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Eisheilige 2018 bringen kalte Luft

Ende des zu frühen Hochsommers

Nach einem kühlen und vor allem langen Winter wurden die Sonnenfreunde im April 2018 mehr als entschädigt, denn nicht nur Österreich, sondern große Teile Mitteleuropas erlebten einen der wärmsten Aprilmonate seit Beginn der Aufzeichnungen. In Österreich war es der zweitwärmste überhaupt und der Mai schloss daran an. Temperaturen um 25 Grad im Schatten sollten im Hochsommer gegeben sein, wurden aber in diesem Mai Normalität, wobei der Osten noch wärmer war als der Westen. In Westösterreich hat sich kühlere Luft schon am heutigen Feiertag bemerkbar gemacht, im Osten bleibt es noch warm.

Doch nun kommen die Eisheiligen, die schon oft als Lostage der Bauernregeln Gültigkeit hatten. Und zwar in dem Sinne, dass sie das Wetter markant verändert haben. Wie sieht das 2018 aus?

Eisheiligen 2018 bringen deutliche Abkühlung

Die Eisheiligen sind

  • (optional in manchen Regionen) 11. Mai Mamertus
  • 12. Mai Pankratius
  • 13. Mai Servatius
  • 14. Mai Bonifatius
  • 15. Mai kalte Sophie

Diese Tage haben nicht nur klingende Namen, sondern bringen sehr häufig viel Regen und Abkühlung und im Jahr 2018 sehnen sich einige Regionen nach einem Landregen, der tief in den Boden dringt, weil es an Feuchtigkeit fehlt. Die Eisheiligen sind für die Landwirtschaft aber auch oft ein Problem, weil sie Nachtfrost bringen.

An diesem Wochenende sind die Eisheiligen im Kalender anzutreffen und es gibt auch wirklich die Abkühlung - im Westen schon früher, im Osten später. Der Samstag wird noch in ganz Österreich ein Sommertag mit 25 oder gar mehr als 25 Grad Celsius im Schatten. Doch mit Sonntag stellt sich von West nach Ost das Wetter um. Während man in Wien oder Eisenstadt noch über 20 Grad genießen kann, wird es in Bregenz oder Innsbruck bestenfalls um die 18 bis 19 Grad haben wird und schon bald Regen einsetzt, der bis zum Abend auch die östlichen Landesteile Österreichs erreichen wird.

Die wirklichen Auswirkungen zeigen sich am Montag, wenn Bonifatius an der Reihe ist, denn es gibt einiges an Regenschauer und vor allem Temperaturen in ganz Österreich, die kaum bis 18 Grad reichen, in Westösterreich wird es noch deutlich kälter sein mit Werten um die 10 bis maximal 15 Grad. Auch der Dienstag mit der kalten Sophie bleibt kühl, unbeständig und regnerisch, wobei beide Tage auch einen starken Wind bringen werden.

Damit ist die hochsommerliche Wetterphase, die nun an die eineinhalb Monate angedauert hatte, beendet und ein vorsichtiger Ausblick scheint zu zeigen, dass es mit dem kühleren Wetter zumindest eine Woche lang weitergeht. Damit bekommen die Böden mehr Feuchtigkeit, was für die Landwirtschaft gut ist und auch Allergiker erfahren Entspannung, weil die Belastung durch die Pollen schon sehr stark war. Die Luft wird ausgewaschen.

Die große Gefahr von Nachtfrost, die bei den Eisheiligen immer wieder gegeben war, ist aber im Jahr 2018 nicht zu befürchten, zumindest nicht in Tallagen. Für die Ernte besteht keine Gefahr, aber auf etwa 1.100 bis 1.200 Meter Seehöhe kann Schneefall durchaus auftreten, denn auf den Bergen wird es kalt.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 10. Mai 2018]

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