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Tsunami in Indonesien

Fast 400 Tote nach Tsunami

Um 14:42 Ortszeit erreignete sich am 25. Oktober 2010 unweit der Mentawai-Inselkette vor Südsumatra in Indonesien ein Seebeben, das eine Magnitude von 7,7 aufwies. Da der Meeresboden als Reaktion auf das Seebeben versetzt wurde, entwickelten sich gleich mehrere Tsunamis. Besonders schwer betroffen sind daher die Mentawai-Inseln.

Dabei gibt es seit der Katastrophe von 2004 ein umfangreiches Vorwarnsystem, aber zwei Bojen waren nach bisherigen Berichten nicht funktionsfähig, wobei eingeräumt wurde, dass selbst bei funktionierender Bojen kaum eine Warnung möglich gewesen werde. Das ist deshalb Fakt, weil das Seebeben und die ausgelösten Tsunami sehr nahe an der Landfläche der Inselgruppe entstanden waren, sodass eine Vorwarnzeit von maximal zehn Minuten gegeben war.

Dauerregen erleichtert die Hilfsmaßnahmen auch nicht gerade und bisher sind 377 Menschen nur noch tot geborgen worden, fast ebenso viele sind noch vermisst, sodass zu befürchten ist, dass die Zahl der Tsunamiopfer noch weiter steigen wird. Die Wellen der Tsunamis waren bis zu drei Meter hoch und das Wasser wurde bis zu 600 Meter in das Landesinnere gespült.

Die Folge war, dass zumindest zehn Dörfer völlig zerstört wurden. Die internationale Hilfe rollt langsam an, doch gibt es viele Schwierigkeiten. Die Inseln sind abgelegen, die Kommunikationsmöglichkeiten begrenzt und viele Gebiete mit dem Auto kaum erreichbar. Aber genau dorthin sind viele Menschen geflohen, da es sich um höhere Lagen handelt, die als Zufluchtsort vor der Wasserwelle dienten. Es fehlt an der Infrastruktur und daher gestaltet sich die Koordination als sehr schwierig.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 28. Oktober 2010]

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