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38 Grad als Höhepunkt und Ende der Hitzewelle

Wien: 18 Tropennächte in Folge

Das Jahr 2018 könnte zum wärmsten in Österreich werden, seit es die professionellen Wetteraufzeichnungen gibt. Zwar war der März ungewöhnlich kühl, aber das Frühjahr war mehr ein Sommer und auch der eher unbeständige Juli war sehr warm und leitete in seinem Finale die erste Hitzewelle ein. Ein Wüstentag mit 35 Grad im Schatten war schon lange nicht mehr so spät in Österreich erfolgt, aber diese verspätete Hitzewelle hatte es in sich, weil sie über zwei Wochen angedauert hatte und vor allem die Nächte in speziell Ostösterreich unerträglich machte.

Der 9. August 2018 wird der heißeste Tag dieser langen und ungewöhnlichen Hitzewelle und bringt 38 Grad Celsius im Schatten, gleichzeitig ist dieser Höhepunkt aber auch das Ende der Hitzewelle.

38 Grad als Höhepunkt der Hitzewelle

Ende Juli hat die Hitzewelle begonnen und sorgte seither täglich für Temperaturen über 30 Grad Celsius im Schatten, häufig für 33 oder mehr Grad. Das wäre eigentlich noch nicht das Problem, weil man die Fenster schließen kann und die Hitze aussperren, aber Erholung gab es keine, weil speziell in Ostösterreich die Nächte kaum Erfrischung brachten. Die Wiener Innenstadt ist der Dauerbrenner in Sachen warmer Nachtwerte im Sommer und ab 20 Grad Tiefstwert spricht man auch von einer Tropennacht. Dabei gibt es aber einen Unterschied, denn wenn es 20,5 oder 21 Grad hat, ist das schon nicht mehr so gut für einen erholsamen Schlaf, aber etwas ganz anderes als in dieser Hitzewelle, in der kaum eine Nacht unter 22 Grad blieb, häufig nicht einmal unter 23 Grad. Damit können die Räume kaum auskühlen, Wind gab es kaum und in der Wiener Innenstadt ist mit der Nacht auf den 10. August die 18. Tropennacht in Folge (!) erreicht - womit der Rekord aus dem Jahr 1994 übertroffen ist. Damals waren 17 Tropennächte in Folge gemessen worden.

Aber nicht nur in der Wiener Innenstadt ist es ungewöhnlich warm, auch kleinere Städte und Gemeinden von Neusiedl am See bis Wolkersdorf, von Bad Deutsch-Altenburg bis Krems haben vielfach schon in der Früh 22 Grad anzubieten und somit stimmt es nicht, dass es am Land deutlich abkühlt. Zwar ist es nicht ganz so unerträglich wie in Wien, aber angenehm zum Schlafen ist etwas anderes. Auch in Vorarlberg waren die Nächte zum Teil unerträglich warm verlaufen.

Fast drei Wochen hat die Hitzewelle angedauert und endet durch ein Tiefdruckgebiet, das in Frankreich die Temperaturen auf 22 bis 25 Grad absinken ließ. Bevor das Tief Österreich erreichen kann, gibt es im Spannungsfeld zwischen Tief im Westen und Hoch im Osten eine Wetterlage, durch die Südföhn entstehen kann. Die Folge ist, dass dieser gerade in Ostösterreich bis zu 38 Grad im Schatten erzeugt und damit die aufgeheizten Städte und Gemeinde nochmals zum Glühen bringt. Die folgende Nacht wird wohl eine besonders unangenehme sein. Im Westen ist es auch bis zu 36 Grad heiß, aber in Vorarlberg und im Westen Tirols gibt es schon heute erste Gewitter und Abkühlung.

Abkühlung von Westen her

Der Freitag bringt von West nach Ost die Abkühlung mit Regen und teils intensiven Gewittern, wobei es von Vorarlberg bis Oberösterreich kaum mehr als 22 bis 25 Grad Tageshöchstwert geben sollte. Diese Abkühlung findet im Osten frühestens am Nachmittag statt, bis dahin gibt es 30 Grad im Schatten und den nächsten Hitzetag. Aber die Temperatur wird auch dann auf 25 Grad zurückgehen und die Nacht sollte die erste nach fast drei Wochen unter 20 Grad sein, was für das Abkühlen der Räume sehr wichtig ist. Drückend schwül wird es von Klagenfurt bis Graz werden, denn dort gibt es noch 32 Grad und die Gewitter und Regenfälle kommen später als in Ostösterreich.

Aber die ganz große Abkühlung findet nur bedingt statt. In Westösterreich klappt es mit angenehmeren Werten. Der Samstag bringt um die 25 bis 27 Grad, der Sonntag ist wieder wärmer mit 29 Grad, aber der Wochenbeginn liefert 27 Grad am Montag und mit Regen und Gewitter um die 23 bis 25 Grad am Dienstag. In Ostösterreich gibt es am Samstag vormittag noch Regen, am Nachmittag aber wieder Sonne und bis zu 30 Grad. Der Sonntag liefert die nächste Hitze mit 33 Grad, Montag gar bis 35 Grad, ehe am Dienstag nach wieder heißen Temperaturen die nächste Gewitterfront hereinzieht. Danach sollten normale Sommerwerte möglich werden. Das Ende der langen Hitzewelle bringt also bestenfalls einen Tag Erfrischung von Oberösterreich bis zum Burgenland, auch im Südosten ist der Effekt überschaubar.



[Infoplattform Wissenswertes / 9. August 2018]

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