Sie sind hier: Startseite -> Wetter / Klima -> Wetterberichte Österreich -> Wetterberichte 2019 -> Wetter April 2019

Wetterstatistik für Österreich im April 2019

Extrem trocken im Norden und Osten, feucht im Süden und Westen

Auch der Monat März 2019 erwies sich trotz einiger kälterer Tage nach den sehr milden Wochenenden als sehr warmer Monat und zwar sowohl im Flachland als auch auf den Bergen. Der Monat April 2019 startete mit diesen Vorgaben und war in seinen ersten Tagen extrem mild, aber auch stürmisch und am 4. April gab es eine Wettersituation, die man wirklich als extrem bezeichnen konnte, denn im Osten war es fast sommerlich, im Westen schneite es. Binnen 100 km gab es unterschiedlichste Wettersituationen. Das verrückte Wetter hielt weiter an und es gab Schneefall in Kärnten und fast schon einen Föhnsturm im Osten - gleichzeitig.

Was sagt die Statistik dazu? Der Monat April 2019 war deutlich zu warm und damit der 13. Monat in Folge, in dem überdurchschnittliche Temperaturen erhoben wurden. Eine über ein Jahr hinausreichende Statistik in dieser Form gab es seit Beginn der professionellen Messungen noch nie. Beim Niederschlag gab es regional erhebliche Unterschiede.

Wetter im April 2019: Temperatur

Wetterstatistik Österreich April 2019Im Durchschnitt lag der April 2019 um 1,5 Grad Celsius über den langfristigen Werten des April, also basierend auf den Werten von 1981 bis 2010. Damit ist dieser Monat der 13. in Folge, in dem es deutlich zu warm war, wobei die Abweichungen unterschiedlich ausgeprägt waren. Vom Tiroler Unterland bis Oberösterreich sowie in der nördlichen Obersteiermark, im Südosten der Steiermark und im Südburgenland war es um 1,5 bis sogar 2,3 Grad wärmer als es sein sollte. In allen anderen Landesteilen Österreichs gab es eine Abweichung von 0,5 bis 1,5 Grad.

Auffällig war, dass es in einigen Gemeinden bis zu drei Sommertage gab. Ein Sommertag wird in der Wetterstatistik als Kenntag dann gezählt, wenn es zumindest 25 Grad im Schatten gab. Ein Sommertag im April kommt vor, der Durchschnitt geht aber von 0,5 bis 1 Tag aus - 2019 waren es 1 Tag bis 3 Tage und auch das zeigt, dass es deutlich zu warm war - trotz einiger Wintereinbrüche vor allem im Westen und Süden. Der Spitzenwert wurde am 25. April erreicht und zwar mit 28,5 Grad sowohl in Wieselburg als auch in Waidhofen an der Ybbs.

Niederschlag im April 2019

Die letzten Monate waren schon eine Plage, weil es viel zu wenig Niederschlag gab und zwar in einem Bogen von Oberösterreich über Niederösterreich und Wien bis zum Nordburgenland und der April war nicht anders. Erst zum Monatsende gab es einen richtig starken Regentag, der unglaublich wichtig für die Natur und natürlich auch für die Landwirtschaft war. Aber betrachtet man ganz Österreich, so war der April sehr unterschiedlich und auch hier zeigt sich der extreme Verlauf von Winter mit Schnee oder auch starkem Regen einerseits und Dauersonne an anderer Stelle.

Vom Tiroler Pitztal und Ötztal über Osttirl bis Kärnten mit Drautal und Gailtal gab es um 75 bis 130 Prozent mehr Niederschlag als im April üblich. Vom Flachgau über Oberösterreich bis zum Weinviertel sowie der nördlichen Obersteiermark und dem Nordburgenland gab es um 25 Prozent zu wenig Regen. Vom Innviertel bis zum Mühlviertel fehlten 50 bis 75 Prozent. Dabei haben die starken Regenfälle am 29. und 30. April noch einiges ausgleichen können, sonst wäre die Bilanz noch extremer geworden.

