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Über 700 Tote bei Tsunami in Indonesien

Wieder keine Vorwarnung

Am 17. Juli 2006 ereignete sich etwa 360 km südwestlich der indonesischen Insel Java ein Seebeben der Stärke 7,2. Das Seebeben hatte einen Tsunami zur Folge, der die Menschen auf Java völlig unvorbereitet getroffen hatte.

Das ist insoferne erstaunlich, als eine Konsequenz aus der Tsunami-Katastrophe von 2004 jene war, dass man ein Frühwarnsystem im Raum des indischen Pazifik einrichten wollte, so wie dies Japan, die USA und andere Länder im Atlantik und Pazifik aufgebaut haben. An dem System ist auch rasch gebaut worden und der Tsunami vom Juli 2006 war auch erkannt worden, aber man hat es seitens der Behörden vorgezogen,  die Menschen nicht zu informieren, weil man Angst vor einer Massenpanik hatte.

Statt der Massenpanik gibt es jetzt über 700 Tote, die es zu beklagen gibt und die Wut der Menschen ist nur zu gut zu verstehen. Gerade weil es vor eineinhalb Jahren diese Riesenkatastrophe gegeben hat, ist man davon ausgegangen, dass man daraus gelernt hat und die Menschen besser auf eine solche Naturkatastrophe vorbereitet, aber das aktuelle Beispiel zeigt, dass das nicht der Fall ist.

Zwei Tage später gab es dann eine Massenpanik, weil Meldungen durchgesickert sind, dass noch eine Flutwelle das Land treffen könnte, doch diese Nachricht hat sich glücklicherweise als falsch herausgestellt.

Die Tsunami-Katastrophe vom Juli 2006 zerstörte ganze Dörfer und Ortschaften, unter anderem das Touristenzentrum von Pangadaran, in dem Hotels komplett verwüstet wurden. Binnen kurzer Zeit gab es im gleichen Raum zwei große Tsunamis, die mehr als deutlich machen, wie wichtig ein Vorwarnsystem für die Region ist und wie wichtig es ist, die Menschen auch zu informieren, wenn entsprechende Daten vorliegen.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 9. August 2006]

 

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