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Zu warmer und unterschiedlich feuchter April

Teilweise Ende der Trockenheit, teilweise aber auch nicht

Das Wetter im Monat April 2014 erwies sich in Österreich als sehr wechselhaft mit viel Sonne, aber auch Gewitter und einiges mehr an Regenschauer als in den Monaten davor, zumindest was den Osten Österreichs betrifft. Der Haken steckt im Detail, denn nicht jede Region hat den dringend genötigten Regen abbekommen.

Wetter im April 2014: die Temperatur

Bei der Temperatur hat sich gezeigt, dass der April 2014 gefühlt eher kühler ist und dass es immer wieder regnet, die Statistik weist den April 2014 aber als den zehntwärmsten in der Geschichte seit dem 18. Jahrhundert aus. Es ist wohl richtig, dass es regional deutlich mehr geregnet hatte als zuletzt, aber die Temperaturen waren häufig auf hohem Niveau. Somit ergab sich ein Plus von 1,9 Grad Celsius im Vergleich zu den langjährigen Werten. Es war dies also ein milder Monat, aber nicht der erste - wenn man die letzten Jahre heranzieht, in denen der April immer wieder auf der milderen Seite zu finden war.

Wetter in Österreich: der Niederschlag

Wetterstatistik Österreich April 2014Ein positives Signal brachte der April 2014 aber für die Landwirtschaft in einigen Regionen Ostösterreichs. Dort, wo es fast neun Monate kaum bis gar nicht geregnet hatte, gab es zum Teil bis zu 75 % mehr Regen als im April üblich. Der Haken im Detail besteht darin, dass es aber weiterhin Regionen gibt, die nach Regen rufen müssen wie zum Beispiel der Norden Niederösterreichs. Zwar hat das Waldviertel und Weinviertel deutlich mehr Niederschlag erhalten, aber der äußerste Norden nicht. Die Daten der ZAMG auf der Hohen Warte weisen beispielsweise für Retz einen Niederschlag seit Oktober 2013 von nur einem Zentimeter (!) Niederschlag aus. So wenig hatte es zuletzt 1895 geregnet.

Generell hat sich das Problem der Trockenheit aber entschärft. Es wird vom Mai abhängen, wie die Entwicklung sich fortsetzen wird, denn natürlich bräuchten die Böden jetzt weiteren Niederschlag, um die Trockenheit wirklich zu entsorgen. Abseits von Ostösterreich war es zum Teil zu trocken wie in Westösterreich oder auch in Teilen von Oberösterreich.

Sonnenstunden im Schnitt

Bei den Sonnenstunden gab es die übliche Menge, wie sie im April zu erwarten war. In Vorarlberg war ein leichtes Plus von bis zu 20 Prozent erreicht worden, ansonsten gab es keine Besonderheiten.

Besonderheiten im April 2014

Kaum Regen von Salzburg bis zum Burgenland (Bericht vom 6. April 2014)

Das Wetter in Österreich brachte 2013 die unterschiedlichsten Extreme. Nach sehr viel Schnee bis in den April hinein und extremen Regen Ende Mai gab es ein weiteres Jahrhunderthochwasser, von dem manche Regionen mehr und manche weniger betroffen waren. Diesem folgte eine Trockenperiode, wie sie Österreich selten erlebt hatte.

Trockenheit in Österreich - Sommer 2013
Denn nach den sehr feuchten ersten Tagen des Juni 2013, die das Hochwasser verschärft hatten, folgten trockene und sehr warme Tage bis Ende August. Es gab so gut wie keinen Regen, erstmals mehr als 40 Grad Celsius im Schatten in Österreich und hochsommerliches Badewetter im Wochentakt. Über Wiesen konnte man kaum gehen, weil es schon fast Staubwüsten waren und diese Situation war für die Bauern und ihre Tiere wenig förderlich, weil damit das Futter knapp wurde.

Es gab aber keine Besserung. Der Herbst war relativ normal, aber brachte keinen kompensierenden Regen. Es gab stets Ausflugswetter und zwar keine extreme Trockenheit, aber auch keine Entlastung. Viele Almtiere mussten aus Futtermangel früher von den Bergen geholt werden als üblich.

Trockenheit in Österreich - Winter 2013/14
Entlastung brachte auch der Winter nicht - im Gegenteil. Es regnete und schneite kaum und für viele kleine Skigebiete war der Winter ein wirtschaftlich starkes Problem. Vor allem nördlich der Alpen gab es kaum Niederschlag. Die Ausnahme war der Bereich von Osttirol bis Kärnten und Teile der Steiermark, denn hier gab es zuviel von allem - Schnee und Regen. Hohes Grundwasser und meterhohes Material an Schnee hätte man gerne zum Teil abgegeben, der Norden hätte dies auch gerne genommen.

