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Tsuami trifft nach Vulkanausbruch Indonesien

Java und Sumatra voll getroffen

Am 22. Dezember 2018 ereignete sich ein Vulkanausbruch und zwar des Vulkans Anak Krakatau, der sich in der Meerenge bei den indonesischen Inseln Java und Sumatra befindet. Er löste einen Erdrutsch aus, durch den ein Tsunami entstanden ist. Und dieser traf mitten in der Urlauberzeit nur kurze Zeit später die beliebten Strände der beiden Inseln.

Tsunami mit großen Folgen

Tsunami Indonesien Dezember 2018Am 22. Dezember 2018 umd 21.03 Uhr Ortszeit kam es zum Vulkanausbruch und nachfolgenden zum Erdrutsch, der sich unter Wasser abgespielt hat. Nur 24 Minuten später erreichte der Tsunami mit seinen Wellen die beliebten Strände der Inseln Java und Sumatra, die zu Indonesien zählen. Eben dort gibt es große Hotelanlagen und viele kleine Ferienhütten, die allesamt zerstört wurden. Der Ausgangspunkt war die Meerenge, die man auch als Sundastraße kennt.

Zu beiden Seiten bauten sich die Wellen auf und trafen Hoteleinrichtungen und viele Orte, die von Urlaubsgästen gerne aufgesucht werden. Über 400 Häuser sind schwer beschädigt worden, manche wurden völlig zerstört. Dabei war das wahre Ausmaß erst sichtbar, als das Tageslicht erreicht wurde. Dann sah man Trümmerteile, wo vorher noch Hotels und Gästeanlagen gestanden waren.

Das erste Fazit fällt entsprechend vernichtend aus, denn 168 Tote wurden offiziell gemeldet, 750 Personen wurden verletzte und zumindest 30 sind noch vermisst. Aber wie bei den Tsunamis meistens weiß man das wahre Ausmaß erst Tage oder gar Wochen später. Indonesien wird immer wieder durch Tsunamis heimgesucht, weil man sich am pazifischen Feuerring befindet und Erdbeben sowie Vulkanausbrüche öfter als etwa in Mitteleuropa passieren. Daraus bilden sich ab und an die großen Wellen, die das Land erreichen können.

Erst im September gab es ein solches Ereignis, bei dem letztlich etwa 2.200 Menschen zum Opfer gefallen sind. Diese Zahl wird wohl nicht erreicht werden, aber die Opferzahl ist hoch genug und es wird nicht bei den 168 Toten bleiben können. Beide Strände - sowohl auf Java wie auf Sumatra - wurden voll getroffen und die Schäden zeigen, welche Gewalt das Wasser mit sich führt, wenn es aus der Bewegung heraus auf Land und Hindernisse (Bäume, Häuser, Brücken etc.) trifft.

Opferzahl wie befürchtet gestiegen

Binnen Stunden hat sich die Opferzahl wie befürchtet noch deutlich erhöht und zumindest 222 Menschen sind dem Tsunami mit seinen Wellen zum Opfer gefallen, 843 sind verletzt. Da aber weiterhin viele Menschen vermisst werden, ist wohl die Opferzahl noch höher. Am 24. Dezember 2018 war die Zahl der Opfer auf 281 gestiegen, über 1.000 Personen wurden verletzt, doch es gab noch immer sehr viele vermisste Menschen.

Am 25. Dezember erhöhte sich die Zahl noch dramatisch und es wurden offiziell 429 Tote bekanntgegeben, über 1.500 Menschen wurden verletzt und etwa 150 Personen wurden noch vermisst. Damit bestätigte sich einmal mehr, dass der Tsunami eine Situation ist, bei der meist eine Katastrophe nachfolgt. Und gerade in Indonesien ist das öfter der Fall, erst im September 2018 war es zu einem Tsunami gekommen, der vielen Menschen zum Verhängnis wurde.

Im aktuellen Fall blieb zwischen dem Auslöser und dem Auftreffen auf Land nur eine Zeit von 20 Minuten. Ob ein schnelleres Warnsystem die Katastrophe zumindest abgeschwächt hätte, ist nicht mit Sicherheit feststellbar.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 25. Dezember 2018]

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