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Höchste Hitzewarnung für Ostösterreich

Bedrohung vor allem für Kleinkinder und alte Leute

Der Juli 2015 war der heißeste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen und diese wurden vor etwa 250 Jahren in der heute bekannten Form gestartet. Damit war man auch heißer unterwegs als im schon heißen Sommer 2013 und die Menschen hofften auf angenehmeres Sommerwetter im August, aber das Wetter hatte eine andere Strategie gewählt und intensivierte das Hitzeproblem zusätzlich. Wie eine Brücke kann man die Reihe der Hochdrucksysteme im Zusammenhang sehen, die von Afrika in nordöstlicher Strömung nach Mitteleuropa kommen und weiter nach Osteuropa ziehen. Der gesamte Kontinent von Spanien bis Norddeutschland, von Italien bis zur Ukraine unterliegt heißen Temperaturen, wobei der Hitzepol vor allem in den östlicher gelegenen Regionen zu finden ist wie Ostösterreich, während in Westösterreich oder der Schweiz Gewitter für etwas Entspannung sorgen können.

Höchste Hitzewarnung für Ostösterreich
Nicht nur, dass man nach der Hitze im Juli Entspannung gebraucht hätte, verlängert sich diese Wettersituation sogar noch. Ende Juli wurde es kurz kühler, vor allem gab es zwei bis drei wirklich frische Nächte, wodurch man die Räume gut abkühlen konnte, aber seit einer Woche gibt es wieder Hitze pur in ganz Österreich mit Temperaturen von 30 bis 37 Grad Celsius im Schatten. Ein Problem, das dabei speziell Wien, aber auch die Bundesländer Niederösterreich und das Burgenland, zum Teil sogar Oberösterreich betrifft, ist die geringe Abkühlung in der Nacht. Temperaturen von 23 Grad sind in der Wiener Innenstadt keine Seltenheit und manchmal sind es gar 25 Grad. Das gilt vor allem für die nächsten Tage.

Werte von 38 Grad im Schatten als Höchstwert treffen auf viel zu warme Nächte, wodurch es keine Entspannung für die Menschen geben kann. Die Hitzebelastung ist für Leute mit Kreislaufproblemen besonders hoch und Effekte wie Schwindelgefühle können schnell auftreten. Viel Trinken ist die Devise und nicht sich der Sonne aussetzen. Mit der roten Warnstufe als höchste Hitzewarnung wird vor allem darauf hingewiesen, dass Kleinkinder und alte Leute nicht lange der Sonne ausgesetzt sein sollten. Aber generell sollte man den Schatten aufsuchen, den Sport reduzieren und in die Morgenstunden verlegen und sich gut abkühlen.

Viel Wasser trinken ist ein wichtiger Tipp, tagsüber abdunkeln und in der Nacht lüften und sich auch gegenseitig helfen, zum Beispiel ältere Menschen in der Nachbarschaft fragen, ob Hilfe notwendig ist.

Weiterer Verlauf der Hitze
Die Hitzephase, die nun schon über eine Woche andauert, wird in Ostösterreich noch zumindest bis zum nächsten Wochenende weitergehen, wobei es ab dem Freitag, den 14. August, mit den Temperaturen auf etwa 30 Grad "hinuntergehen" kann. Im Westen gibt es schon dieses Wochenende einige Gewitter und bei der aufgeheizten Luft wohl auch Unwetter. Man hat es mit 28 bis 32 Grad etwas "kühler", aber dafür einen gefährlichen Mix. Besonders bei Bergtouren ist die Gewittergefahr zu beachten.

Auch die neue Woche wird im Westen erträglichere Werte bringen, dafür ist die Gewittergefahr höher. Abstürzen werden die Temperaturen dort nicht, denn von Vorarlberg bis zum Neusiedler See wird es auch am nächsten Wochenende Werte von 28 bis 30 Grad geben und das ist immer noch deutlich wärmer als für den August zu der Zeit typisch.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 7. August 2015]

Siehe auch
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