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Tsunami trifft den Norden Chiles nach Seebeben mit 8,2

Heftiges Seebeben löst einen Tsunami aus

Am 1. April 2014 ereignete sich um 23:46 Uhr vor der Küste Nordchiles ein heftiges Seebeben mit einer Magnitude von 8,2. Die Herdtiefe lag bei zehn Kilometer und das Epizentrum nordwestlich von Iquique und damit auch im Grenzbereich von Chile im Süden und Peru im Norden. Diese Region wird weniger oft von heftigen Erdbeben heimgesucht als die südlicheren Regionen, doch Chile ist generell ein Erdbebengebiet durch die Nähe zu den Plattengrenzen, die jedes Jahr sich um einige Zentimeter verschieben und damit Erdstöße auslösen.

Tsunami nach Seebeben

Dieses Seebeben löste einen Tsunami aus, der die Küstenregionen mit etwa zwei Meter hohen Wellen traf. Mehrere Städte und Dörfer wurden getroffen, zumindest fünf Menschen kamen ums Leben. Die Menschen flüchteten zum Teil in Panik in das Landesinnere. Die Erdstöße waren bis nach Bolivien zu spüren, mit 8,2 war das Seebeben eines der kräftigsten der letzten Zeit und selbst ein erstes Nachbeben am 2. April hatte eine Stärke von 5,8.

Was den Tsunami betraf, so war noch nicht geklärt, ob es auch andere Pazifikregionen betreffen könnte. Mit Wellen von zwei Meter war das Gefahrenausmaß groß genug, um sich Sorgen zu machen. Entwarnung konnte erst nach 24 Stunden gegeben werden. Weitere Tsunamis wurden nicht mehr gemeldet und konnten nicht mehr entstehen.

Die betroffenen Regionen in Nordchile wurden zum Katastrophengebiet erklärt. Es brachen Brände aus, es gab große Schäden, wobei durch die Evakuierungen viele Menschen noch rechtzeitig aus den gefährdeten Gebieten gebracht werden konnten. Insgesamt waren fast eine Million Menschen auf der Flucht. Das Schadensausmaß wird erst langsam klar. Mehr als 1.100 Häuser wurden vollständig zerstört.

Und die Serie der Nachbeben hielt auch noch Tage an, wobei es ein Nachbeben mit einer Magnitude von 7,6 gab. Weitere Wellen in Form von Tsuamis wurden aber nicht ausgelöst.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 7. April 2014]

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