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August 2008: unbeständig, aber warm

Ein schöner aber nicht heißer August

Das Wetter im August 2008 war relativ normal im Vergleich zum langjährigen Schnitt und doch empfanden die Menschen das Wetter nicht so. Tatsächlich gab es kaum Temperaturen über 30 Grad Celsius, was jenen entgegenkam, die sich über die Hitze der letzten Jahre beklagt hatten.

Unbeständiger August 2008 in Österreich

Wetterstatistik Österreich August 2008Dafür gab es viele Temperaturen knapp unter 30 Grad Celsius, was heiß genug fürs Baden war, auch viele andere Aktivitäten im Freien waren möglich und es war nicht so drückend schwül wie in den Sommern davor. Eines blieb aber so wie im Juli 2008: das Wetter war unbeständig.

Immer wieder gab es Gewitter oder ganze Gewittertage, die durch Österreich gezogen waren. Auf warme Temperaturen folgten instabile Luftverhältnisse und so gab es zahlreiche Gewitter, Abkühlungen und neuerliche Erwärmungen. Für Menschen mit Kreislaufproblemen war das Wetter nicht geeignet, sich wohl zu fühlen.

In Sachen Sonnenstunden und Niederschlag gab es auch nichts Besonderes zu vermelden. Die Werte lagen durchwegs im Normalbereich, einzige in Eisenstadt gab es ungewöhnlich hohe Regenmengen und die Gewittertätigkeit war im Burgenland besonders ausgeprägt.

Auffällig am Wetter im August 2008 war die Tatsache, dass es fast jedes Wochenende kühleres und unbeständigeres Wetter gab als während der Woche. Besonders am Samstag gab es viele Wolken, einiges an Regen und deutliche Abkühlung, wodurch der Wochenend-Ausflug meistens gestrichen werden muss und vom angenehmen Badetag konnte auch nicht gesprochen werden.

Besonderheiten im August 2008

Zweimal Unwetter binnen 24 Stunden (Bericht vom 5. August 2008)

Die Zahl der Unwetter nimmt offenbar immer mehr zu, auch wenn dies in der Statistik nicht so nachgewiesen werden kann, aber ein normales Gewitter wird immer seltener und heftige Unwetter mit Starkregen, lokalen Überflutungen und einer rekordverdächtigen Anzahl an Blitzentladungen häufen sich.

All diese Faktoren hat das Burgenland heuer schon mehrfach erlebt, aber in den letzten 24 Stunden wurde die Qualität der Unwetter nochmals verstärkt. Nachdem es schon am Sonntag abend viele Unwetter gab und die Gewitter die Feuerwehren auf Trab gehalten haben, folgte am Montag noch eine Welle schwerer Gewitter.

Die Gewitterzone baute sich eigentlich in Niederösterreich auf. Über dem Semmering entwickelte sich - wie schon so oft - eine Gewitterzelle, die schnell an Größe gewann. Sie zog dann aber nicht nach Wien, wie es sonst oft passiert, sondern vergrößerte sich weiter und dehnte sich so aus, dass von der Grenze Kärnten/Steiermark bis über das Burgenland hinaus nach Ungarn eine riesige Gewitterzone entstanden war.

Und in der Steiermark gab es dann auch schwere Unwetter mit Hagelschlag und Murenabgänge, wobei das Mürz- und das Murtal besonders betroffen waren. Noch dramatischer war die Situation aber im Burgenland.

Im Bezirk Oberpullendorf entwickelten sich die stärksten Gewitter und es gab intensiven Starkregen, der in der Gemeinde Oberpullendorf sogar dafür sorgte, dass die Ortsdurchfahrt teilweise weggespült wurde. In Kobersdorf ereignete sich überhaupt etwas, das man auf Basis eines Gewitters selten erlebt. Dort wurden nämlich zwei Fahrzeuge gegeneinander getrieben - einzig durch die starken Niederschläge. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz und der Schaden wird sich erst im Laufe der nächsten Stunden oder Tage feststellen lassen.

Riesige Hagelkörner, intensiver Regen (Bericht vom 16. August 2008)

Die Wetterstationen haben Unwetterwarnung für den Freitag gegeben und sie hatten Recht damit, denn eine Kaltfront zog vom Südwesten Europas über Österreich bis nach Polen und richtete erheblichen Schaden an.

