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Tropensturm Wipha Juli 2019

Landfall in China und Nordvietnam

Am 31. Juli 2019 entwickelte sich aus einer tropischen Depression der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, es war dies damit die Nummer 7 in der Taifunsaison 2019, wobei die Nähe zur Küste von China bereits nahegelegt hatte, wohin die Reise gehen würde. Vietnam dürfte das eigentliche Ziel werden.

Tropensturm Wipha Prognose und Entwicklung

Tropensturm Wipha Juli 2019Am 30. Juli 2019 bildete sich südöstlich von Hainan, der vorgelagerten Insel vor der südchinesischen Küste, eine tropische Depression mit Zugrichtung Norden. Binnen 24 Stunden verstärkte sich die Windgeschwindigkeit bis auf 65 km/h und damit war der Tropensturm mit Namen Wipha festgestanden. Der Wirbelsturm zog weiter Richtung Norden und sollte nach der ersten Programme dann einen Schwenk nach Nordwest vollführen.

Das hätte zur Folge, dass der Tropensturm über den Norden von Hainan und über die Südspitze des chinesischen Festlandes ziehen würde und zwar mit Windgeschwindigkeiten um die 70 km/h. Das eigentliche Ziel ist aber weiter im Nordwesten der Norden von Vietnam. Durch die Nähe zum Festland ist die Entwicklung zum Taifun kaum zu erwarten und schwer möglich, aber intensive Regenfälle im Grenzgebiet von Vietnam und China sind auf jeden Fall ein Thema und können großflächige Überschwemmungen zur Folge haben, zumal der Tropensturm eine große Fläche betreffen könnte. Der Landfall am Festland ist voraussichtlich am 4. August zu erwarten, bis zum 6. August sollte Vietnam erreicht werden.

Tatsächlich zog der Tropensturm genau nach Norden und bewegte sich damit entlang der östlichen Küste von Hainan, um dann den angekündigten Schwenk nach Westen durchzuführen. Statt aber des Landfalls zog der flächenmäßig immer kleiner werdende Wirbelsturm entlang der chinesischen Küste, wobei die Windgeschwindigkeit bei etwa 70 km/h blieb. Die Küstenregionen samt Hainan wurden mit Regen eingedeckt, Schäden waren vorerst keine gemeldet worden. Die Zugrichtung wurde leicht nach Süden korrigiert, sodass als Ziel Nordvietnam selbst gilt und nicht mehr das Grenzgebiet von China und Nordvietnam. Eben dort soll der Tropensturm Wipha am 4. August eintreffen.

Landfall in China und Nordvietnam

Der Tropensturm zog sehr langsam an Hainan vorbei zur südchinesischen Küste und bewegte sich dann direkt Richtung Westen - mal über chinesischem Land, mal im Chinesischen Meer, um am 4. August Nordvietnam mit starken Regenfällen zu erreichen, aber auch, um sich gleich aufzulösen. Schadensmeldungen wurden vorerst nicht veröffentlicht, doch der starke Monsun in der Region in Kombination mit dem Regen, den der Wirbelsturm mit sich führte, sorgte auf jeden Fall für Überschwemmungen und viel Regen, was sich bis nach Thailand auswirken kann.

Auswirkungen schlimmer als befürchtet

Einen Tag später offenbarte sich aber, dass er Tropensturm mehr Schaden angerichtet hatte, als man annehmen hätte können. Die Windgeschwindigkeit war nicht das Problem, aber die Wassermassen durch den mitgeführten Regen sorgten auch in der Hauptstadt Hanoi für großflächige Überschwmmungen. In der Region Thanh Hoa wurde ein ganzes Dorf durch die Wassermassen zerstört.

Zumindest ein Mensch ist ums Leben gekommen, mindest 13 Menschen wurden verletzt. Der Wirbelsturm hatte sich schnell aufgelöst, aber nachfolgend blieb tagelanger Regen, der für Hochwasser und Schlammlawinen sorgte.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 5. August 2019]

Ebenfalls interessant:

Tropenstürme und Taifuns im Jahr 2019

Tropensturm Pabuk (Thailand)

Schon am 1. Jänner 2019 bildete sich der erste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und zwar Tropensturm Papuk, der am 4. Jänner auf Thailand traf.

