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Vuelta - Spanien Radrundfahrt

Wichtige Rundfahrt, aber im Schatten von Giro und Tour

Die Vuelta ist neben dem Giro d´Italia und der Tour de France das wichtigste Etappenrennen des Straßenradsprots. Die Vuelta wurde 1935 das erste Mal veranstaltet und seit dem Jahr 1955 gibt es jedes Jahr eine Ausgabe, doch obwohl die Vuelta alles beinhaltet, was für eine große Rundfahrt von Wichtigkeit ist, hat es die Rundfahrt nie wirklich geschafft, aus dem Schatten von Giro und Tour zu kommen.

Entwicklung der Vuelta

Lange Jahre wurde die Vuelta im Frühjahr ausgetragen und das änderte sich erst Mitte der 1990er-Jahre, als die Vuelta in den September verlegt wurde. Die Überlegungen waren klar: die Profis können nicht innerhalb weniger Wochen Vuelta, Giro und Tour bestreiten und durch den September-Termin fahren viele wieder mit, die den Giro d´Italia bestritten haben. Andere lassen den Giro aus und fahren Tour de France und im September nach einem Monat Pause die Vuelta.

Auf diese Weise hoffte man auf sehr viele internationale Radstars, die teilnehmen, um die Rundfahrt aufzuwerten. Dabei ist die Vuelta als Etappenrennen sehr attraktiv. Es gibt zumeist zwei Zeitfahren, jede Menge Bergetappen und auch reichliche Gelegenheit für die Sprintstars, um die Flachetappen für sich zu entschieden. Die Rundfahrt dauert wie Giro oder Tour drei volle Wochen und es werden über 3.000 Kilometer zurückgelegt.

Aber medial ist die Vuelta die Nummer drei der Rundfahrten und sie hat zwei Probleme: zum einen sind viele nach der Tour de France ausgebrannt, zum anderen findet die Weltmeisterschaft meist unmittelbar nach der Vuelta statt. Wer sich aufgrund des Streckenprofils Chancen bei der WM ausrechnet, steigt gerne frühzeitig aus der Vuelta aus, erst recht dann, wenn man keine Chance mehr hat. Diesen Effekt kennt man auch beim Giro d´Italia, wenn die Sprinter vor der letzten schweren Woche in den Bergen aussteigen, damit sie bei der Tour weitere Sprintsiege feiern können.

Vuelta und die Herausforderungen

Die Vuelta hat sich trotzdem zu einem sehr interessanten Rennen entwickelt, wobei es im Süden und im Norden jede Menge Berge gibt, dazwischen sind die Flachetappen angesetzt. Eine Besonderheit bei der Rundfahrt ist dadurch gegeben, dass im Nordwesten an der Atlantikküste viele Bergetappen warten, bei denen die Berge nur 500 oder 700 Meter hoch sind. Etliche Gemeinden in Österreich sind ähnlich hoch, aber keine Berge.

Der Grund ist einfach der, dass man vom Meeresniveau aus diese "Berge" ansteuert und damit überwindet man auch 500 bis 700 Höhenmeter und das relativiert die Aussage und Erwartung entsprechend. Gerade im Nordwesten, zwischen Portugal und dem Atlantik, gibt es zahlreiche solcher Berge, die zum Kriterium werden können.

Eine weitere Herausforderung sind die wirklich hohen Pässe, die es im Süden gibt, aber vor allem im Nordosten mit dem Grenzgebiet zu Frankreich und Andorra ergo mit den Gipfeln der Pyrenäen. Hier werden Bergetappen angeboten, die durchaus über 2.000 Meter Seehöhe reichen können und nur wer gut in Form ist, kann die Konkurrenz schlagen und das ist auch nötig, um den Gesamtsieg erzielen zu können.

Was in den letzten Jahren kritisiert wurde, ist die Tatsache, wie die Flachetappen gestaltet wurden. Denn es gab Ausgaben, bei denen fast jede Flachetappe mit einer kleinen Bergaufwelle abgeschlossen wurden. Das heißt, dass die Allrounder, die auch gut über kleinere Berge kommen können, eher den Etappensieg erzielt haben, als die reinen Sprinter. Typische Sprintetappen für einen Massensprint wurden immer seltener. Man hat diese Entwicklung auch bei Giro und Tour wahrgenommen, doch zuletzt hat man sich entsprechend eine bessere Gewichtung überlegt, sodass die Sprinter ähnlich viele Chancen zum Gewinnen haben wie die Bergfahrer.

http://www.lavuelta.com/

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