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Heftige Gewitter in Österreich

Über 6.600 Blitzeinschläge

Am gestrigen 2. Mai 2018 zogen Gewitterzellen direkt vom Süden von Slowenien kommend nach  Norden bis in den Wiener Raum und sorgten für heftige Gewitter. Die Gewitter waren so auch angekündigt und vorgewarnt worden, waren dann aber doch ein Stück weit intensiver, als man es hat erwarten können. Gewitter mit Blitz und Donner sowie auch Hagel und Starkregen gab es von der Steiermark bis in den Wiener Raum und vor allem in Niederösterreich bis St. Pölten.

Über 6.600 Blitzeinschläge, Starkregen in Tulln

Wissenschaftlich unterscheidet man Wolkenblitze, die am Boden nicht einschlagen und den tatsächlichen Blitzeinschlägen, wobei es über 6.600 Blitzeinschläge binnen Stunden waren, die durch die Gewitterfront vor allem im Osten Österreichs gezählt werden konnten. Schon am späteren Nachmittag gab es starken Regen in manchen Bezirken von Wien, vor allem im Nordosten, oder auch im Semmeringgebiet im Südosten von Niederösterreich.

Die wahre Wucht der Gewitterzellen entlud sich aber erst am späteren Abend und in der Nacht. Von Bezirk zu Bezirk zogen die Gewitter in Wien weiter und auch in Niederösterreich gab es sehr unterschiedliche Wettersituationen. Wie Peitschenhiebe ertönten manche Donner, dazu hagelte es in Wien auch leicht, in Tulln gab es dazu Starkregen, der binnen Stunden so viel Regen wie sonst im ganzen Mai. Über 60 Liter auf den Quadratmeter wurden gemessen und das gab auch Hochwasser, weil der Kanal das viele Regenwasser gar nicht hat aufnehmen können. Tiefer gelegene Geschäfte oder Wohnhäuser wurden überschwemmt und bekamen eine große Ladung Schlamm ab.

Ganz anders war es in Bad Deutsch Altenburg, wo es keinen Tropfen Regen gab, sodass auch die Angabe von Ostösterreich schwierig ist. Die Gewitter brachten keinen flächendeckenden Regen, sondern es gab punktuell intensiven Regen und punktuell wartet man auf Regen weiterhin - da der Boden durch die Hitze und Trockenheit der letzten Zeit dringend das feuchte Element von oben benötigen würde. Stark war auch der Regen im Westen Wiens wie etwa auf Höhe von Wien-Auhof mit 40 Liter binnen einer Stunde.

Die Feuerwehren waren jedenfalls im Dauereinsatz - vor allem in Niederösterreich, um Keller auszupumpen.

Wie geht es weiter?

Begünstigt wurden die heftigen Gewitter durch die weiterhin große Hitze in Ostösterreich. Im Westen hat es deutlich abgekühlt und damit ist die Energie für Unwetter gar nicht gegeben. Diese Schieflage bleibt erhalten, denn es gibt im Bregenzerwald kaum mehr als 14 Grad, was für Mai zu kalt ist - im Osten sind bis zu 28 Grad im Schatten möglich, was für Mai viel zu warm ist. Und in dieser heißen Luft können weitere Gewitter entstehen, aber diese sollten nicht mehr so heftig verlaufen.

Das nächste Wochenende bringt jedenfalls trockenere Luft und Temperaturen von 23 bis 27 Grad im Schatten und zwar in ganz Österreich. Unwetterpotential ist vorerst nicht in Sicht.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 3. Mai 2018]

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