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Heißester Tag bringt markante Abkühlung

Nach 34,6 Grad gab es kaum mehr als 20 Grad

Vor allem in Ostösterreich gab es seit April 2018 fast durchwegs deutlich zu warme, zum Teil sogar zu heiße Tage, aber auch auf den Bergen und im Westen und Süden waren die Temperaturen überdurchschnittlich hoch. Die kalte Sophie sorgte zwar für einen lange schon herbeigesehnten Regentag und Abkühlung, aber nur kurze Zeit später war es wieder sehr warm. Der Höhepunkt wurde am gestrigen 21. Juni 2018 erreicht, als der heißeste Tag des Jahres gemessen wurde. Doch damit war der Höhepunkt dieser langen Hitzeperiode auch gleichzeitig der Schlusspunkt, denn eine kalte Luftströmung aus Norden sorgte für markante Abkühlung.

Heißester Tag des bisherigen Jahres 2018

Viele heiße Tage schon, vor allem nördlich der Alpen. Die Stadt Salzburg hatte mehrfach über 30 Grad Celsius im Schatten wie etwa auch schon im April und Mai, obwohl es dann nicht mehr als 20 bis 22 Grad haben sollte. Doch der gestrige 21. Juni brachte in Wolkersdorf und in Hohenau an der March im Bundesland Niederösterreich 34,6 Grad Celsius im Schatten und damit den bisher höchsten Wert, der im Jahr 2018 gemessen wurde.

Da die Nacht von Mittwoch auf den gestrigen Donnerstag schon sehr lau verlaufen war, war die Grundlage für einen heißen Tag auch gegeben. Dazu passte, dass der astronomische Sommerbeginn und damit auch der längste Tag des Jahres genau an diesen Donnerstag fiel und die Sonne somit viel Zeit hatte, um für entsprechende Werte zu sorgen.

Heiß war es aber in ganz Österreich, denn selbst auf 2.000 Meter Seehöhe wurden um oder gar über 20 Grad Celsius gemessen, besonders heiß war aber der Osten mit Wien, dem Wiener Becken und dem östlichen Niederösterreich mit durchwegs über 30 Grad.

Markante Abkühlung

Aber dieser Donnerstag war ein bemerkenswerter, denn das Sommerwetter, das seit April herrscht - trotz der vielen Gewitter vor allem im Süden Österreichs blieb es immer sehr warm - endete ironischerweise genau an diesem offiziellen Sommerbeginn. Der Grund ist eine Wettersituation, bei der Mitteleuropa zwischen einem Hoch und einem Tief liegt und als Folge kommt kalte Luft von Nordeuropa in den Alpenraum.

Selbst in Wien, das bekannterweise nur schwer abzukühlen ist, hat trotz der weit über 30 Grad Celsius die Nacht frische Temperaturen gebracht, früher hatte es schon von Oberösterreich ostwärts abgekühlt. Zum Teil wurden erhebliche Regenmengen gemessen, vor allem in der Steiermark, zum Teil auch in Kärnten, Oberösterreich oder im südlichen Niederösterreich. In Eichberg in der Steiermark fielen 55 Liter auf den Quadratmeter.

Die Folge dieser kalten Luft sind zum einen deutlich windigere Bedingungen als in den Wochen davor und dieser Wind bringt kühle Luft ergo Temperaturen um oder knapp über 20 Grad und damit 10 bis 15 Grad weniger als noch am Donnerstag. Zur Mittagszeit gab es heute in Osttirol knappe 21 Grad Celsius, österreichweit sind die Werte meist knapp unter 20 Grad angesiedelt und damit deutlich frischer. Wer sich Regen erhofft hat, wird aber enttäuscht, es hat nur abgekühlt.

Wie geht es weiter mit dem Wetter?

Das Donauinselfest erlebt freundliches, aber windiges Wetter bei gedämpften Temperaturen um die 20 bis 22 Grad Celsius. Regen kann es nur sporadisch geben, meist scheint die Sonne, die Luft bleibt aber frisch. Dieses Wetter gilt auch für ganz Österreich und erst Mitte nächster Woche wird es wieder sommerlicher mit Werten um die 23 bis 26 Grad im Schatten. Damit hat man schöne Sommertag und keine extreme Hitze.

Mittelfristig sollen die Temperaturen weiter steigen, aber kaum mehr als bis 30 Grad, sodass eine weitere Hitzewelle vorerst nicht in Sicht ist. Doch alles über drei Tage im voraus ist ohnehin immer unsicher. Eines scheint sicher: der große Regen bleibt weiterhin ein Wunschdenken für die trockenen Gebiete in Österreich - speziell in Oberösterreich, aber auch östlich davon könnte man zwei Regentage mit einem feinen Landregen gut gebrauchen.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 22. Juni 2018]

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