Sie sind hier: Startseite -> Auto / Verkehr -> Straßenverkehr -> Archiv Straßenverkehr -> Radarboxen

Verkehrsstrafen vervielfacht

Komplettausrüstung bis 2009

Die Polizei hat aufgerüstet. Das ist nicht neu, doch neu sind die Konsequenzen und das betrifft ganz besonders die Radarboxen. Diese werden Zug um Zug auf digitale Systeme umgestellt und damit ist der Anstieg der Verkehrsstrafen wegen zu hoher Geschwindigkeit um 75 Prozent zu erklären.

Die traditionellen Radarboxen hatten Filmboxen eingebaut, diese hatten nur eine begrenzte Kapazität. Ein zweites Problem war die Tatsache, dass bei schlechtem Wetter die geblitzten Fahrzeuge und damit ihre Kennzeichen schlecht bis gar nicht erkannt werden können.

Solche Probleme kennt die digitale Radarbox nicht. Denn ihre Kapazität ist nahezu unbegrenzt und ihre Aufnahmequalität ist auch bei schlechtem Wetter und veränderte Blitzfarbe und weitere technische Verfeinerungen immer noch ausgezeichnet, sodass sich die AutofahrerInnen nicht mehr sicher sein können, dass sie nicht erwischt werden.

Die spekulative Annahme, dass die Radarboxen nicht geladen sind, gehört auch der Vergangenheit an. Im Burgenland wurden alle Radarboxen schon umgestellt, gleiches gilt für Vorarlberg und bis zum Jahresende 2007 soll Salzburg folgen. Im Burgenland wurde eine Verdopplung der erwischten Fahrzeuge festgestellt, in Kärnten, das noch gar nicht vollständig umgestellt ist, soll sogar eine Vervierfachung festgestellt worden sein.

Damit werden geschätzte 250 Millionen Euro an Strafgeldern in das Budget fließen, genaue Ziffern wird man erst nach Jahresende kennen. Jetzt bekommen die Behörden allerdings massive Probleme, weil die hohe Zahl an ertappten Geschwindigkeitsüberschreitungen erfordert ein viel höheres Arbeitspensum, um die Anzeigen in die Wege leiten zu können. Es gilt daher, die Arbeitsschritte zu vereinfachen, um nicht Gefahr zu laufen, einen großen Rückstau aufzubauen.

Österreichweit werden die Radarboxen bis spätestens 2009 auf digitale Systeme umgestellt werden. Das ist vor allem eine Frage der Budgetsituation in den einzelnen Bundesländern. Mit den Mehrgeldern werden zusätzliche Geräte angeschafft, aber auch Maßnahmen der Verkehrssicherheit finanziert.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 23. September 2007]

Ebenfalls interessant:

L-17-Lenker

Bericht über eine Studie, wonach L-17-Lenker in mehr Unfälle verwickelt sind und damit gefährdeter sind als andere neue Lenker.

Licht am Tag

Bericht über ein Jahr Fahren mit Licht, das in Österreich Pflicht ist und heftig umstritten und kontrovers diskutiert wurde und wird.

Licht am Tag: Ende

Bericht über das angekündigte Ende von "Fahren mit Licht" in Österreich nach heftigen Diskussionen.

[aktuelle Seite]

Radarboxen

Bericht über den enormen Anstieg an Verkehrsstrafen durch digitale Radarboxen.

Strafrekord

Bericht über einen neuen Rekord an Verkehrsstrafen in Österreich und verschärfte Kontrollen.

Verkehrsstrafen

Fakten über die Verkehrsstrafen in Österreich als Abstrafung von falschem Verhalten im Straßenverkehr.

Verkehrsampeln ohne Blinken

Bericht über die Diskussion, in Österreich das grüne Blinken bei den Ampeln abzuschaffen.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Archiv Straßenverkehr

Startseite Auto