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Sturmschäden in Österreich

Orkanböen bis zu 180 km/h

Durch die großen Temperaturunterschiede zwischen Nordeuropa (sehr kühl) und Südeuropa (mild) entstand ein Sturmtief, das von Deutschland bis Polen für erhebliche Schäden und auch in Österreich am gestrigen Sonntag, den 29. Oktober 2017, für große Probleme und viel Arbeit für die Feuerwehren gesorgt hat.

Sturmschäden in Österreich

Sturmschäden in ÖsterreichDer große Temperaturunterschied zwischen Nordeuropa und Südeuropa kann nur durch den Wind ausgeglichen werden und je größer die Differenz ist, umso stärker fällt der Wind aus. Das ist die Wetterküche, die zu den Herbststürmen führen kann und am gestrigen Sonntag erlebte Österreich einen ungewöhnlich starken Sturm, weil auch im Flachland Windspitzen bis zu 140 km/h gegeben waren. Der Spitzenwert wurde am Feuerkogel mit 179 km/h gemessen, in Enns gab es Stationsrekord mit 140 km/h - allerdings gibt es die Wetterstation noch nicht lange.

Viele Sturmrekorde sind seit 2007 gegeben, als das Sturmtief Kyrill große Schäden angerichtet hatte. Zum Beispiel am Feuerkogel gab es in jenem Jänner 207 km/h Windspitze, davon war man gestern doch deutlich entfernt. Die Situation war aber trotzdem gefährlich genug, aber die Menschen haben richtig reagiert und die Sturmwarnung ernst genommen, die es seit Freitag bereits gegeben hatte. Schon am Freitag waren starke Windböen zu spüren und am Abend des Samstag ging es dann richtig los mit dem Sturm und letztlich auch mit den Orkanböen.

Die stärksten Windböen laut ZAMG:

Wo?BundeslandWindspitze (km/h)
Feuerkogel Oberösterreich 178,9
Semmering/Sonnwendstein Niederösterreich 173,2
Jauerling Niederösterreich 151,2
Dachstein/Hunerkogel Oberösterreich 149,4
Buchberg Niederösterreich 147,2
Leiser Berge Niederösterreich 143,3
Enns Oberösterreich 140,0
Rudolfshütte Salzburg 138,6
Irdning/Gumpenstein Steiermark 137,5
Schmittenhöhe Salzburg 136,8

 

Stromausfälle, umgestürzte Bäume

Ein Klassiker für die Arbeit der Feuerwehr sind umgestürzte Bäume. Sie blockieren Straßen, unterbrechen Stromleitungen und können für große Gefahr sorgen, wenn man sich in ihrer Nähe aufhält. Ein Mofafahrer verletzte sich schwer, weil er mit seinem Gefährt gegen einen umgestürzten Baum gefahren ist, aber ansonsten wurden nach bisherigen Berichten keine Menschen verletzt. Die meisten blieben zu Hause, so wie das auch empfohlen worden war. Da es ein Sonntag war, ging das auch leichter als an einem Werktag und da es außerdem zum Teil heftig geregnet hatte, zum Teil sogar mit Gewitter als Beilage, war die Lust auf einen Spaziergang ohnehin gering.

In Niederösterreich und Oberösterreich waren gleich mehrere tausend Haushalte ohne Strom, weil die umgestürzten Bäume die Leitungen durchtrennt haben. Für die Serviceteams war das eine mühevolle Arbeit, weil kaum dass man ein Problem behoben hatte, war an anderer Stelle das nächste erfolgt. Gleiches galt für die Berufsfeuerwehr in Wien sowie die vielen Feuerwehrverbände von Salzburg ostwärts mit vielen Einsätzen.

Schon vor dem Sturm wurden in Wien und Salzburg die Parks und Friedhöfe aus Sicherheitsgründen gesperrt. In Wien selbst wurde dann der Hauptbahnhof auch gesperrt, weil durch ein Nachbargebäude, an dem gerade gebaut wird, Bauteile auf den Platz vor dem Bahnhof gestürzt sind. Die Lage war viel zu gefährlich und so wurde der Bahnhof gesperrt, ergo gab es ziemliches Chaos im Bahnverkehr, der über die Station Meidling abgewickelt werden musste.

Wie geht es weiter?

Das Sturmtief zog weiter nach Osten und auf seiner Rückseite bringt er mit lebhaftem Nordwestwind kalte Luft nach Österreich. In Ostösterreich gibt es am heutigen Montag weiterhin starke Windspitzen mit bis zu 70 km/h, aber die Gefahr ist gebannt. Lebhaft ist der Wind am Dienstag auch noch, doch die Windgeschwindigkeit lässt weiter nach. Es bleibt kühl bei um die 10 Grad, nur im Süden können auch 13 Grad möglich sein.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 30. Oktober 2017]



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