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Föhnsturm sorgt für große Schäden in Österreich

Zivilschutzalarm im Bezirk Völkermarkt

Der Föhnsturm der letzten 24 Stunden hat in Österreich für erhebliche Probleme gesorgt, weil umgestürzte Bäume zahlreiche Straßen blockiert haben. Die Gefahr wurde vor allem in Kärnten und in der Steiermark besonders groß, wobei sich im Bundesland Kärnten gleich zwei Ereignisse abgespielt haben.

Zivilschutzalarm im Bezirk Völkermarkt

In Kärnten gab es nämlich einerseits von Südwesten her intensiven Regen, der die Flüsse ansteigen hat lassen. Viele Orte meldeten um die 60 bis 80 mm Regen auf den Quadratmeter innerhalb von nur 24 Stunden, Spitzenwerte reichten sogar bis zu 200 mm. Andererseits hat der Föhnsturm viele Bäume entwurzelt und Straßen blockiert. Besonders dramatisch wurde die Lage im Bezirk Völkermarkt, wo Zivilschutzalarm ausgerufen werden musste.

Das bedeutet, dass die Menschen möglichst zu Hause bleiben sollen, um sich nicht in Gefahr zu bringen. Schulen blieben geschlossen und manche Orte wie Bad Eisenkappel oder Ferlach waren überhaupt nicht auf dem Straßenweg erreichbar. Diese Situation wird sich erst im Laufe des heutigen Dienstag entschärfen, weil der Wind in den nächsten Stunden nachlässt.

Viele Straßensperren, Dauereinsatz der Feuerwehr

Probleme gab es aber in ganz Österreich. Der Sturm erreichte auf den Bergen Orkanstärke und es wurden Spitzen von 150 bis 250 km/h gemessen. Aber selbst im Flachland gab es Windspitzen um die 70 bis 90 km/h, in manchen Alpentälern wie dem Gasteiner Tal gar über 120 km/h. Die Folge waren viele umgestürzte Bäume, die Straßensperren notwendig machten sowie beschädigte Dächer, wodurch Dachteile zu Boden fallen konnten.

Die Feuerwehren waren von Vorarlberg bis Niederösterreich und dem Burgenland oftmals im Einsatz, um die Probleme zu beseitigen oder zumindest zu entschärfen. In Niederösterreich waren zum Beispiel sehr unterschiedliche Landesteile gleichermaßen betroffen - vom Tullner Becken bis nach Mistelbach reichten die Einsatzorte, wo geholfen werden musste.

Verletzt wurde nach bisherigen Mitteilungen niemand, aber das genaue Schadensausmaß lässt sich nur erahnen und wird wohl erst in den nächsten Stunden wirklich sichtbar, wenn man auch bei nachlassendem Wind die Aufräumarbeiten voll in Angriff nehmen kann. Das gilt vor allem dann auch für viele Häuser, bei denen man vorerst noch nicht erkennen hat können, ob es Schäden gab.

Wie geht es weiter?

Der Föhnsturm brachte Österreich einen Frühlingstag und in vielen Gemeinden gab es fast sommerliche Frühwerte am heutigen Dienstag Morgen. Aber das war nur für einen Tag so, denn es setzt sich wieder kühlere Luft durch. Der Wind lässt nach, bleibt aber lebhaft und bis zum Wochenende kommt der Winter zurück. Manche Gemeinden, die schon weiß waren, haben nun wieder grüne Wiesen, aber nach Stand der Dinge gibt es am Wochenende verbreitet Schneefall bis in die Niederungen.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 12. Dezember 2017]

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