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April 2008: sehr launisches Wetter

Ein typischer April

"Der April macht was er will" ist ein altes Sprichwort, das das Wetter in Österreich im Monat April 2008 aber sehr gut zusammenfasst. Wobei es nicht nur so war, dass das Wetter typisch unbeständig war, sondern die Wettersituation wechselte von einem Extrem zum anderen, weshalb die Durchschnittswerte trotzdem fast normal waren.

Launischer April 2008 in Österreich

Wetterstatistik Österreich April 2008So begann der April 2008 gleich einmal mit einem Kälteeinbruch und tiefen Temperaturen. Bis zu -11° wurden in den Gebirgstälern in der ersten Aprilwoche gemessen, ein ungewöhnlich kalter Wert für den Monat April.

Wenige Tage später feierten einige Städte und Gemeinden neue Rekordwerte in der anderen Richtung. Denn es gab einen kleinen Vorgeschmack auf den Sommer mit Temperaturen nahe an der 25°-Zone. So gab es in der Inneren Stadt von Wien mit 24,9° einen neuen Rekord für April.

Dieses Hin und Her blieb bis zum Monatsende erhalten. Sogar heftige Gewitter hatte das Wetter im April 2008 zu bieten, wodurch die Niederschlagsmenge enorm gesteigert wurde. Generell ist die Temperatur im Westen bis Salzburg als normal zu bezeichnen, im Osten und Südosten Österreichs war es um bis zu 1,5 Grad wärmer als der langjährige Durchschnitt der letzten 30 Jahre.

Beim Niederschlag gab es von Bregenz bis nach Niederösterreich mehr Niederschlag als normal, wobei die starken Schneefälle zu Monatsbeginn beachtlich waren, die sogar bis in die Bergregionen Niederösterreichs gefallen waren. Im Osten und im Südosten Österreichs war es dafür trockener als normalerweise im April. Auffallend ist, dass Graz und die nähere Umgebung der steirischen Landeshauptstadt seit Jahresbeginn deutlich zu wenig Niederschlag verzeichnet hatte.

Das West-Ost-Gefälle gab es auch bei den Sonnenstunden. In Bregenz gab es kaum 75 Prozent der normalen Sonnenstunden im April, während in Eisenstadt und Graz überdurchschnittlich viele Sonnenstunden gezählt werden konnten. Auch in Wien lag man über dem langjährigen Durchschnitt.

Besonderheiten im April 2008

Vorbei ist es mit der Kälte (Bericht vom 9. April 2008)

Die letzten Wochen waren in Mitteleuropa geprägt von kühlem, zum Teil viel zu kaltem Wetter. Besonders zu Ostern gab es Temperaturen um den Gefrierpunkt und diese Wettersituation blieb auch nach Ostern erhalten.

Damit ist jetzt Schluss, denn mit einer Föhnzone kommt sehr mildes Wetter nach Mitteleuropa und damit auch nach Österreich. Die Luftmassen sind zwar teilweise sehr feucht, weshalb es zum einen oder anderen kurzen Regenschauer kommen kann, aber die Temperaturen klettern spürbar nach oben.

Schon heute, Mittwoch, sind Temperaturen bis zu 17 Grad Celsius im Schatten möglich, morgen werden bis zu 22 Grad erwartet. Am Samstag wird es einen leichten Temperaturrückgang geben, doch ab Sonntag geht der Frühling, nach aktuellen Wetterprognosen weiter.

Somit ist auch für die nächste Woche ein warmes und angenehmes Frühlingswetter zu erwarten und die Winterjacke kann endgültig im Kasten versteckt werden.

Darauf freuen sich die Menschen ohnehin schon und obwohl das Wetter zu Ostern angesichts des frühen Termins nicht ungewöhnlich für den Monat März war, war man vom milden Wetter im Februar verwöhnt. Dieses Wetter kehrt nun zurück und alle hoffen, dass das Wetter so mild bleiben möge.

Bis zu 30 Liter pro Quadratmeter (Bericht vom 21. April 2008)

Das Wochenende brachte schönes Frühlingswetter und am Sonntag wurden wirklich warme Temperaturen gemessen, doch damit ist es vorerst in Österreich vorbei, denn vom Südwesten strömt eine feucht-kalte Front in den Alpenraum, der Abkühlung und intensiven Regen bringen wird.

Schon zu den Mittagsstunden werden die Wolken vom Westen und Südwesten her dichter und mit ersten Regenfällen ist von Vorarlberg bis zur Steiermark zu rechnen. Diese Regenfront zieht sich von England über Frankreich und der Schweiz bis nach Oberitalien und wird das Wetter in Österreich in den nächsten Tagen bestimmen.

So ist schon heute mit Starkregen von Kärnten bis in das südliche Burgenland zu rechnen. Der Wetterdienst der Hohen Warte rechnet mit einem Niederschlag in diesen Bundesländern, der regional bis zu 30 Liter pro Quadratmeter bringen kann. Diese Niederschlagsmenge kann innerhalb weniger Stunden fallen.

Einerseits brauchen die südlichen Bundesländer den Regen, weil es zuletzt viel zu trocken war, aber dieser Starkregen ist unerwünscht. Der Regen wird sich bis zum Abend in den Osten Österreichs verlagern, wenngleich er laut Prognose an Kraft verlieren wird. Dennoch wird es bis Donnerstag, vielleicht sogar Freitag dauern, ehe der Regen abklingen wird. Immer wieder wird es in dieser Woche Regen geben, wenngleich er dann nicht mehr so intensiv sein wird. Die Temperaturen gehen auf Werte um 8 bis 15 Grad zurück.

Erst zum nächsten Wochenende hin wird es wieder wärmer werden, wobei wiederum der Sonntag der schönste Tag sein sollte. Dann kann es in Österreich Temperaturen bis zu 24 Grad geben.

Keller und Straßen betroffen (Bericht vom 23. April 2008)

Der intensive Regen, der von den Wetterdiensten für Österreich angekündigt war, traf auch fast termingerecht ein und schon recht früh am gestrigen Dienstag begann es im Westen und Süden des Bundesgebietes zu schütten.

In Kärnten war der Niederschlag besonders umfangreich, es kam aber zu keinen größeren Problemen. Die gab es dafür in einem Bundesland, in dem man dies nicht vermutet hatte - in Niederösterreich.

Besonders im Raum Tulln ging ein Gewitter nicht, das zwei Stunden intensivsten Regen brachte. Die Wassermassen waren derart umfangreich, dass der Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen konnte. Straßen waren überschwemmt, gleiches galt für etliche Kelleranlagen.

Der Starkregen reichte aus, um kleinere Bäche aus ihren Ufern austreten zu lassen. Fast 300 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um Schlimmeres zu verhindern und diese gaben in Interviews auch bekannt, dass sie so einen Regen noch selten erlebt haben.

Betroffen waren auch die Bezirke Wien-Umgebung und Korneuburg, doch am stärksten wütete das Gewitter im Bezirk Tulln. Blitzschläge beeinträchtigten auch den Bahnverkehr, weil einige Schrankanlagen ihren Dienst versagten. Und für Niederösterreich sehr ungewöhnlich war ein Ereignis auf der B 19, der Tullner Bundesstraße, denn dort ging eine Mure ab und  blockierte die Bundesstraße.

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