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Vegetarismus - Vegetarier

Basiswissen zu Vegetarismus

Immer mehr Menschen steigen auf eine vegetarische Ernährung um. Gründe dafür können gesundheitliche, ethische oder religiöse sein. Vegetarisch zu leben bedeutet auf Fleisch und Fisch in der Ernährung zu verzichten. Eine besonders konsequente Form der vegetarischen Ernährung ist die vegane (also rein pflanzliche) Ernährung. VeganerInnen konsumieren keine Milch, keine Eier oder andere Tierprodukte. Dabei werden Tiere als Lebewesen respektiert.

Ethische Gründe
Die Tatsache, dass auch in der Bio- oder Freilandhaltung von Hühner die kleinen männlichen Legehühner am ersten Tag ihres Lebens getötet werden schockiert viele, ist aber relativ unbekannt. Die Legehennen selbst wurden auf unnatürlich hohe Legeleistung hochgezüchtet (ca. 300 Eier pro Jahr statt ca. 30 Eier pro Jahr), was für das Huhn eine große körperliche Belastung bedeutet. Im Alter von etwa zwei Jahren lässt die Legeleistung merklich nach, weshalb die Hühner üblicherweise getötet und durch andere Hühner ersetzt werden. In Legebatterien und ähnlichen Produktionssystemen ist es nicht unüblich, die Hühner einmal pro Jahr auszutauschen, um eine hohe und kontinuierliche Legeleistung zu erzielen.
Generell wissen viele Menschen nicht mehr unter welchen Bedingungen Tierprodukte produziert werden.

Ein anderes Beispiel dafür ist auch die Milchindustrie: Kühe geben nicht "einfach so" und auch nicht dauerhaft Milch. Wie alle Säugetiere produzieren sie Milch nur für ihren Nachwuchs, wobei im
Normalfall ein Kalb pro Jahr geboren wird, um eine kontinuierlich hohe Milchleistung der Mutter zu erreichen (Laktationskurve). Die kleinen Kälber werden direkt nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt, mit Industriefutter ernährt und entweder der Kälbermast zugeführt oder als
Lebendfleisch exportiert. Hochleistungskühe werden üblicherweise sehr jung (ca. 5-6 Jahre) getötet, da ihre Körper durch diese Strapazen schnell verbraucht sind. Deshalb ist der Konsum von Eiern und Milch unter anderem mit dem Töten und der Ausbeutung von Tieren verbunden.

Umweltschutz als Motivation
Immer mehr Menschen verzichten auf Tierprodukte um das Klima zu schonen oder etwas für den Umweltschutz zu tun.
Viehzucht ist für 18% der menschlich verursachten Treibhausgase verantwortlich ("Livestocks long shadow" der FAO).
Das österreichische Ministerium für Umweltschutz- und Landwirtschaft (Lebensministerium) und die Plattform Footprint gehendavon aus, dass beinahe 30% des ökologischen Fußabdruckes eines/r DurchschnittsbürgerIn durch den Konsum von Tierprodukten verursacht wird.

Gesundheitliche Bedenken?
Die weltweit größte Ernährungsorganisation (ADA - American Dietetic Association) mit über 70.000 DiätberaterInnen und ErnährungswissenschafterInnen als Mitgliedern hat folgende Statements veröffentlicht:
"Es ist die Position der ADA, dass eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung gesund und ernährungsmäßig ausreichend ist und gesundheitliche Vorteile bei der Vorbeugung und Behandlung bestimmter Krankheiten bietet."
"Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Pubertät ..."

Interessanterweise gibt es auch eine Reihe von veganen SpitzensportlerInnen, wie z.B. der deutsche Bodybuilding Weltmeister Alexander Dargatz, wie eine SW3-Doku zeigt.

Der Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt von:

Mag. Felix Hnat, studierter Umweltökonom
Vegane Gesellschaft Österreich
Waidhausenstraße 13/1
1140 Wien
http://www.vegan.atFelix Hnat

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