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Taifun Yutu

Starker Taifun traf die Philippinen

Auch das Jahr 2018 war im westlichen Pazifik hinsichtlich der Wirbelstürme ein sehr dynamisches und das zeigt auch die Zahl der benannten Wirbelstürme. Am 22. Oktober 2018 entstand nämlich mit Yutu bereits der 26. benannte Wirbelsturm, der als Tropensturm leicht nordöstlich der Nördlichen Marianen noch weit draußen im Pazifik aus einem Tiefdruckgebiet entstanden war.

Erste Prognose für den Taifun Yutu

Taifun YutuDer Wirbelsturm hatte bereits wenige Stunden nach seiner Einstufung als Tropensturm (ab 63 km/h Windgeschwindigkeit) Windgeschwindigkeiten um die 70 bis 80 km/h aufgebaut und das war nur der Anfang, denn die erste Prognose geht davon aus, dass sich zum einen der Wirbelsturm bald zu einem Taifun entwickelt wird und zum anderen nach Nordwesten zieht. Da die Reise noch ein gutes Stück dauern wird, ist ein mögliches Ziel noch nicht in Sicht. Möglich wäre es, dass sich der Taifun dann wieder abschwächt und keinen Inselstaat bedroht, aber man geht davon aus, dass Windgeschwindigkeiten um die 160 bis 200 km/h erreicht werden und das reicht von Stufe 2 bis 4 der 5-teiligen Skala und wäre eine große Gefahr und viel Energie.

Bei Fortdauer der Nordwest-Richtung würde der Taifun Yutu genau an jenen Punkt gelangen, von dem im Norden Südkorea und Japan, im Westen die Philippinen und im Nordwesten Taiwan und China erreicht werden könnten. Daher ist es zu früh und viel zu unsicher, ob es einen Landfall geben wird und wenn ja, wo.

Wie war es wirklich?

Bereits einen Tag später, am 23. Oktober 2018, war aus dem Tropensturm Yutu der Taifun Yutu geworden mit Windgeschwindigkeiten um die 130 km/h, was der Stufe 1 von 5 entspricht. Aber die Prognose geht davon aus, dass die Entwicklung noch lange nicht ausgeschlossen ist. Als Taifun wird der Wirbelsturm die Nördlichen Marianen überqueren und am 26. Oktober sollte bereits die höchste Stufe und damit mehr als 250 km/h Windgeschwindigkeit erreicht werden. Dann aber ist immer noch ein weiter Weg zu den Inselstaaten, das Ziel und die tatsächliche Kraft am Ziel ist noch unklar.

Aber die höchste Stufe wurde sogar viel früher bereits erreicht und mit mehr als 250 km/h Windgeschwindigkeit zog der Taifun Yutu über die Nördlichen Marianen und verursachte einige Schäden. Die Reise ging aber weiter Richtung Westen und die neue Prognose ging davon aus, dass die Philippinen frontal getroffen werden könnten. Der Weg war noch lang, aber in den folgenden Stunden und Tagen beschleunigte der Wirbelsturm und zog direkt nach Westen.

Am 27. Oktober 2018 hatte der Taifun Yutu nach kurzzeitiger Abstufung auf Stufe 4 von 5 wieder die höchste Stufe erreicht, Windspitzen wurden mit über 300 km/h gemessen und die Zuggeschwindigkeit hatte sich auf 25 km/h erhöht. Mit dieser Wucht steuerte Yutu Luzon, den Norden der Philippinen an und es sind große Schäden zu befürchten. Der Landfall ist für Dienstag vorherberechnet.

Bis zum 29. Oktober hatte sich der Taifun Yutu leicht abgeschwächt auf Stufe 3, war aber rasch nach Westen zu den Philippinen gezogen und wird Luzon, den Norden auch rasch überqueren - mit 160 bis 180 km/h Windgeschwindigkeit und viel Regen im Gepäck. Danach sollte es als Taifun der Stufe 1 nach Nordwesten und China weitergehen, wo ein zweiter Landfall zu befürchten ist.

Der Landfall erfolgte dann am 30. Oktober 2018 und zwar mit Windgeschwindigkeiten von 140 km/h, Spitzen erreichten aber auch 230 km/h, was der Stufe 4 von 5 entspricht. Schäden wurden vorerst keine gemeldet, die Schifffahrt war eingestellt, viele Menschen evakuiert worden. Doch am 31. Oktober wurde klar, dass es doch nicht so glimpflicht ablief. Es gab neben den erwarteten Überschwemmungen auch die gefährlichen Schlammlawinen und neun Menschen wurden getötet, 20 weitere Personen vermisst.

Der Taifun schwächte sich zum 31. Oktober 2018 zu einem Tropensturm ab und verlangsamte seine Zuggeschwindigkeit. China war weiterhin das Ziel, aber vielleicht löst sich der Wirbelsturm vor der Küste schon auf. Die Situation veränderte sich bis zum 2. November kaum - der Wirbelsturm war gerade noch ein Tropensturm und blieb fast an gleicher Stelle südlich der chinesischen Küste hängen und soltle sich bald auflösen. Ein Landfall war immer unwahrscheinlicher geworden.

Die Opferbilanz musste deutlich nach oben korrigiert werden, denn per 2. November wurden 34 Tote offiziell bestätigt. Man hatte noch gehofft, die 17 vermissten Personen lebendig zu finden, aber das war nicht gelungen.

Wie zu erwarten war, löste sich am 3. November 2018 der Wirbelsturm noch vor der Küste Chinas komplett auf. Damit kam es zu keinem zweiten Landfall. Die Opferzahl auf den Philippinen war schlimm genug.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 3. November 2018]

Ebenfalls interessant:

Bolaven (Vietnam, Kambodscha)

Am 3. Jänner 2018 entstand bereits der erste benannte Wirbelsturm des Jahres 2018 mit Namen Bolaven, der Vietnam und Kambodscha bedroht und auch Thailand treffen könnte.

