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Italientief bringt viel Regen

Intensiver Regen von Klagenfurt bis Wien

Der Übergang vom August in den September 2018 erfolgte auf Basis eines Italientiefs, das sich entwickeln konnte, weil ein großes Tiefdruckgebiet von der Nordsee quer über Europa nach Norditalien gezogen war. Deshalb war es in Westösterreich auch einige Tage weit unbeständiger als in Ostösterreich, doch mit der Entstehung des Italientiefs änderte sich die Sachlage.

Ein solches Tiefdruckgebiet ist bekannt dafür, dass es viel Feuchtigkeit nach Österreich schaufeln kann und zwar gegen den Uhrzeigersinn. In Kärnten und in der Steiermark gibt es dann die meisten Regenschauer, bei sehr ausgeprägtem Tief kann der Regen bis in den Wiener Raum erfolgen und genau so eine Situation hat in den ersten Septembertagen stattgefunden.

Vielfach um die 50 bis 70 Liter auf den Quadratmeter

Schon am Samstag, den 1. September gab es deutliche Regenmengen vor allem auch dort, wo die Trockenheit mehrfach ein Thema war wie etwa im Weinviertel. Das Tiefdrucksystem traf auf warme Luft und die Energie entlud sich vielfach in Form von Gewitter und nachfolgendem Starkregen. In Poysdorf im nördlichen Weinviertel gab es gleich 65 Liter auf den Quadratmeter - das war fast schon doppelt so viel, als es im ganzen August geregnet hatte.

Starken Regen gab es aber von Kärnten bis Niederösterreich, während es von Vorarlberg bis Oberösterreich nur ab und zu geregnet hatte und keine solchen Regenmengen zusammengekommen sind. Der Sonntag intensivierte zum Teil den Regen und in der Nacht auf den Montag gab es heftige Gewitter wie etwa im Großraum Wien, die in mehreren Phasen auch über die Bundeshauptstadt gezogen waren.

Im 22. Bezirk gab es auch 32 Liter Regen auf den Quadratmeter, auch in den anderen Bezirken regnete es punktuell stark und im Verlauf des Wochenendes immer wieder. Zwar gab es auch Regenpausen, doch der Boden ist jetzt gut durchfeuchtet - ganz anders als im viel zu trockenen Frühjahr. Das gilt auch für das Weinviertel und selbst stets heiße und viel zu trockene Orte wie Bad Deutsch-Altenburg oder Hainburg bekamen alleine von Sonntag auf Montag fast 40 Liter auf den Quadratmeter ab. Genau jene Orte waren über Monate sehr trocken und meist die heißesten Gemeinden im viel zu warmen Sommer. Besonders viel regnete es in den letzten 24 Stunden in Schwechat und generell südlich und südöstlich von Wien. Bei Fischamend wurde sogar eine Straße stundenlang gesperrt, weil es einen Murenabgang gab und ein Passieren nicht möglich war.

Ein großes Problem mit der Trockenheit hatte auch Oberösterreich und dort regnete es auch, aber eher in der Osthälfte und nicht so intensiv wie in Niederösterreich, Wien oder im Bogen über das Burgenland bis nach Kärnten. Trüb war es in Oberösterreich aber auch und ein wenig Wasser bekam der Boden doch ab.

Wann wird es wieder sonnig?

Wer Sonne will, dem ist Westösterreich zu empfehlen, denn dort gibt es auch am heutigen Montag die Sonnenstrahlen, während es in der Osthälfte noch Gewitter und vor allem starken Regen gibt. Bis Mittwoch hat sich das Tief ausgeregnet und dann setzt sich die Sonne generell durch, aber der Hochsommer hat sich erledigt. Der September der letzten Jahre bot immer wieder auch Tage um oder über 30 Grad Celsius im Schatten, das ist aktuell nicht in Sicht.

Die Wochenmitte bringt feines September-Wetter mit Sonne und 23 bis 24 Grad im Schatten, doch am Donnerstag Abend wird es in Westösterreich schon wieder unbeständiger und die folgenden Tage sollten nach heutiger Sicht ein Mix aus Sonne, Wolken, Gewitter und Regen werden, was auch auf ein feucht-schwüles Wetter hindeutet.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 3. September 2018]

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