Sie sind hier: Startseite -> Auto / Verkehr -> Straßenverkehr -> Archiv Straßenverkehr -> Strafrekord

Neuer Rekord an Verkehrsstrafen

Über 250 Millionen Euro

Sämtliche Verkehrsstatistiken zeigen stark, ja sogar dramatisch ansteigende Zahlen bei den Verkehrstoten und bei den schwer verletzten Personen nach Verkehrsunfällen. Ebenso stark ansteigend ist die Zahl der Verkehrsstrafen, die genau diese Opferzahlen vermeiden sollen. In beiden Fällen gibt man dem extrem milden Winter 2006/07 die Schuld.

Denn durch das warme Wetter neigten viele AutofahrerInnen zu überhöhter Geschwindigkeit und deshalb passierten viel mehr Unfälle als sonst in den Wintermonaten und auch viel mehr Verkehrsstrafen wurden in Österreich verteilt, die auch auf eine Nachrüstung der Polizei zurückzuführen sind.

Das grundsätzliche Problem der Verkehrsstrafen ist die Tatsache, dass es in Österreich die unterschiedlichsten Budgetposten gibt, wo die einlangenden Gelder verbucht werden. Daher hat sich die Redaktion des Kurier die Mühe gemacht und alle Geldflüsse analysiert. So kamen die Kurier-MitarbeiterInnen auf eine Jahresschätzung von über 250 Millionen Euro, die 2007 an Verkehrsstrafen zu bezahlen sein werden.

Mit dieser Zahl übertrifft man alle bisherigen Werte, seit es die Autos überhaupt gibt. Die Ursache liegt nicht nur in Disziplinlosigkeiten wie zu hoher Geschwindigkeit oder Telefonieren mit dem Handy während des Autofahrens, sondern auch technische Gründe sind dafür ausschlaggebend.

Denn die Polizei hat nachgerüstet. Die Kontrollgeräte wurden stark verbessert und die Kontrollen erhöht. Auch mehr Alkoholtestgeräte wurden angeschafft und so konnte die Effizienz der Sicherheitskontrollen verbessert werden. Nimmt man die Jahressumme an Verkehrsstrafen und setzt sie der österreichischen Bevölkerung gegenüber, so errechnet sich eine durchschnittliche Verkehrsstrafe von EUR 50,-- pro Kopf und Nase.

Leider zeigen die Unfallstatistiken bisher keine Auswirkungen. Es wird weiterhin zu schnell gefahren, Unfälle mit Alkoholeinfluss sind nach wie vor ein problematisches Thema und die Zahl vieler anderer Delikte wie das Ignorieren von Zebrastreifen, Fahren bei Rot und ähnlichem scheint auch nicht geringer zu werden.

Die Gelder, die durch die Verkehrsstrafen eingenommen werden, werden für die Straßensicherheit, für den Straßenausbau und natürlich für weitere Kontrollgeräte der Polizei verwendet werden.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 27. August 2007]

Ebenfalls interessant:

L-17-Lenker

Bericht über eine Studie, wonach L-17-Lenker in mehr Unfälle verwickelt sind und damit gefährdeter sind als andere neue Lenker.

Licht am Tag

Bericht über ein Jahr Fahren mit Licht, das in Österreich Pflicht ist und heftig umstritten und kontrovers diskutiert wurde und wird.

Licht am Tag: Ende

Bericht über das angekündigte Ende von "Fahren mit Licht" in Österreich nach heftigen Diskussionen.

Radarboxen

Bericht über den enormen Anstieg an Verkehrsstrafen durch digitale Radarboxen.

[aktuelle Seite]

Strafrekord

Bericht über einen neuen Rekord an Verkehrsstrafen in Österreich und verschärfte Kontrollen.

Verkehrsstrafen

Fakten über die Verkehrsstrafen in Österreich als Abstrafung von falschem Verhalten im Straßenverkehr.

Verkehrsampeln ohne Blinken

Bericht über die Diskussion, in Österreich das grüne Blinken bei den Ampeln abzuschaffen.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Archiv Straßenverkehr

Startseite Auto