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Terminbörse mit Spezialgebiet Termingeschäfte

Terminbörse: spezialisiert auf Termingeschäfte

Eine Terminbörse ist eine Börse, die sich auf die Termingeschäfte spezialisiert hat und für jene, die an Termingeschäften interessiert sind, besondere Wichtigkeit aufweist. Als Termingeschäft sind solche Kontrakte zu bezeichnen, bei denen die Verkaufshandlung nicht mit der Erbringung der Leistung an einem Zeitpunkt zusammenfällt. Es gibt eine zeitliche Differenz, durch die das Termingeschäft zum spekulativen Instrument wird.

Grundlagen zu den Termingeschäfte

Börsenlexikon TerminbörseTermingeschäfte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind hochspekulative Transaktionen, bei denen versucht wird, einen maximalen Gewinn auf Basis von Kursveränderungen zu erzielen. Das Termingeschäft kann für verschiedenste Güter wie Rohstoffe oder Handelswaren abgeschlossen werden, auch Aktien oder Fonds können Thema eines Termingeschäfts sein. Dabei wird ein Handel abgeschlossen, der eine bestimmte Quantität zu einem bestimmten Preis zum Inhalt hat. Bei Veränderung der Kurse werden die Kontrakte weiterverkauft und man realisiert den Gewinn. Das gilt für beide Seiten - Anbieter wie Nachfrager.

Allerdings sind nicht alle Termingeschäfte von so spekulativer Natur wie das medial gerne dargestellt wird. Wenn ein Bauer seine Ernte im Herbst zum Preis von 50 Euro pro Tonne verkaufen möchte, um einen guten Ertrag zu erwirtschaften, kann er auch ein Derivat abschließen und sich so absichern. Der potentielle Käufer vereinbart, eine bestimmte Menge zu diesem Preis zu kaufen und wenn zum Zeitpunkt des Kaufs der Kurs 45 Euro beträgt, hat er sich verkalkuliert und muss teurer einkaufen als es nötig wäre - der Bauer hat dann gewonnen. Beträgt der Kurs aber 55 Euro, dann hat sich der Käufer pro Tonne 5 Euro erspart.

Letztlich sichern sich aber beide ab - der Bauer bekommt zumindest den Preis, den er sich vorgestellt hatte und der Käufer bekommt die Ernte zum vereinbarten Preis und muss nicht teurer einkaufen, was bei entsprechendem Kursverlauf durchaus passieren kann. Somit spekulieren beide in gewisser Weise, aber nicht in dem Sinne, dass sie heute einen Abschluss machen und morgen verkaufen sie ihre Anteile wieder, um ein paar Euro oder Dollar dazuzuverdienen. Koordiniert werden solche Abschlüsse an der Terminbörse.

Aufgaben der Terminbörse

Die Terminbörse versucht diese Geschäfte zu bündeln und eine breite Plattform zu bieten, wobei die Motivation sowohl von der Börse als erst recht von jenen, die mit Termingeschäfte handeln, unterschiedlich ist. Einerseits ist der Aufbau einer Terminbörse der Versuch, die spekulativen Spielräume einzuschränken, andererseits ist gerade die Terminbörse ein Ort der Spekulation. Gerade die Termingeschäfte sind häufig so von der Realität abgehoben, dass sie die Basis der Spekulation darstellen.

Es ist viel Geld im Spiel, aber natürlich gibt es auch viele Möglichkeiten, Geschäfte abzuschließen. Diesen Drang abzustellen ist nicht wirklich ohne dramatische Mittel möglich, aber mit dem Aufbau der Terminbörse ist ein eigener Ort geschaffen, um diese Form der Börsengeschäfte zu isolieren und von den anderen, auch durchaus spekulativ angedachten Börsengeschäften zu trennen.

So hoffen die einen, dass durch die Terminbörse die Unsicherheiten in der Preisentwicklung eingedämmt werden können, während die anderen möglichst große Kurssprünge erhoffen, damit der Ertrag steigt. Und es gibt dann auch den immer größer werdenden Teil jener Geschäfte im Bereich der Termingeschäfte, die abseits der Terminbörse abgeschlossen werden. Und das bedeutet, dass die Sicherheit und Überprüfung durch die Terminbörse nicht mehr gegeben ist.

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