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Milder November mit 20 Grad

Föhnwetterlage, Hochwasser und hohe Temperaturen

Das Ende des Oktober 2018 brachte zweierlei Wettersituation, nämlich eine Föhnwetterlage mit warmen Luftmassen vom Süden kommend und im gleichen Sinne sehr viel Regen - extrem viel Regen. In Osttirol und speziell in Kärnten schüttete es tagelang wie aus Kübeln und das Ergebnis waren Hochwassersituationen, wie sie regional alle 30 Jahre, punktuell sogar nur alle 100 Jahre statistisch gesehen vorkommen können oder sollten. Mit diesen Vorgaben startete man auch in den November. Der Föhn oder genauer der Südföhn brachte das zweite Wetterphänomen, denn eigentlich sollte es in der Früh um den Gefrierpunkt kalt sein und untertags Temperaturen von 10 bis 12 oder 13 Grad haben. Das ist aber nicht ganz so.

Hochwasser in Kärnten

In Kärnten hatte man neben den riesigen Wassermassen samt Überflutungen durch Hochwasser das zusätzliche Problem, dass es bis zum Samstag des ersten Novemberwochenendes weitergeregnet hatte. Es waren nicht mehr die Rekordmengen, aber die Böden konnten nichts mehr aufnehmen und Hangrutschungen waren zum Teil die Folge oder sie waren zumindest möglich. Dabei gab es viel zu tun - Straßen mussten wieder instandgesetzt werden, die Bahnlinien befreit und den Haushalten geholfen werden. Das war nicht ungefährlich, wie man anhand eines Felssturzes erleben musste, der auf ein Einsatzfahrzeug stürzte - zum Glück wurde niemand verletzt. Der Fels hatte sich durch den durchnässten Boden vom Hang gelöst.

Langsam bekommt man die Lage unter Kontrolle, der Regen hat aufgehört und die Situation beruhigt sich, aber sehr langsam. Die Schäden gehen in die Millionen Euro. Dabei war es in Italien viel schlimmer, wo es bis dato 30 Tote als Folge der Unwetter gab. Ganze Landstriche wurden unter Wasser gesetzt. Was es das ganze Jahr zuwenig geregnet hatte, kam nun mit einem Schwung und das war schlichtweg zu viel.

Nebel, Sonne und 20 Grad

Milder November in Österreich"Stell Dir vor, es ist November und keiner geht hin" oder so ähnlich könnte man die Wetterlage in der ersten vollen Novemberwoche des Jahres 2018 umschreiben. Am Sonntag gab es in der Steiermark und in Vorarlberg in manchen Gemeinden fast 20 Grad Celsius im Schatten, der heutige Montag begann in manchen Gemeinden föhnbedingt mit über 15 Grad - das ist mehr, als es an Tageshöchstwerte haben sollte und da geht noch einiges mehr.

Denn die nächsten Tage sind geprägt vom Spiel zwischen Nebel und Sonne. Mild bleibt es im Großteil von Österreich, aber wer zähen Hochnebel ausfasst, könnte bei 10 bis 12 Grad hängenbleiben, was dem November entsprechen würde. Wahrscheinlicher ist, dass die Sonne doch kurz durchkommt und dann wird es sofort milder. In den Föhnlagen von Bregenz bis zum Mostviertel in Niederösterreich sind hingegen Werte von 16 bis 20 oder gar 22 Grad möglich und bis Mittwoch. Erst dann wird es etwas kühler, wobei es im Westen wohl nicht mehr als 14 oder 15 Grad geben sollte, im Osten sind immer noch frühlingshafte 17 oder 18 Grad möglich.

Also von einem Wintereinbruch ist keine Rede, eine Schneeauflage findet nicht statt und es würde sich eine Wanderung anbieten, denn auch auf 1.500 Meter Seehöhe gibt es grüne Wiesen soweit das Auge reicht.



[Infoplattform Wissenswertes / 5. November 2018]

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