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Trüber, kühler und feuchter August in Österreich

Hochsommer mangels Beteiligung abgesagt

Vor dem Sommer 2014 haben sich manche gefürchtet, weil schon die letzten Jahre unangenehm heiß waren und es in den Städten kaum abgekühlt hatte. Die heißen Pfingsten samt Temperaturen danach mit 35 Grad im Schatten bestätigten die Sorge. Aber sie war unberechtigt. Schon der Juli war sehr unbeständig und feucht, der August setzte dem noch eines drauf.

Wenige Menschen werden überrascht sein, dass die Wetterstatistik für den Monat August 2014 für Österreich ein zu kühles, zu feuchtes und zu trübes Wetter bescheinigt. Tatsächlich werden seit Ende des 19. Jahrhunderts Daten präzise gemessen und laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Wiener Hohen Warte war der August 2014 auf Platz 14 der trübsten August-Monate in der langen Datenreihe. Und es war der kühlste August seit dem Jahr 2006.

Wetter im August 2014: Temperaturen

Wetterstatistik Österreich August 2014Bei den Temperaturen lag Österreich im Durchschnitt 1,1 Grad Celsius unter den langjährigen Werten. Dabei muss man berücksichtigen, dass die langjährigen Werte die letzten 30 Jahre berücksichtigen. Wenn man nur die letzten Jahre als Vergleich heranziehen würde, wäre der Rückgang noch deutlicher, denn jene Sommer waren deutlich heißer als die langjährigen Mittel. In den Bergen gab es ein Defizit von 1,5 Grad, im Flachland je nach Region zwischen 0,5 und 1,5 Grad Celsius. Der Höchstwert wurde mit 32,5 Grad in Wolkersdorf gemessen. In den letzten Jahren wäre dies ein angenehmer Wert gewesen, weil es oft höhere Temperaturen gab.

Wetter im August 2014: Niederschlag

Ein Tief in Norditalien sorgte im Juli für unbeständiges Wetter und viele Gewitter und Starkregensituationen. Im August setzte sich das Wetter ohne einem solchen Tief fort, denn es gab von Nordwest eine Front nach der anderen und so regnete es mehr als im August üblich, allerdings österreichweit gesehen waren es nur um 15 Prozent mehr als im August langfristig gemessen wurde. Es gab aber regionale Unterschiede, denn in Ostösterreich regnete es bis zu 100 Prozent mehr als im August üblich, im Westen regnete es weniger. Vorarlberg und Teile von Tirol hatten sogar eine ausgeglichene Bilanz, in der Landesmitte waren 25 bis 75 Prozent mehr Regen gefallen.

Sonnenstunden im August

Wesentlich für das Empfinden des Wetters ist die strahlende Sonne. Diese strahlte im August 2014 in Österreich aber nicht wirklich oft, denn es gab um 19 Prozent weniger Sonnenstunden als im August üblich. Das ist ein Rückgang gleich um fast ein Fünftel und entsprechend trüb zeigte sich das Wetter auch oft. Dabei gibt es regional wenige Unterschiede. Im nördlichen Mühlviertel und Waldviertel war das Defizit jedoch mit 30 bis 35 Prozent noch ein Stück größer.

Besonderheiten im August 2014

Kein Sommerwetter: die nächste Kaltfront erreicht Österreich am Dienstag (Bericht vom 17. August 2014)

Der Juni 2014 ließ so manchen Menschen in Österreich mit Sorge Richtung Hochsommer blicken, denn nach Pfingsten hatte es an die 35 Grad Celsius im Schatten. Die Sorgen waren aber unbegründet, denn der Juli und August 2014 sind bzw. waren geprägt von sehr ungewöhnlichen Wettersituationen, wodurch es kaum zu den Hitzetemperaturen kommen konnte, die die letzten Jahre geprägt hatten. Anfang Juli machte es sich ein Tief über Oberitalien gemütlich und zog stets kühle Luft aus der Nordsee nach Mitteleuropa und das bedeutete in Kombination mit feuchter Luft aus dem Mittelmeer, dass es sehr schwül wurde und es gab ständig Gewitter. Im August ist ein anderes Problem wetterbestimmend.

Kühler August: Tief über Nordeuropa
Denn seit etwa Anfang August 2014 hat sich ein massives Tiefdruckgebiet über Nordeuropa breit gemacht. Es sorgt seit Tagen dafür, dass kühle Temperaturen und viel Regen von Nordwesteuropa über den Alpenraum bis zur Ukraine geschaufelt werden. Damit gibt es viele Tage mit vielleicht 20, manchmal 25, manchmal aber auch 15 Grad Tageshöchstwerte und zum Teil mehr als ergiebigen Regenschauer. Dass es im August einmal kühler sein kann und auch regnet, ist nicht ungewöhnlich, aber in der Form wie in der ersten Augusthälfte 2014, ist schon länger nicht mehr vorgekommen.

Der Ausblick für die nächsten Tage sieht auch nicht feiner aus, denn dieses Tief zieht zwar langsam Richtung Osten ab, es kommt aber ab Dienstag wieder kalte Luft nach Österreich und es wird auch wieder einiges an Regenschauer geben. Die Temperaturen werden österreichweit kaum über die 20 Grad-Marke reichen. In manchen Regionen ist gar mit Werten um die 12 bis 15 Grad zu rechnen - definitiv zu kalt für den Monat August.

Somit ist Wandern die bessere Option als der Besuch im Bad, denn viele Sonnenstunden sind nicht zu erwarten. Außerdem bläst ein Nordwestwind, der die Temperaturen zusätzlich kühler wirken lassen wird. Wer sich also auf eine Besserung des Wetters gefreut hat oder darauf hoffte, wird zumindest bis zum nächsten Freitag enttäuscht. Einzig der Montag ist noch als sommerlich zu definieren.

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