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Wetterberichte aus dem Jahr 2007

Wetter in Österreich mit Statistik und Wetterextreme

Das Jahr 2007 begann mit dem wärmsten Jänner seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Doch berühmt wurde der Monat nicht nur dadurch. Das "Highlight" des Wettergeschehens fand Mitte des Monats Jänner 2007 statt, als gleich drei Sturmsysteme über Europa gezogen sind.

Olli, Kyrill und Franz

Wetterstatistik Österreich 2007Das erste Sturmsystem trug den Namen Olli und sorgte für Windgeschwindigkeiten jenseits der 100 Stundenkilometer. Gleich danach kam das stärkste Frontensystem - Kyrill. Dieser Sturm, der teilweise ein Orkan war, zog von den Britischen Inseln über Frankreich und Deutschland bis in das Baltikum und sorgte für massive Schäden. Ganze Dächer wurden abgetragen, Menschen auf den Gehsteigen umgeblasen und die Windgeschwindigkeiten betrugen teilweise bis zu 200 Stundenkilometer.

In Deutschland gab es heftige Diskussionen rund um den neuen Bahnhof in Berlin, der erst gerade fertiggestellt worden war und durch Kyrill enorme Schäden davongetragen hatte. In Österreich trug Kyrill viele Dächer ab und sorgte durch ausgerissene Bäume für massiven Schaden. Dicke Stämme wurden von den Sturmböen weitertransportiert, als wären die Bäume aus Papier.

Nach Kyrill sorgte das Sturmtief Franz für neuerliche Schäden und auch dieses Sturmtief hatte Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometer. Die Schäden waren aber im Vergleich zu Kyrill deutlich geringer.

Nach diesem ereignisreichen Jänner gab es weiterhin sehr milde Temperaturen, die trotz eines Wintereinbruchs im März weit über dem langjährigen Durchschnitt lagen. Im Mai kamen Temperatureinbrüche und starke Gewitter dazu, aber trotzdem blieben die Durchschnittstemperaturen in Österreich hoch.

Hitze über Österreich

Mitte Juni gab es die erste Hitzewelle in Österreich. Nachdem es schon seit Jänner ungewöhnlich warme Durchschnittstemperaturen gab, erhitzte sich die Luft im Juni auf Temperaturen von 35 Grad Celsius im Schatten. Besonders in Ostösterreich wurden Rekordwerte gemessen, was den Monat Juni betrifft.

Im Anschluss kam es zu heftigen Gewittern, die regional zu Unwetter wurden. Vom Westen kamen die Gewitter mit Sturmböen um 100 km/h, die in der Schweiz zum Abbruch einer Tour de Suisse-Etappe führten, weil eigroße Hagelkörner vom Himmel fielen. Auch in Österreich gab es diesen Niederschlag, der große Ernteerträge zunichte machte.

Im Juli kam dann die zweite Hitzewelle. Der Monat wurde aber durch einen Kälteeinbruch eingeleitet, der sogar für Schneefall in einigen höheren Lagen sorgte. Danach, Mitte Juli, kam es zur großen Hitze, die besonders in Ost- und Südostösterreich wirkte. Im Burgenland wurden mit 39,5 Grad Celsius neue Rekordwerte in manchen Gemeinden gemessen, der Österreich-Rekord von 39,7 Grad von Dellach im Drautal (1983) wurde aber nicht übertroffen.

Niederschlagsreicher Herbst und Frühwinter

Mit dem August endete in Westösterreich die fast einjährige zu warme Wettersituation und im September waren auch in Ostösterreich und im Süden die zu warmen Temperaturen beendet. Gab es im August schon starke Gewitter und Abkühlung, so wurde der Niederschlag im September noch stärker. Der Monat war deutlich kühler als vor einem Jahr und es gab viel Niederschlag.

Dazu kam der erste Wintereinbruch schon im September mit 30 Zentimeter Neuschnee. Sorgen des Tourismus, dass es wieder einen milden und schneelosen Winter geben könnte, wurden ad absurdum geführt, denn nach dem Schneefall und der Kälte in höheren Lagen gab es im Oktober jede Menge Neuschnee.

Musste das Weltcuprennen von Sölden im Oktober 2006 wegen warmen Temperaturen und Mangel an Schnee abgesagt werden, so gab es im Oktober 2007 Schnee in Hülle und Fülle. Und die Niederschläge gingen im November und Dezember weiter. Viele Skigebiete haben Wochen vor dem geplanten Saisonstart die Liftanlagen geöffnet und holen so viele Umsätze herein, die sie im milden Vorjahreswinter nicht machen konnten.

Alleine in den ersten Tagen des November hatte es in den Bergen bis zu 150 cm Neuschnee gegeben.

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