In Österreich waren vor allem Kärnten und die Steiermark betroffen, denn durch diese Bundesländer zog ein riesiges Gewittersystem mit zahllosen Blitzentladungen. Es kam zu Überflutungen aufgrund des intensiven Regens und mancherorts, beispielsweise in den Bezirken Bruck/Mur und Mürzzuschlag, wurde Hagel gemeldet, wobei die Hagelkörner teilweise die Größe eines Tennisballs hatten.

Als Folge der Unwetter stürzten auch viele Bäume um. Eine Frau wurde durch so einen Baum in der Steiermark getötet. Die Feuerwehren mussten ganze Arbeit leisten, um die Straßen wieder von den Hindernissen zu befreien. Außerdem mussten Keller ausgepumpt werden und gegen Überflutungen gekämpft werden.

In den nördlichen und östlichen Bundesländern Österreichs gab es keine so gewaltigen Hagelschläge, aber intensiver Regen sorgte auch hier für lokale Überflutungen und Keller mussten ausgepumpt werden. In Tirol mussten Menschen aus den Wasserfluten gerettet werden.

Europaweit sind acht Menschen an den Unwettern gestorben. Die Front führte in Italien ebenso zu großen Schäden wie in Österreich, Tschechien und Polen, denn das war die Richtung, die die meisten großen Gewitterzellen genommen haben, die sich in direktem Weg und sehr rasch von Südwest nach Nordost bewegten und eine Spur der Überflutungen hinterließ.

Der Regen ist auch jetzt noch intensiv, aber er wird bis Mittag nachlassen und dann wird es für August zwar zu kalt sein, aber das Wetter trocknet wenigstens auf und die Natur kann damit beginnen, die großen Wassermengen zu verarbeiten. Morgen Sonntag soll dann vermehrt die Sonne wieder zum Vorschein kommen, aber es bleibt für August zu kühl. Nur in manchen Regionen wird man sich über angenehme 22 bis 25°C freuen dürfen.

Unbeständiges Wetter am Wochenende (Bericht vom 22. August 2008)

Die Menschen freuen sich auf das Wochenende, weil man dann entspannen und sich diverser Ausflüge erfreuen kann, denn die Woche ist mühsam genug. Leider scheint das Wetter im August 2008 etwas dagegen zu haben, denn schon zum dritten Mal in Folge verschlechtert sich die Wettersituation genau zu Beginn des Wochenendes.

Wenn man an die letzte Woche zurückdenkt, erinnert man sich an die Unwetter, die durch Österreich gezogen sind. Sie waren für Freitag vormittag angekündigt und kamen fast pünktlich nach Österreich. Regional dauerte es noch bis Mittag, doch dann begann es zu blitzen, zu donnern und natürlich zu regnen. Mancherort gab es sogar riesige Hagelkörner, die erheblichen Schaden angerichtet haben.

Am Samstag war es dann für den Monat August viel zu kalt und während im Süden das Wetter schon aufgetrocknet war, schüttete es in anderen Regionen, vor allem in Ober- und Niederösterreich weiter und an Ausflüge war nicht zu denken.

Auch in der Woche davor gab es eine ähnliche Situation und auch diese Woche schaut genau gleich aus: heute Freitag ziehen erste Gewitter vom Westen bis zum westlichen Niederösterreich und der gesamte Samstag wird durchwachsen sein. Die Temperaturen werden kaum über 20 Grad Celsius steigen, es wird starken Wind geben und dazu eine Mischung aus Regenfällen und Gewittern.

Damit, wenn die Prognose stimmt, gibt es zum dritten Mal in Folge einen Samstag, der wettertechnisch nicht hält, was man sich von einem Samstag im Monat August erwartet. Grillfeste, Ausflüge oder Badetage sind bei diesen Temperaturen und Witterungsverhältnisse wohl eher nicht durchführbar.

Eine kleine Entschädigung gibt es vielleicht dadurch, dass es am Sonntag wieder besseres Wetter gibt, zumindest war dies die letzten Wochen so, denn es trocknete auf, aber die Lufttemperatur braucht eine Weile, bis es wieder sommerlich warm ist.

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