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Wetter im August 2011 in Österreich

Anfangs zu kalt, dann große Hitze

Unterschiedlicher hätte der Monat August 2011 gar nicht verlaufen können. Der Monat begann sehr kühl und die Tiefstwerte erinnerten eher an den Herbst als an den Hochsommer. Aber die vorletzte Woche in diesem Monat brachte so hohe Temperaturen, dass die Wetterstatistik von einem der wärmsten August-Monate seit Beginn der Aufzeichnungen spricht.

Einer der heißesten Sommer der Aufzeichnungen - trotz Fehlstarts

Wetter im August 2011 in ÖsterreichSeit dem Jahr 1767 werden Aufzeichnungen über das Wetter durchgeführt und die zehn heißen Tage im August 2011 mit Temperaturen bis zu 38,3 Grad Celsius im Schatten sorgten dafür, dass dieser Monat unter den zehn heißesten seit Aufzeichnungsbeginn zu finden ist. Die meisten Sonnenstunden gab es in Andau im Burgenland, aber generell war durch diese heiße Schönwetterphase die Quantität der Sonnenstunden österreichweit um ein Fünftel nach oben geschraubt worden.

Die Abweichung der Temperatur in Relation zum langjährigen Schnitt besträgt zwei Grad Celsius. Der heißeste Ort im August 2011 war Waidhofen/Ybbs mit 38,3 Grad, während in Mariapfarr mit 0,8 Grad der Tiefstwert erreicht wurde - entstanden in den kalten ersten Tagen des August 2011. Im Durchschnitt am wärmsten war die Wiener Innenstadt, was keine Überraschung war, weil hier die Abkühlung in der Nacht kaum funktioniert hat.

Beim Niederschlag gab es österreichweit Normalwerte, wobei punktuell doch große Unterschiede gemessen wurden. So fehlten in Krems drei Viertel des normalen Niederschlags, während in Gumpoldskirchen 65 Prozent mehr Niederschlag gemessen wurde als langfristig im August üblich. Das erklärt sich mit den heftigen Gewittern, die in manchen Orten für deutlich mehr Regen gesorgt hatten als in anderen.

Besonderheiten im August 2011

Heftige Unwetter am Beginn des August 2011 (Bericht vom 4. August 2011)

Zwei Tage lang durfte man den Sommer wieder genießen und es gab hochsommerliche Temperaturen in Österreich. Aber der Preis dafür war eine Gewitterfront, die schon um die Mittagszeit Vorarlberg erreicht hatte und am Nachmittag über Tirol nach Salzburg gezogen ist. Diese Gewitterfront zog in fast direkter östlicher Richtung weiter über die Steiermark, dehnte sich nach Kärnten aus und erreichte auch das Mittel- und Südburgenland. Die häufig gewählte Zugrichtung nach Oberösterreich und weiterfolgend nach Niederösterreich fand diesmal nicht statt, weshalb diese Bundesländer verschont geblieben sind.

Es waren vor allem die intensiven Regenfälle, die mit den Gewittern einher gezogen waren. Besonders intensiv waren die Gewitter im Grazer Raum tätig, wo gleich 600 Blitzeinschläge gezählt wurden. In Graz selbst regnete es innerhalb von einer Stunde 56 Liter pro Quadratmeter, das ist mehr Niederschlagsmenge, als in einem halben August normalerweise in Graz vom Himmel fällt.

Aber auch in Tirol und in Kärnten gab es starken Regen. Der Regen hatte die Konsequenz, dass Brücken weggeschwmmt wurden, wie dies in Langwiesen bei gleich vier Flussverbindungen der Fall war. Vermurungen und lokale Überschwemmungen gab es in einigen Regionen Österreichs, so auch im Defreggental in Osttirol.

Wie schon in den letzten Jahren zu beobachten, zeigte sich auch gestern, dass das Problem nicht die Gewitter selbst sind, sondern vor allem die ungewöhnlich intensiven Regenschauer, die binnen kürzester Zeit auf kleiner Fläche niedergehen. Kanäle können das viele Wasser gar nicht aufnehmen, kleine Bäche werden zu reissende Flüsse und Keller werden überschwemmt. Dazu gibt es Straßenbehinderungen durch Murenabgänge.

