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Keine weißen Weihnachten in den Städten

Aber sehr viel Schnee auf den Bergen

Die Monate November und Dezember 2017 boten ein ganz anderes Wetter als in den letzten Jahren, denn es war kühl, zum Teil sogar kälter als langfristig zu erwarten war und es gab zum Teil schon einen früheren Start der Wintersportorte, weil die Schneelage so gut war - und zwar oftmals sogar ohne Kunstschnee. Das gab es zu diesem Zeitpunkt schon länger nicht mehr, selbst auf Lagen um die 1.000 Meter zeigt sich die Landschaft weiß, wo man in den letzten Jahren eher noch wandern konnte. Aber was heißt das jetzt für Weihnachten? Erleben die Kinder weiße Weihnachten auch in Städten wie St. Pölten, Wien oder Graz?

Keine weißen Weihnachten in den Städten

Nicht wirklich, so wie es aussieht. Die aktuellen Wetterprognosen gehen nämlich davon aus, dass ab einer Höhe um die 800 Meter weiße Weihnachten nahezu garantiert sind - vor allem dort, wo die Schneeauflage ohnehin sehr gut ist. Bei 600 bis 700 Meter wird es eng und kann auch etwas Regen bringen, aber darunter ist Schneefall nicht in Sicht. Es gibt zwar nach Stand der Dinge kein Tauwetter wie sehr oft in letzter Zeit, als es in Salzburg sogar Richtung 20 Grad ging, aber da Wien oder andere Städte keinen Schnee haben und keiner dazukommt, wird es nichts werden mit Schneemann bauen in den Parkanlagen oder Innenhöfen.

Die einzige Landeshauptstadt, die vielleicht weiße Weihnachten erleben könnte, ist Innsbruck. Auch in Bregenz oder Salzburg stehen die Aktien ganz schlecht, dass man eine Schneeballschlacht beginnen könnte. Und das ist natürlich schade, aber auch schon ein Stück weit bedenklich. Vor einem Jahr stand der ORF-Wetterchef Marcus Wadsak im Studio und erzählte, dass ein Wiener Kind, das neun Jahre alt ist, noch nie weiße Weihnachten erlebt hatte - das kann man mit 2017 auf zehn Jahre erhöhen. Ein Jahrzehnt ohne weiße Weihnachten, ohne dem Schnee, der die Stimmung erst so richtig ausmacht. Das empfinden die erwachsenen Menschen ebenso.

Ganz anders sieht es auf den Bergen aus. Manche Regionen wie etwa die Skigebiete in Kärnten eröffneten die Saison viel früher als geplant, im Bregenzer Wald gibt es über einen Meter Naturschnee - so viel, wie schon seit Jahren nicht mehr.

Wie wird das Wetter in der Woche bis zum Heiligen Abend?

Bis zum Mittwoch wird es größtenteils sonnig sein und/oder bleiben und damit gibt es trockenes, aber eher kühles Wetter mit Werten um den Gefrierpunkt, teilweise knapp darüber bis etwa vier oder fünf Grad. Dann kommt eine Ladung Schnee von Nordwesten nach Österreich und bringt nochmals Neuschnee ab einer Höhe um die 500 bis 600 Meter, vereinzelt gibt es Schneeschauer bis 300 Meter herab, aber liegen bleibt dieser Schnee sicher nicht. Vor allem nördlich des Alpenhauptkammes wird es schneien, im Osten regnen. Der Süden bekommt eher ein paar Sonnenstunden ab, es bleibt größtenteils trocken.

Von diesem Niederschlag wird es abhängen, ob Orte ab 500 bis 700 Meter weiße Weihnachten feiern können oder nicht, bestehende Schneedecken werden kaum angegriffen, weil selbst in der immer eher warmen Stadt Wien wird man kaum mehr als vier oder fünf Grad Celsius erreichen.

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