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2017 ist ein Windjahr in Österreich

Sturm aus West, Föhn aus Süd und viel Abwechslung

Es gibt Wettersituationen, in denen sich wenige Änderungen ergeben, weil es von den Drucksystemen her geringe Unterschiede gibt. Das kann zu einer Hitzewelle führen, aber auch zu Dauerfrost. Und dann gibt es Situationen, in denen ein Frontsystem das andere jagt und so eine Situation gibt es in Österreich schon seit geraumer Zeit, eigentlich bläst der Wind als ausgleichender Faktor seit Jahresbeginn sehr stark. Im Osten hat man das durch den eiskalten Südostwind noch länger erleben müssen als in Westösterreich, wo es rascher mild geworden war. Im Februar 2017 gab es überhaupt viele Windsituationen und der März 2017 schließt sich direkt an mit einem Wechselspiel von kaltem Sturm und warmen Föhn.

Wie es scheint, ist das Jahr 2017 für den Alpenraum zum Windjahr erklärt worden. Schon in den letzten Tagen gab es sehr oft starken Wind, zum Teil sogar Sturmböen und daran ändert sich vorerst nicht viel.

Sturm von West und Föhn von Süd
Die Antriebsfeder für die Entfaltung eines stärkeren Windes ist der Unterschied von Drucksysteme. Je nach Lage von Hochdruck und Tiefdruck gibt es den Wind mit entsprechender Stärke, um die Druckunterschiede auszugleichen. Am heutigen Donnerstag bläst der Wind stark von West nach Ost und sorgt zum Beispiel in Deutschland für Windspitzen in Orkanstärke, teilweise über 100 km/h. In Österreich gibt es nicht ganz so starke Windböen um die 60 km/h, vor allem von Salzburg ostwärts und besonders stark natürlich wieder im Donauraum, wo es ohnehin gerne mehr Windsituationen gibt. Allerdings ist im Gegensatz zu den letzten Tagen die Luft deutlich milder mit Werte um die 10 bis 15 Grad Celsius.

Doch durch ein kräftiges Tiefdrucksystem, das sich über den Britischen Inseln bildet, verändert sich die Lage rasch und am Freitag setzt Föhn ein, der von Süden für milde Luft sorgt und die Temperaturen je nach Föhnentwicklung auf bis zu 17 oder gar 20 Grad ansteigen lässt. Auf den Bergen muss man sich auf Föhnsturm einstellen und dieser bleibt auch am Samstag erhalten. So kann es in den Tälern Temperaturen um die 20 Grad Celsius geben, vielleicht sogar ein Spur darüber. Kühler bleibt es vielleicht im Südwesten, wo der Föhn sich nicht so entwickeln kann.

Der Föhn hat aber am Sonntag schon wieder sein Ende und es setzt Wind aus Südwest bis West ein, der die Temperaturen auf etwa 10 Grad drückt, die Höchstwerte werden wohl kaum über 13 Grad reichen, was für Anfang März aber ohnehin mild ist. Es gibt zum Teil Regen und unbeständigeres Wetter, mit dem auch die neue Woche beginnt. Der Westwind bleibt erhalten und ist zumindest lebhaft und bringt kaltes Wetter, sodass die Schneefallgrenze sogar an der Alpennordseite unter 1.000 Meter sinken könnte. Die Höchstwerte kommen kaum über fünf bis zehn Grad Celsius hinaus.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 2. März 2017]

Siehe auch
Wetterberichte 2017

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