Windig und kühl im August 2011 (Bericht vom 7. August 2011)

Das Wochenende brachte wieder hochsommerliche Temperaturen nach Österreich, aber es stieg im noch stärkeren Ausmaß die Luftfeuchtigkeit an und so wurde es zum Teil drückend schwül. Aus dieser Wetterküche bildeten sich im Verlauf des Sonntag einige Gewitter und eine Kaltfront zog durch Österreich und brachte spürbare Abkühlung. Wie schon in den letzten Wochen zeigt sich, dass der Sommer 2011 immer nur tageweise stattfinden mag.

Denn schon am Montag ist es in ganz Österreich deutlich kühler und es gibt im Süden und Westen Österreichs zwar einige sonnige Abschnitte, ansonsten dominieren aber die dichten Wolken, die Regenschauer bringen. Dazu bläst heftiger und kalter Wind, sodass die Temperaturen nur auf 15 bis 22 Grad, im Südosten vielleicht auf 25 bis 27 Grad steigen.

Sonnig ist es am Dienstag dann in Ostösterreich, ansonsten gibt es weiterhin viele Wolken und einige Regenschauer. Ebenfalls ein Thema bleibt der starke Wind und die deutlich zu kühlen Temperaturen, die in manchen Regionen über 16 Grad nicht hinausgehen. Bei Sonne können sich maximal 24 Grad Celsius im Schatten ausgehen.

Der Mittwoch wird dann freundlicher, nur im Osten gibt es letzte Regenschauer. Die Sonne zeigt sich öfter, aber die Temperaturen bleiben dennoch gedämpft und liegen in einem Bereich von viel zu kühlen 14 bis 23 Grad. Der Sommer kehrt dann am Donnerstag zurück und es gibt viele Sonnenstunden und Temperaturen bis zu 27 Grad. Im Donauraum muss man sich aber auf lebhaften Wind einstellen.

Der Freitag wird mit 20 bis 28 Grad auch sommerlich warm, aber es gibt wieder einen Mix aus Wolken und Sonne, wobei sich Gewitter hinzugesellen, sodass das Wetter sehr unbeständig sein wird.

Der Sommer hat Österreich wieder gefunden (Bericht vom 13. August 2011)

Die dritte Augustwoche schaut aktueller Prognose so aus, als ob sie den lang ersehnten Sommer zurückbringen könnte. Allerdings muss zuerst die Kaltfront abgearbeitet werden, die am Feiertag über Österreich zieht.

Diese bringt schon in den Morgenstunden einiges an Regen, wobei Ostösterreich und der Südosten des Landes wetterbegünstigt sind. Hier gibt es noch Sonne und Temperaturen bis zu 28 Grad, in Westösterreich bleibt schon deutlich kühler und dort gibt es maximal 23, möglicherweise aber auch nur 16 Grad. Außerdem wird sich lebhafter Wind heben und über dem Bergland muss man mit starkem Regen rechnen.

Aber bereits am Dienstag ist die Kaltfront erledigt, nur im Osten gibt es Restbewölkung und vielleicht noch den einen oder anderen Regenschauer. Von West nach Ost setzt sich immer mehr die Sonne durch und es gibt 25 Grad Tageshöchsttemperatur, in Südösterreich können sich auch 27 Grad ausgehen. Der am Vormittag noch kühle Nordwestwind lässt auch nach.

Sommerlich ist der Mittwoch mit 20 bis 29 Grad im Schatten, wobei es in der Früh vereinzelt Hochnebelfelder geben kann und am Nachmittag können sich lokale Gewitter bilden. Diese sind am ehesten über dem Alpenhauptkamm zu erwarten. Noch wärmer wird es am Donnerstag mit 24 bis 32 Grad. Am Nachmittag können sich in Westösterreich wieder Gewitter bilden.

Die große Beständigkeit bringt diese Sommerphase aber auch nicht, denn am Freitag zieht die nächste Kaltfront durch, die in Westösterreich die Temperaturen auf 19 Grad drückt, während es im Osten tagsüber noch bis zu 31 Grad heiß sein wird. Am Abend sind Gewitter und Abkühlung aber auch hier zu erwarten.

Große Hitze mit bis zu 36 Grad im Schatten (Bericht vom 21. August 2011)

Man könnte fast auf die Idee kommen, dass der mäßige Sommer 2011 binnen einer Woche alles wieder gutmachen möchte, denn genau so schaut die kommende Woche aus. Das Wochenende war bereits sehr sommerlich heiß mit Temperaturen bis zu 33 Grad Celsius im Schatten, doch das war erst der Anfang des Sommerprogramms, das auf Österreich in der kommenden Woche wartet.

