die Schneefallgrenze reicht von 700 bis etwa 1.000 Meter und in Südösterreich kann es auch leichte Schauer geben. Ansonsten bleibt es trocken, weiß Weihnachten sind die sämtlichen Landeshauptstädten daher nicht möglich.

In vielen Jahren wurde ein Tauwetter rund um Weihnachten erlebt und auch 2013 gibt es ungewöhnlich milde Werte. Denn am Christtag, dem Mittwoch, ist es zwar im Osten wieder trüb durch Nebel, aber nördlich der Alpen bildet sich ein föhniger Südwind und der bringt einige Sonnenstrahlen, vor allem aber Temperaturen von bis zu 14 Grad Celsius. Erst am Donnerstag bricht der Föhn zusammen und der Stefanitag bringt Niederschläge. Die Temperaturen reichen von 2 bis 6 Grad und die Südalpen können bis zu 40 cm Neuschnee erwarten.

Föhnsturm mit 150 km/h Spitze und extrem warme Temperaturen zu Weihnachten 2013 (Bericht vom 25. Dezember 2013)

Dass der Wunsch nach weißen Weihnachten im Jahr 2013 nicht erfüllt werden würde, war schon recht bald klar geworden und die Prognosen kündigten mal wieder sehr warme Weihnachtstage an. Doch diese wurden sogar noch von den Prognosen übertroffen, vor allem der heutige 25. Dezember, bevor ein weiteres Wetterextrem für Probleme sorgen wird.

Denn ein Föhnsturm hatte sich entwickelt, der mit Windspitzen von etwa 150 km/h für großen Ärger sorgte. Zahlreiche Feuerwehren mussten in den österreichischen Bundesländern ausrücken, um Straßen freizuräumen, die durch umgestürzte Bäume unterbrochen waren, abgedeckte Dächer mussten gesichert werden. Die hohen Windgeschwindigkeiten sorgten vor allem von Salzburg bis Vorarlberg für Sachschäden, aber auch in Niederösterreich wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h gemessen.

Dieser Föhnsturm sorgte dafür, dass die Temperaturen deutlich angestiegen sind. In der Stadt Salzburg wurden sogar 17 Grad Celsius gemessen - der höchste Wert zu Weihnachten seit dem Jahr 2000. Aber die Temperaturen waren nicht überall gleich hoch. Während es in der Wiener Innenstadt schon in den Morgenstunden um die 11 Grad gab, war in St. Pölten ein Wert von minus einem Grad gemessen worden. Umgekehrt gab es in manchen Föhngebieten des Bundeslandes Vorarlberg sogar schon 15 bis 17 Grad. Am Salzburger Flughafen waren gar 19,1 Grad gemeldet worden.

Der Föhn wird am Vormittag des morgigen 26. Dezember zusammenbrechen und die Temperaturen werden wieder zurückgehen. Damit beginnt aber eine neue Wetterphase, die durch ein Genuatief geprägt wird. Das bedeutet, dass die Temperaturen auf 0 bis 10 Grad zurückgehen, wobei die zehn Grad eher im Wiener Raum zu erwarten sind. Von Vorarlberg bis zum Südburgenland wird starker Niederschlag einsetzen, der im Westen und Südwesten erhebliche Schneemengen mit sich bringen wird, von der Steiermark ostwärts gibt es Regen. Es können lokal 30 bis 50 cm Neuschnee fallen, vor allem in Osttirol und Kärnten, bei Regen sind bis zu 50 Liter auf den Quadratmeter zu befürchten.

Das Wetter ist angesichts dieser Entwicklung ohnehin für Skitouren nicht geeignet, welche aber auch davon unabhängig nicht anzuraten wären. Denn die Lawinengefahr ist deutlich gestiegen und hat die Stufe drei von fünf erreicht. Es ist dies jene Stufe, bei der die meisten Lawinenunglücke passieren.

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