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Atlantiktief bringt Abkühlung

Flächendeckender Regen und deutlich kühlere Tage

Seit dem April 2018 gibt es in einigen Regionen untypisch warmes Wetter, das aber nicht geprägt ist von ein paar besonders heißen Tagen, sondern sich dauerhaft viel zu warm präsentiert. Bis in den Juni hinein gab es Wettersituationen in Österreich, die man als extrem bezeichnen kann und auch muss. Einerseits gab es heftige Gewitter von Osttirol bis zum südlichen Niederösterreich und dem Mittelburgenland, zum Teil auch im Waldviertel und Weinviertel, andererseits gab es staubtrockenes Wetter in Teilen von Salzburg und vor allem in großen Teilen von Oberösterreich. Regen? Fehlanzeige. Während man im Süden und auch in Südtirol das Heu nicht verarbeiten konnte, weil es dauert geregnet oder gewittert hatte, gab es in Oberösterreich so gut wie keinen Regen. In Wien gab es hin und wieder einen kurzen Gewitterregen, das war es aber auch schon. Die Parks werden immer gelber, weil die Feuchtigkeit für die Wiesen fehlt.

Grund für diese lange Extrem war ein starkes Hochdrucksystem nordöstlich von Österreich, das nicht weichen wollte und andererseits ein schwaches Tiefdruckgebiet über der Adria, das stets feucht-labile und warme Luft nach Norden transportiert hat. Ohne dem Hoch wäre die Feuchtigkeit weitergezogen, so blieb es aber immer an fast gleicher Stelle und so gab es einige Gemeinden, die gleich mehrfach erwischt wurden.

Wetteränderung durch Atlantiktief

Das Hoch war so prägend und stark, dass die Fronten vom Atlantik nicht bis nach Österreich gelangen konnten. Damit ist aber nun Schluss, denn in der Nacht vom heutigen Montag auf den Dienstag gelangt ein Tief, das sich im Atlantik aufgebaut hatte, über Bayern nach Österreich und sorgt a) für nachhaltige Abkühlung und b) für einigen Regen, der flächendeckend vor allem in Oberösterreich die Böden mit Wasser versorgt.

Im Laufe des Dienstag zieht das Tief immer weiter nach Osten und vermutlich gegen Nachmittag, vielleicht aber auch erst Abend wird der Bogen vom Weinviertel bis zum Nordburgenland erreicht werden. Davor kann es im Wiener Raum etwa noch um die 30 Grad Celsius im Schatten haben. Noch größer wird die Hitze im Südosten sein, wo es bis zu 32 Grad haben wird, bevor die Abkühlung kommt. Im Grazer Raum kann es daher am längst heiß bleiben.

Was ist zu erwarten? Der Regen bringt etwa 30 Liter auf den Quadratmeter und das sollte fürs erste reichen, um die extreme Trockenheit nördlich der Alpen zu beseitigen. Außerdem stürzen die Temperaturen regelrecht ab. Die Stadt Salzburg hatte viele Tage zwischen 25 und 32 Grad Celsius im Schatten und wird kaum über 20 Grad kommen, gleiches gilt für Vorarlberg und Tirol. In Wien wird es auch abkühlen und regnen, aber die Temperaturen werden vielleicht kurzfristig auf 20 Grad zurückgehen, bald schon aber wieder steigen. Am Freitag sind schon wieder 26 Grad möglich, im Westen werden es eher 20 bis 23 Grad sein.

Bleibt es so schwül?

Nein, die extrem schwüle und daher drückende Luft wird ausgewaschen und es kommt nach dem Regen trockenere Luft mit zum Teil starkem Wind nach Österreich. Allerdings wird es auch nicht kalt, denn nach der Abkühlung werden sich die Temperaturen bei für Juni typischen Temperaturen um die 22 bis 26 Grad einpendeln. Ein 30er ist vorerst nicht in Sicht, der Unsicherheitsbereich ist aber recht hoch, sodass man nicht sagen kann, wie lange diese Temperaturen bleiben werden. Sommerlich wird es auf jeden Fall am Wochenende wieder werden, eine Hitze ist vorerst nicht in Sicht.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 11. Juni 2018]

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