Schon der Montag bringt hohe Temperaturen von 27 bis 35 Grad im Schatten, es können aber auch 36 Grad werden. Im Gegensatz zu den Vorwochen bleibt diese Temperatur aber stabil erhalten, einzelne Gewitter sind nicht ausgeschlossen, aber es gibt keine schwülheiße Luft und Unwetter sind nicht vorgesehen. In den Morgenstunden kann es vereinzelt Hochnebel geben, der sich schnell auflöst und dann regiert die Sonne den ganzen Tag über.

Dieses Wetter bleibt am Dienstag erhalten, die Hitze geht aber noch weiter hinauf und es kann bis zu 37 Grad Celsius im Schatten geben. Leichter Ostwind verstärkt die Hitze noch zusätzlich und Gewitter bleiben eher die Seltenheit. Auch der Mittwoch bringt mit 27 bis 35 Grad große Hitze, wobei sich aber von Vorarlberg bis nach Oberösterreich und in die Obersteiermark am Nachmittag Gewitter bilden können. Wenn sich diese entwickeln, können sie auch heftig ausfallen, was angesichts der hohen Temperaturen keine Überraschung wäre.

Praktisch identes Wetter gibt es auch am Donnerstag mit Temperaturen von 26 bis 36 Grad im Schatten und vereinzelte Gewitter von Vorarlberg bis nach Oberösterreich. Auch der Freitag zeigt sich von dieser Seite, wenngleich die Gewitter in Westösterreich häufiger auftreten können.

Erst am Samstag gehen die Temperaturen leicht zurück. In Vorarlberg und Tirol muss man sich auf einige heftige Gewitter einstellen und es setzt Regenschauer ein und kühlt ab. Von Salzburg ostwärts bleibt es heiß mit über 30 Grad, aber die extremen Werte von 35 bis 37 Grad wird es nicht mehr geben.

Temperatursturz um 20 Grad zum Ende des August 2011 (Bericht vom 28. August 2011)

Im August gibt es in Österreich immer wieder heftige Gewitter und teilweise Unwetter mit Hochwasser, Murenabgänge und Sturmböen. Im Jahr 2011 verlief die Gewittersaison moderater, auch wenn es immer wieder zu lokalen Überschwemmungen gekommen war. Ereignisreich verlief auf jeden Fall aber der gestrige Samstag.

Denn es zog eine Kaltfront wie angekündigt durch und diese brachte einen beeindruckenden Temperatursturz. Auf 1.500 Meter Seehöhe gab es von Vorarlberg bis Niederösterreich heiße 25 bis 30 Grad Celsius im Schatten und in Vorarlberg verwandelte sich diese heiße Temperatur, die die ganze Woche festzustellen war, binnen Stunden in 2 bis 5 Grad und selbst auf 1.500 Meter Seehöhe setzte Schneefall ein.

Auch in Tirol war dieses Phänomen zu beobachten und natürlich später dann auch in den anderen Bundesländern, wenngleich dort kein Schneefall einsetzte. In Salzburg mussten Busse die Abfahrt verschieben, weil es zu gefährlich geworden wäre. Im Flachland ließ sich der Temperatursturz auch gut nachvollziehen. Die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz hatte am Vortag noch 36 bis 37 Grad Celisus im Schatten und erreichte am Samstag-Nachmittag gerade einmal 12 (!!) Grad - ein Minus von mehr als 20 Grad binnen weniger Stunden.

In Wien hielt sich die heiße Luft noch bis zum mittleren Nachmittag, bis der Westwind kühlere Luft brachte. Noch heißer blieb es im Südburgenland, in der Steiermark und in Kärnten. Dort entwickelten sich aufgrund der aufgeheizten Luft besonders intensive Gewitterzonen und es gab bis zu 3 cm große Hagelkörner. Österreichweit stürmte es mit teilweise über 100 km/h und am Abend war auch Wien mit den Gewittern dran.

Mit diesem Wettersturz, der lokale Überschwemmungen mit sich brachte und Bäume durch die Sturmböen umknickte, ist die Hitze der abgelaufenen Woche beendet. In der nächsten Woche wird es angenehme Sommertemperaturen von 23 bis 28, teilweise 30 Grad geben.

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