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Taifun Wutip

Stärkster Wirbelsturm im Februar

Das neue Jahr 2019 begann im nordwestlichen Pazifik außergewöhnlich dynamisch, weil sich schon am 1. Jänner ein Wirbelsturm gebildet hatte, der auch tatsächlich Thailand heimgesucht hatte. Nach diesem Frühstart, der selbst für den nordwestlichen Pazifik ungewöhnlich war, kam Ruhe in den Ozean und es dauerte bis nach Mitte Februar, ehe sich die nächste tropische Depression bilden konnte. Daraus entstand der zweite benannte Wirbelsturm des Jahres, der den Namen Wutip erhielt.

Taifun Wutip und die erste Prognose

Taifun WutipAm 18. Februar 2019 entstand weit draußen im Pazifik zwischen dem 160. und 170. Längengrad südöstlich der Nördlichen Marianen eine tropische Depression, bei der man davon ausgegangen war, dass diese nicht lange sich wird halten können. Wirbelstürme können im nordwestlichen Pazifik das ganze Jahr über auftreten, aber vor allem im Spätwinter oder auch in den späten Monaten November und Dezember reicht die Energie oft nicht aus, die Wassertemperatur ist zu gering für eine längere Zugbahn.

Aber es kam anders, denn am 19. Februar 2019 verstärkte sich das Tiefdrucksystem und es entstand der Tropensturm Wutip als zweiter benannter Wirbelsturm des Jahres mit Zugrichtung West bis Nordwest, was ihn südlich der Nördlichen Marianen und Guam vorbeiführen sollte. Die erste Prognose ging davon aus, dass sich der Wirbelsturm sogar zu einem Taifun verstärken würde und schon am 20. Februar wurde die Prognose insofern korrigiert, als nicht nur ein Taifun möglich wäre, sondern gleich ein Taifun der Stufe 3 mit Windgeschwindigkeiten bis zu 180 km/h.

Wohin geht die Reise? Das weiß man noch nicht. Die Richtung wird immer mehr nach Nordwest vermutet und nach dem Streifen der Inselgruppe der Nördlichen Marianen ist viel Platz bis zu den bekannten Zielen wie den Philippinen im Westen oder Taiwan und China im Nordwesten. Von der Richtung her würde Taiwan eher zutreffen, aber es ist noch zu früh, um das Ziel zu erkennen und es gibt immer noch die Möglichkeit, dass der Wirbelsturm seine Energie verliert, bevor er überhaupt in die Nähe der Landmassen kommen kann.

Weitere Entwicklung des Taifun

Schon am 20. Februar 2019 verstärkte sich der Wirbelsturm leicht, am 21. war ein starker Tropensturm entstanden und am Abend des gleichen Tages war daraus auch der Taifun geworden mit Windgeschwindigkeiten um die 130 km/h. Die Prognose wurde auch schon leicht korrigiert, weil der Wirbelsturm viel enger an die Nördlichen Marianen und Guam herangerückt war und um die Inselgruppe herum ziehen sollte, denn Wutip sollte immer weiter nach Norden streben.

Zwei Dinge veränderten sich aber in den Folgetagen und zwar erstens wurde der Taifun Wutip noch viel stärker als angenommen und erreichte die Stufe 4 von 5 und damit die zweithöchste Stufe. Somit wurde Wutip zum stärksten bis dato gemessenen Wirbelsturm im nordwestlichen Pazifik, was den Monat Februar betrifft. Und die zweite Änderung war, dass der Wirbelsturm immer mehr auf einer stationären Bahn unterwegs ist und sich leicht nach Westen orientierte. Er streifte Guam, wo viele Flüge gestrichen wurden und dort gab es auch höhere Wellen an den Küsten, es gab aber keinen Landfall.

Taifun Wutip erreicht Stufe 5

In den nächsten Stunden und Tagen sollte er sich von den Nördlichen Marianen nach Westen leicht wegbewegen und wird dort vermutlich Zug um Zug an Energie verlieren und sich schließlich auflösen, ohne ein neues Ziel anzustreben. Aber am 25. Februar entwickelte sich die Lage insofern neu, als der Taifun Wutip als erster in der Geschichte zum Taifun der höchsten Stufe wurde, den ein Februarmonat nach bekannten Aufzeichnungen erlebt hatte. 300 km/h und mehr an Windgeschwindigkeiten haben sich aufgebaut und auch der Zug nach Westen wird beschleunigt, allerdings geht die Prognose nun davon aus, dass sich der Wirbelsturm Tag für Tag immer weiter abschwächen wird. Daher sollten die Philippinen nicht in Gefahr sein.

Und dann ging es ganz schnell. Schon am 27. Februar 2019 reduzierte der Taifun Wutip seine Windgeschwindigkeit deutlich von einem Taifun der Stufe 2 mit Windgeschwindigkeiten über 200 km/h auf einen Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten von 80 km/h. Und am 28. Februar 2019 löste sich das System überhaupt gleich auf und bedrohte damit die Inselstaaten nicht mehr.

Damit war der bis dato stärkste Wirbelsturm in einem Februar im nordwestlichen Pazifik Geschichte. Die Nördlichen Marianen erlebten hohe Flutwellen, Schäden wurden aber nicht gemeldet.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 28. Februar 2019]

Ebenfalls interessant:

Tropenstürme und Taifuns im Jahr 2019

Tropensturm Pabuk (Thailand)

Schon am 1. Jänner 2019 bildete sich der erste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und zwar Tropensturm Papuk, der am 4. Jänner auf Thailand traf.

[aktuelle Seite]

Taifun Wutip (Stufe 5)

Am 19. Februar 2019 bildete sich der Taifun Wutip im nordwestlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen und wurde zum stärksten Taifun in einem Februar.

Tropensturm Sepat (Japan)

Am 27. Juni 2019 entstand ein Tropensturm südwestlich von Japan, der sich dann nach Nordost weiterbewegt hatte - genau entlang der Küste von Japan.

Tropensturm Mun (China, Vietnam)

Am 3. Juli 2019 entwickelte sich der Tropensturm Mun, der sich bei Hainan an der chinesischen Südküste gebildet hatte und tags darauf in China an Land ging.

Tropensturm Danas (Südkorea, Japan)

Am 16. Juli 2019 entstand aus einer tropischen Depression der Tropensturm Danas östlich der Philippinen, der nach Taiwan und China ziehen sollte, doch die Richtung änderte.

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