Sonnenstunden im April 2019

Die Niederschläge lesen sich auch bei den Sonnenstunden ab. Im Norden und Osten gab es um 10 bis 30 Prozent mehr Sonnenstunden als im April üblich. Teilweise war sogar ein Überschuss von 40 Prozent gezählt worden. Von Vorarlberg bis zum Südburgenland entsprachen die Sonnenstunden in etwa den langfristigen Daten. Im südlichen Osttirol sowie in Kärnten gab es hingegen um 10 bis 20 Prozent weniger Sonnenstunden als es eigentlich im April geben sollte.

Datenquelle: https://www.zamg.ac.at

 

Besonderheiten im April 2019

Fast-Sommer trifft auf Wieder-Winter (Bericht vom 5. April 2019)

Denn von Südost her blies der Föhn und sorgte für sehr hohe Windgeschwindigkeiten, während vom Nordwesten eine Kaltfront Vorarlberg erreicht hatte. Es kam so zu der seltsamen Situation, die man nicht häufig antrifft, dass es in Vorarlberg bei Null bis 3 Grad geschneit hat - selbst im Rheintal, während es in Innsbruck sehr milde 18 Grad im Schatten hatte mit einem föhnigen Wind, teilweise Sturm um die 70 km/h, der von Südost sehr warme Luft brachte.

Was den Wind betrifft, hatten die Leiser Berge in Niederösterreich mit 101 km/h die Nase vorne, was die Temperatur betraf, gab es in Oberösterreich verbreitet um die 20 bis 21 Grad und damit war es einmal mehr viel wärmer, als es Anfang April eigentlich in Österreich sein sollte.

Doch richtig extrem war, dass binnen 50 bis 70 Kilometer Distanz Winter und Frühling oder Fast-Sommer aufeinandertrafen. Dort, wo es geschneit hatte, gab es zum Teil 60 cm Neuschnee wie etwa in Sillian, auch Lienz bekam 45 cm ab, denn die Front zog in südöstlicher Richtung von der Schweiz und Vorarlberg in Richtung Osttirol und Kärnten weiter. Damit wurde es auch im Süden Tirols sehr winterlich. Bereits am heutigen Freitag hatte sich die Lage aber wieder beruhigt und der Niederschlag aufgehört. Der Rest der Front sollte bis zum Nachmittag nach Osten ziehen. Der Grazer Raum könnte einiges an Regen abbekommen, was ohnehin dringend nötig wäre, auch in Wien könnte es regnen - aber nicht viel. Damit kühlt es auch ab, doch in den nächsten Tagen gibt es wieder Temperaturen von 15 bis 20 Grad.

Palmsonntag brachte kalte Luft, Ostern bringt den Sommer (Bericht vom 15. April 2019)

Der Start in die Osterferien erfolgte in Österreich auf sehr kühle Art und Weise, weil ein Wind aus Nord bis Nordost sehr kühle Luftmassen speziell nach Ostösterreich brachte. Im Bergland schneite es zum Teil bis auf 500 Meter herab und es gab reichlich Wolken und erfreulicherweise auch etwas Regen, vor allem in der Steiermark, wo er auch benötigt wurde. Allerdings war der Regen nicht so ergiebig, wie dies gewünscht wäre, weil die Steiermark, speziell der Grazer Raum, aber auch zum Teil das Südburgenland seit Monaten viel zu wenig Niederschlag abbekommen haben.

Etwas Regen gab es in ganz Österreich, auch im Wiener Raum, der seit Wochen ebenfalls wieder auf der sehr trockenen Seite zu finden ist. Präsent war in Wien und Niederösterreich oder generell auch im Donauraum der kalte Wind, denn die Temperaturen gingen gar nicht so extrem nach unten. In St. Pölten gab es um die 6 bis 7 Grad, in Wien waren es zum Teil 8 oder 9 Grad und nicht die angekündigten 4 Grad Tageshöchstwerte. Aber natürlich war das kälter als es knapp vor Mitte April sein sollte.

Doch schon mit dem Beginn der Karwoche verändert sich die Sachlage, weil ein kräftiges Hochdruckgebiet in den Alpenraum zieht und mit jedem Tag wird es wärmer und zwar spürbar wärmer. In Westösterreich ist man immer um 1 bis 2 Grad wärmer unterwegs als in der Osthälfte und es wird schon am heutigen Montag um die 17 Grad Tageshöchstwerte geben, im Osten 15 bis 16. Bis zum Freitag gibt es aber in ganz Österreich um die 20 Grad und ein vorsichtiger Ausblick der Wetterdienste spricht von bis zu 24 Grad im Schatten, was das Osterwochenende betrifft. Der Palmsonntag mag zu kalt gewesen sein, der Ostersonntag könnte das kompensieren und wird wohl zu warm werden.