Sanba (Philippinen)

Am 11. Februar 2018 entstand östlich der Philippinen der Tropensturm Sanba, der zwei Tage später den Inselstaat auch mit intensivem Regenfall erreicht hatte und einige Tote forderte.

Jelawat

Am 25. März 2018 bildete sich der dritte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Jelawat erhielt und der zum ersten Taifun des Jahres 2018 wurde.

Ewiniar (China)

Am 6. Juni 2018 bildete sich der Tropensturm Ewiniar südlich von China und wird die südlichen Regionen auch mit viel Regen beim Landfall eindecken.

Maliksi (Japan)

Am 7. Juni 2018 bildete sich ein Tropensturm östlich der Philippinen mit Zugrichtung Japan, der den Namen Maliksi erhielt und zum Taifun hochgestuft werden könnte.

Gaemi (Japan)

Am 14. Juni 2018 bildete sich östlich von Taiwan ein Tropensturm, der den Namen Gaemi erhielt und der Richtung Japan zog, aber dann Japan doch verschonte.

Prapiroon (Südkorea, Japan)

Am 29. Juni 2018 entwickelte sich östlich der Philippinen ein Wirbelsturm, der sich zum Taifun verstärkt hatte und Südkorea sowie Japan bedroht hatte.

Maria (Taiwan, China)

Am 4. Juli 2018 bildete sich im westlichen Pazifik südlich der Nördlichen Marianen bei Guam ein Tropensturm, der sich schnell zum Taifun verstärkte und Windspitzen von 200 km/h aufwies.

Son-tinh (Vietnam, China)

Am 17. Juli 2018 entstand der Tropensturm Son-tinh westlich von Taiwan und zog weiter Richtung Westen, um den Norden von Vietnam zu erreichen.

Ampil (China)

Am 19. Juli 2018 entstand der Wirbelsturm Ampil im westlichen Pazifik östlich der Philippinen und wird nach erster Prognose wohl einen Landfall im Südosten Chinas durchführen.

Wukong (Japan)

Am 24. Juli 2018 bildete sich mit dem Tropensturm Wukong östlich von Japan der elfte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und bedrohte Japan.

Jongdari (Japan, China)

Am 25. Juli 2018 entstand der Tropensturm Jongdari südlich von Japan im westlichen Pazifik, der sich rasch zum Taifun verstärkte und direkt auf Japan und später auf China traf.

Shanshan (Japan)

Am 3. August 2018 entstand der Wirbelsturm Shanshan östlich der Nördlichen Marinen im westlichen Pazifik und steuerte als Taifun Japan und den Großraum Tokio an.

Yagi (China)

Am 8. August 2018 bildete sich der Tropensturm Yagi südlich von Japan und zog in Richtung Nordwest vorbei an Japan, um in China an Land zu treffen.

Leepi (Japan)

Am 11. August 2018 bildete sich bei den Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik der 15. benannte Wirbelsturm der Saison 2018 mit Zugrichtung Japan.

Bebinca (China, Vietnam)

Am 13. August 2018 entstand bei der chinesischen Inselprovinz Hainan mit dem Tropensturm Bebinca der bereits 16. benannte Wirbelsturm der Saison 2018.

Hector

Am 13. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Tropensturm Hector, der keine Gefahr für Land und Leute bedeutete und sich bald auflöste.

Rumbia (China)

Am 15. August 2018 entstand der bereits 18. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Rumbia erhielt und südwestlich von Japan seinen Ausgang nahm.

Soulik (Südkorea)

Am 16. August 2018 bildete sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik mit Namen Soulik, der westlich der Nördlichen Marianen entstanden war und zum starken Taifun wurde.

Cimaron (Japan)

Am 18. August 2018 entwickelte sich der Tropensturm Cimaron aus einem Tiefdruckgebiet im westlichen Pazifik und erreichte Japan als sehr starker Taifun.

Jebi (Japan)

Am 28. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der 21. benannte Wirbelsturm namens Jebi, der ein sehr starker Taifun wurde und Japan überquerte.

Mangkhut (Philippinen, China)

Am 7. September 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Wirbelsturm mit Namen Mangkhut, der ein starker Taifun mit über 200 km/h Windgeschwindigkeit wurde.

Barijat (China, Vietnam)

Am 11. September 2018 entstand der Tropensturm Barijat südlich von China und wird im Grenzgebiet von China und Nordvietnam auf Land treffen.

Trami (Japan)

Am 21. September 2018 entstand im westlichen Pazifik der Wirbelsturm Trami, der schnell zum starken Taifun wurde und nach Japan zog.

Kong-rey (Korea, Japan)

Am 29. September 2018 entstand der Wirbelsturm Kong-rey südlich der Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik und wurde ein weiterer starker Taifun.

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Yutu (Philippinen)

Der Taifun Yutu entstand im Oktober 2018 im westlichen Pazifik mit Zugrichtung Nordwest und wurde ein Taifun der höchsten Stufe mit Ziel Luzon (Philippinen).

Toraji

Der Tropensturm Toraji bildete sich am 17. November 2018 und damit ziemlich spät in der Saison vor der Küste von Südvietnam, stellte aber keine Gefahr dar.

Man-yi

Der Taifun Man-yi entstand sehr spät im November 2018 im westlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen mit möglicher Zugrichtung Japan.

Usagi

Der Wirbelsturm Usagi entwickelte sich im November 2018 nach einwöchiger Reise vor der Küste von Südvietnam und führte einen Landfall in Kambodscha durch.

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