In Summe gab es von Salzburg bis zum Burgenland vielleicht etwas mehr als ein Drittel der Niederschläge, die sonst üblich wären. Und nach dem trockenen Sommer 2013 war das definitiv keine gute Nachricht. Auch der März und die ersten Tage im April waren wenig hilfreich. Der März 2014 war überhaupt der zweitwärmste der Geschichte und lud zum Reisen und für Ausflüge ein. Regen? Mangelware. In manchen Gebieten regnete es fast überhaupt nicht.

Hoffnung Regenphase
Zwar setzen nun ein paar gewittrige Regenschauer ein, aber das ist viel zu wenig, um dem Getreide zu helfen oder auch um die Bäume zu unterstützen. Es müsste schon eine ganze Woche intensiv regnen, um den monatelangen Mangel an Feuchtigkeit kompensieren zu können, doch so eine Wetterphase ist nicht in Sicht. Damit wird die Trockenheit für die Landwirtschaft zum echten Problem und das kann sich auch auf die Lebensmittelpreise auswirken, wenn der Monat April nicht bald dichte Wolken und viel Regen liefert.

Aber nicht nur die Landwirtschaft hat ein Problem. Durch die große Trockenheit und die milden Temperaturen setzen auch die Belastungen für die Allergiker früher ein. Doch dies heißt nicht, dass die Belastung auch früher endet - die Belastung verlängert sich vielmehr, was wenig erfreulich für die betroffenen Menschen ist.

Später Winter: genau zum Ende der Winterreifenpflicht kommt Schnee (Bericht vom 15. April 2014)

Der 15. April 2014 ist eigentlich jener Tag, an dem die Pflicht für die Winterreifen endet und damit sollte die Bereifung mit Sommerreifen völlig ausreichen. Zufall oder nicht - das Wetter in Österreich hat mit einer Kaltfront aus West bis Nordwest dafür gesorgt, dass die Winterreifen doch noch wichtig sind und prompt kommt es auch zu vielen Problemen auf Österreichs Straßen.

Schneefall bis 500 Meter herab
Selbst zu den Mittagsstunden schneit es etwa im oberösterreichischen Windischgarsten auf knapp über 600 Meter Seehöhe oder auch in Lunz am See in Niederösterreich. Schneefall gibt es auch in Salzburg und in der Steiermark, sonniger hingegen in Westösterreich und in Kärnten und Osttirol. In einigen Regionen hat sich in der Zwischenzeit der Niederschlag aufgehört und so kommt immer wieder die Sonne durch, wobei ein typisches Aprilwetter mit raschem Wechsel von Wolken, Niederschlag und Sonnenschein erlebt werden kann.

Für das Autofahren ist der 15. April 2014 eine Herausforderung, weil schon viele Leute auf Sommerreifen umgesteckt haben. Lastkraftwagen sind mehrfach auf der Mariazeller Bundesstraße hängen geblieben, Straßen mussten in der Steiermark gesperrt werden und auch auf der Westautobahn gab es in den Morgenstunden teilweise Schneefahrbahn. Berücksichtigt man, dass es im März schon bis zu 24 Grad Celsius im Schatten gehabt hat, ist diese Winterdemonstration erstaunlich und überrascht dann doch die Menschen.

Kalte Frühwerte
Und Vorsicht muss man auch in den nächsten Tagen walten lassen, denn vor allem in den Alpenregionen wird es kalte Frühwerte geben, die sich um den Gefrierpunkt oder knapp darunter präsentieren können. Auch in Ober- und Niederösterreich kann es in der Früh sehr kalt sein, womit man seine Fahrweise vor allem bei Kurven auf den Landesstraßen anpassen muss. Die Tageshöchstwerte steigen bis zum Osterwochenende wieder an, in der Früh ist es aber auch dann noch mit 4 bis 9 Grad Celsius recht kühl.

Osterwetter
Nach Stand der Dinge wird der Karsamstag der schönste Tag der Ostern 2014 und bringt einen Wechsel von Wolken und Sonne, wobei die Sonne überwiegen wird. Die Werte steigen auf 17 bis 20 Grad Celsius im Schatten. Der Freitag und Sonntag bringen auch wechselhaftes Wetter und 15 bis 18 Grad, am Montag kann es auch kurze Schauer geben.

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[aktuelle Seite]

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