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Glühbirne und Leuchtmittel

Glühbirne: die unfreiwillige Heizung

Die großen Energieverbraucher sind die Heizungen in den Wohnungen und Büroräume und der Straßenverkehr. Der CO2-Ausstoß ist dabei ebenfalls ein großes Thema. Aber EU-weit reagierte man vorerst auf einer anderen Ebene: bei der Reduktion der Glühbirnen. Die Glühbirne ist ein Klassiker unter den Beleuchtungsmitteln. Es gibt sie mit verschiedenen Leistungsstärken, wobei in den Wohnungen meistens Glühbirnen mit 40 oder 60 Watt zum Einsatz gebracht werden. Auch jene mit 75 oder 100 Watt werden gerne genützt, es gibt auch schwächere Glühbirnen.

Doch Glühbirnen über 75 Watt werden nun Zug um Zug aus dem Verkehr genommen - so hat es die Europäische Union beschlossen. Und das hat drei Gründe: Wirkungsgrad, CO2-Ausstoß und Lebensdauer.

Wirkungsgrad der Glühbirne

Der Wirkungsgrad der Glühbirne ist sehr gering. Nur fünf Prozent der eingesetzten Energie werden für die Lichtentwicklung genutzt, 95 Prozent sind Wärme, die mit der Lichtentwicklung nichts zu tun haben. Dafür verbrennt man sich leicht die Hand, wenn man an einer eingeschalteten Glühbirne ankommt, denn diese glüht tatsächlich... Zum Vergleich: die Energiesparlampe verliert zwar auch 75 Prozent der eingesetzten Energie, aber 25 Prozent, immerhin ein Viertel, kann nutzbar gemacht werden.

CO2-Ausstoß der Glühbirne

Beim CO2-Ausstoß schneidet die Glühbirne ebenfalls deutlich schlechter ab als die modernere Energiesparlampe. Und da gerade der CO2-Ausstoß in der Diskussion des Klimawandels eine wesentliche Rolle spielt, haben schon viele Länder mit einem Verbot der Glühbirnen spekuliert, in der EU wird Zug um Zug auf diese Leuchtmittel verzichtet.

Lebensdauer der Glühbirne

Der dritte Punkt ist die Lebensdauer. Die Glühbirne hält nicht solange wie die Energiesparlampe. In Summe kommt man zum Ergebnis, dass die Energiesparlampe die bessere und umweltfreundlichere Variante ist, auch wenn es Gegenargumente gibt. So ist man dahinter gekommen, dass bei sehr kurzer Leuchtzeit die Glühbirne effektiver ist als die Energiesparlampe. Geht man ins Badezimmer, dreht das Licht auf, schaut in den Spiegel und dreht wieder ab, um das Badezimmer zu verlassen, dann macht eine Glühbirne Sinn. Die Energiesparlampe braucht eine längere Zeit, bis sie ihre volle Leistung entfalten kann.

Da man aber meist Situationen vorfindet, in denen Licht für einen längeren Zeitraum benötigt wird, ist die Energiesparlampe trotzdem die optimalere Lösung.

Seitens der EU gilt seit September 2009 das Verbot der 100 Watt-Glühbirnen. Im September 2010 wirkt das Verbot der 75 Watt-Glühbirnen, 2011 jenes der 60 Watt-Glühbirnen, sodass ab September 2012 die Glühbirnen überhaupt aus dem Markt genommen sind. Nur noch in Großpackungen können Glühbirnen verkauft werden, einzelne Stücke, wie sie früher im Supermarkt angeboten wurden, gibt es nicht mehr.



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