Hochsommer zu Ostern (Bericht vom 20. April 2019)

Bereits der März 2019 brachte das Phänomen, dass genau zu den Wochenenden sehr warmes, meist überdurchschnittlich warmes Wetter angeboten wurde und nach dem Wochenende ging es mit der Temperatur zurück. Viel Regen gab es aber nicht und es blieb meist auch mild. Das Osterwochenende 2019 setzt auf diese Entwicklung noch eines drauf und bringt Temperaturen um die 20 bis sogar 25 Grad Celsius im Schatten. Ab 25 Grad spricht man von einem Sommertag im Sinne der meteorologischen Kenntage und im April werden diese immer öfter, sind aber trotzdem sehr frühe Sommertage.

Schon der Karsamstag brachte 25 Grad im Schatten bei der Universität zu Innsbruck und damit einen offiziellen Sommertag, aber der Ostersonntag und der Ostermontag könnten diesen Wert noch toppen. Der Samstag war bereits der wärmste Tag des Jahres 2019, eine Steigerung ist zu erwarten.

Was aber auch auffällt und nicht wirklich gut ist, ist die Luftfeuchtigkeit. Denn etwa in Wien gab es in den Abendstunden einen Wert von gerade einmal 18 % und das ist für die Natur wenig berauschend. Es fehlt in großen Teilen Österreichs ohnehin schon der Niederschlag und wenn die Luft so ausgetrocknet ist, dann ist das für die spätere Ernte keine gute Voraussetzung. Seitens der Landwirtschaft wird die extreme Trockenheit bereits beklagt. Ganz übel war es im letzten Jahr in Vorarlberg und Oberösterreich, das Winterhalbjahr war speziell in der Steiermark wie dem Grazer Raum so trocken wie wohl überhaupt noch nie. Und wenn darauf jetzt ungewöhnliche Hitze samt extrem trockener Luft kommt, verbessert das die Lage nicht gerade.

Hilfe könnte der Dienstag bringen, weil dann kommt ein Italientief und sollte Kärnten und der Steiermark Regen bringen. Ob dieser auch bis nach Wien oder Niederösterreich kommen kann, ist noch unsicher. Genau dort bräuchte man auch zwei Tage Landregen.

Extrem heiß und ziemlich winterlich (Bericht vom 29. April 2019)

Der April macht, was er will - so heißt es allgemein und das stimmt sehr häufig auch. Denn im April hat die Sonne schon eine Kraft, steht hoch am Himmel und kann die Feuchtigkeit von der Nacht aufsaugen, wodurch leichter eine Gewittertätigkeit entstehen kann. Auch der Wechsel von Hochdruckgebiet und Tiefdruckgebiet erfolgt rasch, ergo gibt es viel Wind. Doch der April 2019 hat vor allem in seiner letzten kompletten Woche es etwas übertrieben.

Im Osten entstand fast schon ein Föhnsturm, Windspitzen von 60 km/h waren keine Seltenheit. Und die Folge waren Temperaturen weit über den für April üblichen Werten mit 25 Grad Celsius im Schatten, was einem Sommertag entspricht - oder darüber hinaus. In Oberösterreich gab es gar 29 Grad und man hat fast den Hitzetag oder heißen Tag bei 30 Grad erreicht. Am Donnerstag war es ganz extrem, denn während es im Osten und auch Norden hochsommerliches Schwitzen in der Sonne gab, schneite es im Bregenzerwald und es gab Temperaturen von nicht einmal 5 Grad plus. Denn eine Kaltfront hatte Westösterreich erreicht.

Diese Kaltfront zog mit starkem Wind immer weiter ostwärts, brauchte aber trotzdem bis zum Wochenende, um die kurze Hitzephase abzudrehen. Und das war auch das Problem, weil eigentlich hätte es am Wochenende von Oberösterreich bis Wien regnen sollen und das wäre dringend nötig, weil die Trockenheit der letzten Monate war einmal mehr extrem ausgefallen. Aber außer ein paar Tropfen tat sich etwa in Wien nichts, auch im Weinviertel wartete man vergebens.

