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Silvesterwetter im Osten kalt, im Westen mild

Kalte Luft kommt aus Nordost

Der Hochsommer 2015 brachte Österreich deutlich heißere Durchschnittstemperaturen als langfristig üblich, alleine der Juli 2015 war um 3,1 Grad wärmer als normalerweise. Doch der Dezember 2015 wird um die 3,8 Grad wärmer sein und das ist nur ein Beispiel für die zum Teil dramatischen Wetterveränderungen. International bietet das Wetter das volle Programm samt Katastrophen. In Australien brennen einmal mehr die Büsche und vernichten Häuser und kleine Orte. In China und Italien sorgt das Wetter für die höchste Smog-Alarmstufe, wobei das natürlich auch selbstgemacht ist.

In Venedig wiederum stecken die Boote im Schlamm, weil das Wasser fehlt. Davon haben die Engländer dafür mehr als genug, weil ganze Landstriche unter Wasser stehen. In den USA gibt es überhaupt eine ganze Palette an ungewöhnlichen Wetterereignissen. Vom Schneesturm über Hochwasser bis zu Tornadoserien, die 20 Tote gefordert haben, reicht die Liste der Wetterwarnungen und -ereignisse.

Wetter in Österreich: Schnee ist Mangelware
Und in Österreich? Da öffnen Sommerrodelbahnen wie jene am Wechsel, weil es überall grün ist. Die viel zu warmen Werte haben aber nicht nur im Flachland und im Osten Österreichs die kleinen Skigebiete unter Druck gesetzt, auch die großen Anlagen im Westen sind betroffen und wer die langen Abfahrten nutzen will, sollte sich Wanderschuhe anziehen. Tatsächlich wurden über Weihnachten sogar die Almenwanderungen als Alternative angeboten, weil das Skifahren und Snowboarden vielfach nicht möglich ist.

Dort, wo es Schnee dank künstlicher Beschneiung gibt, ist meist ein schmales Band vorhanden und die Auflage ist sehr hart. Schwere Unfälle sind bereits mehrfach die Folge geworden. Schlimme Verletzungen und auch Todesfälle mussten bereits gemeldet werden.

Es wird kälter
Aber der Jänner könnte sich doch winterlicher gestalten, denn vom Osten kommen in den nächste 48 Stunden deutlich kältere Luftmassen und in Ostösterreich gibt es Dauerfrost. Es sind keine dramatischen Temperaturen zu erwarten, aber die Werte bleiben zum Beispiel in Wien unter dem Gefrierpunkt und damit gibt es auch eine kalte Silvesterfeier. Ganz anders sieht es dort aus, wo man Schnee dringend bräuchte: im Westen bleibt es deutlich wärmer, in Innsbruck könnte es am 31. Dezember wieder um die neun Grad Celsius geben, am 1. Jänner wird man wohl um die drei bis fünf Grad erreichen. Damit kühlt es auch dort ab, aber nicht so, dass man von einem Winter sprechen könnte.

Natürlich hilft die Abkühlung auf den Bergen, weil man dann stärker beschneien kann. Aktuell ist das bei zwei Grad Morgentemperaturen in 2.500 Meter (!) fast nicht möglich. Bis zum Wochenende wird es im Westen in Tallagen auf etwa ein bis drei Grad abkühlen und damit werden normalere Werte erreicht, im Osten bleibt es bei leichtem Dauerfrost und somit eher einem winterlichten Gefühl nach einem fast frühlingshaften Dezember 2015.

Allerdings: Schnee von oben bleibt auch bei kälteren Werten Mangelware. Wer Schnee haben möchte, muss ihn sich selbst herstellen, denn es kommt zwar vom Kontinent kalte Luft nach Österreich, aber diese ist trocken. Niederschläge sind nicht zu erwarten.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 29. Dezember 2015]

Siehe auch
Wetterberichte 2015

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