Sie sind hier: Startseite -> Sport -> Tennis

Tennis und Tennisturniere

Modernes Tennis

Tennis ist ein traditionsreicher und globaler Sport, der verschiedene Phasen durchlaufen hat. Es gab die unterhaltsamen Spielerinnen und Spieler, es gab die Strategen und auch das Powertennis hat sich als Begriff durchgesetzt. Legendär waren die US-Amerikaner wie John McEnroe und Jimmy Connors, die nicht nur viele Turniere gewinnen konnten, sondern auch für entsprechende Unterhaltung sorgten. Die Strategen waren eher Ivan Lendl oder Mats Wilander, während das Powertennis durch Andre Agassi und Pete Sampras repräsentiert wurde. Dazu gab es die Aufschlagkanonen wie Stefan Edberg und Boris Becker.

Tennis und Tennisturniere

Der moderne Tennissport ist in Turniere untergliedert, die rund um den Erdball angeboten werden. Sie finden auf drei Ebenen statt, nämlich als ATP-Turniere der Herren und WTA-Turniere der Damen, wobei ATP und WTA die Organisationen hinter Herren sowie Damen sind und den Tennissport organisieren. Außerdem gibt es die vier Grand Slam Turniere in Australien (Melbourne), Frankreich (Paris), England (Wimbledon) sowie USA (New York).

Zusätzlich gibt es bei den Damen den FedCup und bei den Herren den Daviscup als eigene Mannschaftsbewerbe, die häufig aber ein Schattendasein pflegen, weil die Turniere für die Topspielerinnen und Topspieler wichtiger sind und oft der Mannschaft abgesagt wird. Zudem ist die Terminplanung häufig schwierig, wenn man auf Hartplatz eine Serie spielen möchte und auf Sand in Südamerika antreten müsste, um sein Land zu vertreten.

Sinn der Turniere ist es nicht nur, den Turnierbesten zu finden, sondern auch Punkte für die Weltrangliste zu sammeln. Die Weltrangliste repräsentiert bei Damen und Herren, wer im abgelaufenen Jahr die meisten Punkte erzielen konnte. Mit einem Turniersieg gibt es die meisten Punkte pro Turnier, je größer das Turnier ist, desto mehr Punkte gibt es. Ergo bietet der Sieg bei einem Grand Slam Turnier die meisten Punkte, die man überhaupt für einen Turniererfolg einfahren kann. Je besser man in der Weltrangliste gereiht wird, umso einfacher ist es in den ersten Runden eines neuen Turniers, weil man dann zu den Gesetzten zählen kann und das heißt, dass man bei der Auslosung einen einfachere Gegner bekommen wird.

Organisiert werden die Turniere auf Basis eines Tableaus, sodass man nach dem Sieg in Runde 1 gleich sehen kann, wer der mögliche Gegner in Runde zwei sein wird, da die Turnierhälften in sich logisch sind. Jedes Spiel erfordert einen Sieger und es gibt ein K.o.-System bis zum Finale, in dem der neue Turniersieger oder die neue Turniersiegerin gefunden wird.

Tennissport ist Weltsport

Es gibt Sportarten, die auf wenige Länder begrenzt sind, manche werden überhaupt nur in einem Land richtig durchgeführt. Es gibt dann auch Sportarten, die auf eine Jahreszeit begrenzt sind wie etwa der Wintersport. Und dann gibt es globale Sportarten und zu denen zählt der Tennissport.

Natürlich hat es Phasen gegeben, in denen die USA einige der besten Spieler gestellt haben und in der Weltrangliste der besten 100 Männer waren vielleicht sogar 20 aus den USA. In der Zwischenzeit ist der Konkurrenzkampf so groß, dass es leicht passieren kann, dass in den besten 20 14 Nationen zu finden sind. Von den USA über europäische Staaten bis zu Südostasien ist alles vertreten und das macht es für junge Spielerinnen und Spieler so schwer, Fuß zu fassen, weil es eine enorme Konkurrenz selbst bei den kleinen Einstiegsturnieren gibt.

Das bedeutet aber auch, dass die Wirtschaft großes Interesse an den Turnieren hat und Unternehmen als Sponsoren auftreten. Hier gibt es allerdings auch das Phänomen, dass es einen lokalen Hero braucht.

Tennis und der lokale Hero

Was ist damit gemeint? Als in den 1980er-Jahren Boris Becker auf einmal als Deutscher Wimbledon gewann, löste dies einen Boom aus, wie ihn der Tennissport in Deutschland noch nie gekannt hatte. Ähnlich war es in Österreich, als Thomas Muster von Sieg zu Sieg eilte. Auch bei den Damen gab es solche Situationen. Das Privatfernsehen unterbrach sofort das laufende Programm, wenn Steffi Graf ein wichtiges Spiel bei einem Turnier begann.

Als Graf und Becker sowie Michael Stich und Anke Huber zurücktraten, fehlte der Superstar, der die Begeisterung weitertragen hätte können. Turniere wurden nicht mehr übertragen und einige große Turniere in Deutschland wurden entweder zurückgestuft oder überhaupt vom Kalender gestrichen, weil das Interesse fehlte.

Doch kaum gibt es einen erfolgreichen Spieler, sitzen die Fans auch in der Nacht vor dem TV-Gerät oder ihrem Computer, um sich die Übertragungen von Australien bis USA anzusehen. In Österreich hat diesen Hype Dominic Thiem auslösen können, als dieser es in die besten Zehn der Weltrangliste schaffen konnte. Zwar war die Wiener Stadthalle im Herbst immer gut besucht, aber wenn Dominic  Thiem angekündigt wurde, ist die Halle bis auf den letzten Platz voll.

Wenn Dir der Artikel gefallen oder geholfen hat, teile ihn mit Freunden:

Kommentar schreiben




Spamschutz: bitte folgendes Wort in das nächste Feld eingeben: nospam

Bisherige Kommentare (0)

Seiten: