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Hochsommer im April 2018

Temperaturen bis 28 Grad möglich

Viele Menschen haben sich über den langen und kalten Winter 2017/18 beklagt, der gar nicht so kalt war - aber es gab eine ungewöhnlich kühle und lange Phase am Ende des Winters, während der Jänner viel zu warm war. Der April 2018 brachte fast durchwegs untypisch warmes und zum Teil sogar fast heißes Wetter, wobei der Höhepunkt noch bevorsteht. Grund dafür ist das Hoch Norbert.

Hoch Norbert sorgt für wolkenloses Hochdruckwetter

Dieses Hochdruckgebiet hat es sich genau über dem Süden und die Mitte Deutschlands breitgemacht und fühlt sich so richtig wohl. Es dehnte sich aus und sorgte dafür, dass in Mitteleuropa kaum eine Wolke zu sehen ist. Es gibt reichlich Regenpotential, aber das kommt vom Atlantik nicht auf den Kontinent, weil Hoch Norbert zu stark ist. So ziehen die Wolken nach Norden und über Skandinavien nach Osten, ergo gibt es von Portugal bis Polen kaum eine Wolke und viel Sonnenschein. Durch die Jahreszeit können das 13 Stunden am Tag sein und das heißt die Temperatur natürlich weit über die Durchschnittswerte eines April an.

An sich sollten jetzt Werte um die 15 bis 17 Grad Celsius im Schatten gemessen werden, tatsächlich gibt es je nach Region schon seit Tagen 20 oder mehr Grad im Schatten, zum Teil sogar über 25 Grad. Ab 25 Grad im Schatten spricht man in der Wetterkunde von einem Sommertag und das sind eigentlich Bezeichnungen, die von Juni bis August Gültigkeit haben sollten. Besonders in Vorarlberg gab es jetzt einige sehr warme Tage, aber auch im Osten oder Süden scheint die Sonne ungebremst.

Es gab nur eine Störung, die es aber in sich hatte - nämlich die Unwetter über Graz und dessen Umgebung, ausgelöst einerseits durch eine Gewitterfront, die von Slowenien nach Norden zog und andererseits durch die Tatsache, dass nach Niederösterreich zu die Bewegung nicht möglich war. So bildete sich stationär über dem Grazer Raum eine heftige Gewitterzelle, die Rekordregen brachte.

Trockenheit wird zum großen Problem

Es ist wohl richtig, dass der Februar und März zu kühl waren, aber wirklich viel Niederschlag gab es kaum, am ehesten noch im Süden. Von Vorarlberg bis zum Wiener Becken fehlte der Niederschlag. Die wochenlangen heißen Tage (in Relation zu normalen Aprilwerten) plus sehr trockener Luft von der Sahara sorgten dafür, dass eine Luftfeuchtigkeit von 25 % durchaus mehrfach gemessen werden konnte. Das merkt man auch beim Sport im Freien, wenn man schnell einen trockenen Mund bekommt.

Nun sind es in einigen Regionen schon drei Monate mit einem zum Teil erheblichen Defizit von Regenwasser und das erhöht die Waldbrandgefahr enorm. Einzelne Waldbrände in Vorarlberg hat es schon gegeben. Die Natur sehnt sich nach Regen, aber bis zum Wochenende ist keiner in Sicht.

Hochsommerliches Wochenende und Wettersturz

Wie geht es weiter? Mit jedem Tag wird diese dritte Aprilwoche noch wärmer und bleibt sonnig. Temperaturen von 20 bis 25 Grad sind in ganz Österreich zu erwarten, vor allem in Westösterreich können es auch 28 Grad sein - viel zu warm für April und der Höhepunkt dieser Hitzewelle. Am Sonntag wird die Luft von Südwest bis West her labiler und es gibt erste gewittrige Regenschauer, die von Vorarlberg bis Kärnten Österreich erreichen sollten.

Diese Gewitter sind ein erster Fingerzeig für eine Wetteränderung. Denn spätestens Mitte nächster Woche gehen die Temperaturen zurück und es wird gewitteranfällig und kann auch regnerischer werden. Die Prognosen der Wetterdienste sind aber noch unsicher, wie sehr die Temperaturen zurückgehen können. Aber die Hitzewelle ist dann gebrochen, das Hoch abgezogen und es wird deutlich unbeständiger und kann auch kühler werden. Vor allem der Regen wäre für die Böden und Pflanzen sehr wichtig und damit würde auch der Saharastaub ausgewaschen werden, der fast eine Woche lang aus Afrika in großer Menge nach Europa transportiert wurde.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 19. April 2018]

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