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Hoch Brigitta sorgt für trockene Kälte

Sehr kalte Nächte, frische Nachmittage

Die letzten Jahre haben den Menschen beigebracht, dass der Winter immer mehr zurückgezogen agiert und die Sommer immer heißer werden. 15 Grad Celsius im Schatten an einem Jännertag waren gar nicht mehr so besonders, auch wenn die Statistik anderes berichtet. Dass es auch anders geht, zeigt der Jänner 2017, der möglicherweise zum kältesten in Österreich seit 1987 werden könnte - das hängt vor allem von der letzten Woche ab, aber es sieht so aus, als ob bis zum Monatsende die kalte und trockene Luft erhalten bleibt. Zu verdanken ist dies einem massiven Hochdruckgebiet, das den Namen Brigitta erhielt.

Hoch Brigitta sorgt für trockene Kälte
Die Luftfeuchtigkeit spielt wie der Wind eine große Rolle beim Empfinden der Temperatur. Wenn es im Sommer sehr warm und gleichzeitig auch feucht ist, schwitzt man besonders stark. Ist es hingegen sehr warm und trocken, dann schwitzt man viel weniger. Umgekehrt sorgt feuchte Luft im Winter dafür, dass man nicht so friert. Ist es hingegen eine trockene Luft, dann gibt es mehr Erdabstrahlung und man friert viel stärker und die Kälte wirkt auch stärker auf das Mauerwerk - man muss daher viel mehr heizen.

Genau so eine trockene Phase entstand durch das Hoch Brigitta. Die Luft ist in großen Teilen Österreichs klar, die Erdabstrahlung stark und das hat natürlich Folgen.

kalt und trocken in Österreich

Denn die Nächte sind klirrend kalt mit Werten um die -5 bis -20 Grad Celsius, wobei die -5 eher in Städten wie Wien erreicht werden und bei doch einfallenden Nebel wahrscheinlicher sein, bei klarer Nacht sind auch in Wien -10 Grad möglich, speziell in den Außenbezirken. Inneralpin gibt es hingegen verbreitet Werte um die -10 bis -20 Grad und es ist bitterkalt. Umgekehrt hat man dafür strahlenden Sonnenschein von früh bis spät und eine Fernsicht auf den Bergen von 100 oder mehr Kilometer - man glaubt sogar, die weit entfernten Berge angreifen zu können, so gut ist die Fernsicht schon seit Tagen.

Und daran wird sich auch nichts ändern. Die Nächte bleiben auch in der vierten Jännerwoche kalt, die Tage werden etwas milder, es gibt entweder etwas Nebel in den Niederungen oder überhaupt Sonne pur. Die Temperaturen steigen am Wochenende und in der nächsten Woche auf knapp über Null Grad, eine Wetteränderung mit deutlichen Plusgraden ist vorerst nicht in Sicht und wird im Jänner vielleicht auch gar nicht mehr möglich sein.

Brigitta wirkt in ganz Europa
Schon seit Wochen gibt es viele Meldungen über extreme Wetterverhältnisse wie Schnee in der Sahara, in der Türkei oder auch in Südspanien und Griechenland. Durch das ausgedehnte Hochdruckgebiet Brigitta können Tiefdruckgebiete aktuell das Wettergeschehen in Europa kaum beeinflussen und so werden sie abgeleitet und sorgen für Schneefall in Gebieten, die selten die weiße Pracht erleben.

Und manchmal kommen Katastrophen sogar zusammen wie in Mittelitalien, wo durch den strengen Winter viel Schnee gefallen war und dann die Erdbebenserie erfolgt war - ausgerechnet dort, wo im August und Oktober 2016 bereits viele Schäden und 300 Todesopfer zu beklagen waren. Durch das Erdbeben hat es sogar Lawinenabgänge gegeben und in einem Fall fürchtet man bis zu 35 Tote.

Trotz Klimawandel und deutlich zu milden Wintern in den letzten Jahren zeigt sich im Jänner 2017, dass es den echten Winter mit sehr kalten Temperaturen und starken Schneefall weiterhin noch gibt. Vielleicht ist er deutlich seltener geworden, aber rechnen muss man immer damit.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 20. Jänner 2017]

Siehe auch
Wetterberichte 2017

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