Niederschlag gab es, aber im Süden und in einer Form, die man Ende April zwar auch ab und zu antrifft, aber 60 cm Neuschnee ist selbst für das Nassfeld untypisch und es gab auch Schneeflocken bis in die Täler herab. 25 Liter Niederschlag in 24 Stunden kam in einigen Kärntner Regionen zusammen.

Aber der Regen erreichte den Osten doch und zwar am heutigen Montag. Es sind keine großen Regenmengen, doch die heiße Sonne hat nach längerem wieder einmal Pause und der Dienstag wird nass verlaufen, besonders im Mostviertel, wo man den Niederschlag ohnehin braucht. Die feuchte Luft kommt aus dem Nordosten, aus Tschechien und der Slowakei und so regnet es in ganz Niederösterreich, auch in der Obersteiermark und in Oberösterreich sollte es nass werden. Aber der Mittwoch-Feiertag bringt wieder Sonne und Temperaturen um die 15 bis 18 Grad.

Glaubt man aber den Wettermodellen, so wird der Mai kalt beginnen. Für das nächste Wochenende sind um die 5 bis 7 Grad angekündigt und das ist für Anfang Mai nun wirklich ziemlich frisch.

Ebenfalls interessant:

Wetter im Sommer 2019

Wetterprognose für den Sommer 2019 in Österreich und den Alpenraum basierend auf der errechneten langfristigen Temperatur im Vergleich zu langfristigen Werten.

Wetter im Winter 2018/19

Langfristige Wettervorschau für den Winter 2018/19 in Österreich und Mitteleuropa mit den Temperaturen von Dezember bis Februar aufgrund langfristiger Wettermodelle.

Wetter im Winter 2019/20

Langfristige Wettervorschau für den Winter 2019/2020 in Österreich und Mitteleuropa für die Monate Dezember bis Februar mit dem Vergleich der langfristigen Daten.

Wetter Jänner 2019

Die Wetterstatistik für den Jänner 2019 zeigt, dass es extreme Unterschiede beim Niederschlag zwischen Nord und Süd gab und auf den Bergen war es kalt wie schon lange nicht mehr.

Wetter Februar 2019

Die Wetterstatistik für den Februar 2019 offenbart einen sehr warmen und zum Großteil viel zu trockenen Februar und einen besonders warmen Februar 2019 auf den Bergen.

Wetter März 2019

Wetterstatistik und Wetterberichte über das Wetter in Österreich im Monat März 2019 mit Besonderheiten wie Sturmtief oder viel zu milden Temperaturen.

[aktuelle Seite]

Wetter April 2019

Wetterstatistik und Wetterberichte über das Wetter in Österreich im Monat April 2019 in Bezug auf Wetterextreme, Temperatur, Sonnenstunden und Niederschlag.

Wetter Mai 2019

Der Mai 2019 war in Österreich überraschend kalt, trüb und sehr feucht, womit die lange Reihe der zu warmen Monate durchbrochen wurde - gut für das Grundwasser, weniger für Fr

Wetter Juni 2019

Der Juni 2019 war in Sachen Wetter in Österreich der wärmste Junimonat seit Beginn der Aufzeichnungen mit fast 5 Grad Überschuss und fast 50 % mehr Sonnenstunden.

Wetter Juli 2019

Das Wetter im Juli 2019 brachte zwei Hitzewellen und eine kühlere Wetterphase, aber dennoch deutlich zu warme Temperaturen.

Wetter August 2019

Wetter in Österreich im August mit zahlreichen Gewittern, Unwettern und einer anfänglich sehr labilen Wetterlage aus Südwest kommend.

Wetter September 2019

Das Wetter in Österreich im September 2019 lag statistisch knapp über Normalwert bei der Temperatur, war im Osten aber auch deutlich zu trocken.

Wetter Oktober 2019

Das Wetter im Oktober 2019 in Österreich brachte ungewöhnlich warmes Wetter mit vielen Sommertagen sogar noch im letzten Drittel des Monats.

Wetter November 2019

Der Monat November 2019 begann in Sachen Wetter in Österreich mit intensiven Regen im Südwesten und föhnigem, warmen Wetter in Ostösterreich.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Wetterberichte 2019

Startseite Wetter