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Erste Hitzewelle 2018

Temperaturen bis 36 Grad möglich

Das Wetter im Jahr 2018 bietet viele Extreme - deutlich zu warm oder deutlich zu kalt. Extrem viele Gewitter im Frühjahr durch Höhentief, vor allem in der Steiermark und in Kärnten, ein viel zu warmes Frühjahr und der Juli erwies sich auch als unbeständig. Zwar war es stets warm, aber zur Freude vieler Hitzeleidender der letzten Jahre nicht brütend heiß, doch es gab kaum einen Nachmittag ohne Sommerunterbrechung durch Gewitter, selbst in Wien. Eine Hitzewelle, wie sie in den letzten Jahren oft schon von Juni an zu beobachten war, gab es nicht - doch Ende Juli hat es doch die erste bis nach Österreich geschafft.

Erste Hitzewelle im Jahr 2018

In Europa dominieren die extremen Wettersituationen. Von großflächigen Waldbränden in Schweden bis zur Feuerkatastrophe in Griechenland reicht die Palette. In Österreich gab es eigentlich ein angenehmes Sommerwetter, aber nie richtig beständig war. Werte um 30 Grad wurden mehrfach erreicht, Gewitter vor allem am Nachmittag und Abend machten jedes Grillfest unsicher. Doch die 30 Grad werden in den nächsten Tagen stets erreicht werden und auch deutlich überschritten, denn es hat sich eine Wettersituation eingestellt, die nun auch im Alpenraum für hohe Temperaturen sorgt.

Grund für die erste Hitzewelle sind zwei Hochdruckgebiete, eines über dem Mittelmeer und eines über Nordeuropa und dadurch entsteht eine Linie, die kühlere Luft vom Atlantik abhält. Damit kann sich Hochdruckeinfluss auf stabile Weise etablieren und das brachte schon in den letzten Tagen sehr warme Luft nach Österreich, aber es wird noch deutlich wärmer. Die letzte Nacht bot bereits einen Ausblick, was nun eine Woche lang auf die Menschen zukommt, denn in Städten wie Eisenstadt oder Wien und vielen kleineren Gemeinden Ostösterreichs kühlte die Luft kaum unter 24 bis 25 Grad ab und damit war auch das Lüften der Räumlichkeiten kaum nützlich. Auf die warmen Temperaturen folgen nun 34 Grad Celsius im Schatten und weitere Tropennächte, wobei am Beispiel Wiens auszumachen war, dass selbst bei angenehmen 28 - 29 Grad 21 Grad Nachttemperatur das Kühlste war, was man erreichen konnte - Wien hatte viele Tropennächte erlebt und jetzt wird es richtig heiß.

Bis zum nächsten Wochenende werden Temperaturen jenseits der 30 Grad im Schatten zu erwarten sein, wobei es in Westösterreich auch 29 bis 30 Grad sein können, in Ostösterreich eher 33 bis 35 Grad. In Ostösterreich wird das größere Problem die Nacht werden, denn gerade im Großraum Wien, aber wohl auch in Eisenstadt werden die Temperaturen kaum unter 22 bis 24 Grad sinken und damit wird die Belastung durch Hitze hoch.

Die ZAMG auf der Hohen Warte hat daher auch die zweithöchste Warnstufe wegen Hitzebelastung für Ostösterreich herausgegeben, gültig ab Montag zuerst für den Wiener Raum und im weiteren Verlauf von Wien über Eisenstadt und Graz bis nach Kärnten.

Wie lange wird die Hitzewelle dauern?

Das weiß man aktuell noch nicht, wohl aber bis zum nächsten Wochenende, wobei ab Donnerstag in Westösterreich Gewitter Einzug halten. Daher wird es in Westösterreich eine Spur kühler sein und vielleicht "nur" 30 Grad erreichen können, in Ostösterreich rechnet man frühestens ab Freitag mit Gewitter, kühler wird es dadurch aber nicht. Es wird eher drückend schwül und damit noch unangenehmer.

Der weitere Ausblick ist für die Wetterdienste noch viel zu unsicher. Nach Stand der Dinge wird es in der Woche darauf wieder normalere Sommertemperaturen um die 28 bis 30 Grad geben, damit könnten die Nächte in Ostösterreich auch wieder etwas erträglicher werden, aber es kann sich auch um eine längere Hitzephase handeln.



[Infoplattform Wissenswertes / 29. Juli 2018]

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