Taifun Wutip (Stufe 5)

Am 19. Februar 2019 bildete sich der Taifun Wutip im nordwestlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen und wurde zum stärksten Taifun in einem Februar.

Tropensturm Sepat (Japan)

Am 27. Juni 2019 entstand ein Tropensturm südwestlich von Japan, der sich dann nach Nordost weiterbewegt hatte - genau entlang der Küste von Japan.

Tropensturm Mun (China, Vietnam)

Am 3. Juli 2019 entwickelte sich der Tropensturm Mun, der sich bei Hainan an der chinesischen Südküste gebildet hatte und tags darauf in China an Land ging.

Tropensturm Danas (Südkorea, Japan)

Am 16. Juli 2019 entstand aus einer tropischen Depression der Tropensturm Danas östlich der Philippinen, der nach Taiwan und China ziehen sollte, doch die Richtung änderte.

Tropensturm Nari (Japan)

Am 25. Juli 2019 entstand südlich von Japan der nächste benannte Wirbelsturm mit Tropensturm Nari, der auch tatsächlich Japan erreichte.

[aktuelle Seite]

Tropensturm Wipha (China, Vietnam)

Am 31. Juli 2019 entstand bei Hainan und der südchinesischen Küste der Tropensturm Wipha, dessen Ziel Nordvietnam war.

Taifun Francisco (Japan, Südkorea)

Am 2. August 2019 entstand im westlichen Pazifik der achte benannte Wirbelsturm mit Namen Francisco, der als Taifun Japan und Südkorea heimsuchte.

Taifun Lekima (Taiwan, China)

Am 4. August 2019 bildete sich östlich der Philippinen ein weiterer Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als Supertaifun China heimgesucht hatte.

Taifun Krosa (Japan)

Am 6. August 2019 bildete sich südlich von Japan der nächste Wirbelsturm mit Namen Krosa, der zu einem Major Taifun mit Windspitzen um 180 km/h werden könnte.

Tropensturm Bailu (Taiwan, China)

Am 20. August 2019 entwickelte sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als starker Tropensturm Taiwan heimsuchte und dann auf China traf.

Tropensturm Podul (Philippinen, Vietnam)

Am 27. August 2019 entstand der 12. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und überquerte die Philippinen, um danach Vietnam zu treffen.

Taifun Lingling (Südkorea)

Der Wirbelsturm Lingling entstand am 2. September 2019 unmittelbar vor den Philippinen, zog aber als starker Taifun direkt nach Norden und traf Korea und China.

Tropensturm Kajiki (Vietnam, China)

Kajiki ist der bereits 14. benannte Wirbelsturm der Pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand nach einer langen Reise Richtung Vietnam, um zurück nach China zu ziehen.

Taifun Faxai (Japan)

Mit Namen Faxai entstand im September 2019 der 15. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der weit draußen aufgebaut wurde und Japan treffen könnte.

Tropensturm Paipah

Der Tropensturm Paipah entstand am 16. September 2019 im westlichen Pazifik nördlich der Nördlichen Marianen und bestand nicht einmal einen Tag.

Taifun Tapah (Südkorea, Japan)

Der Taifun Tapah entstand am 19. September 2019 auf dem Weg nach Südkorea und Japan und traf genau dazwischen im Japanischen Meer ein.

Taifun Mitag (Südkorea)

Mitag ist ein weiterer Taifun im westlichen Pazifik, der am 28. September 2019 entstanden war und zwar östlich der Philippinen mit Ziel Südkorea.

Taifun Hagibis (Japan)

Der Wirbelsturm Hagibis entstand am 5. Oktober 2019 weit draußen im westlichen Pazifik und wurde zu einem Taifun der Stärke 5, der auf Japan traf.

Taifun Neoguri (Japan)

Neoguri ist der Name des 20. Wirbelsturms in der pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand südlich von Japan, wobei er unerwartet zum Taifun wurde.

Taifun Bualoi (Japan)

Bualoi wurde zum starken Taifun im westlichen Pazifik, der am 19. Oktober 2019 entstanden war und östlich von Japan sich aufgelöst hatte.

Tropensturm Matmo (Vietnam)

Der Tropensturm Matmo bildete sich Ende Oktober 2019 vor der Küste von Südvietnam und traf am 30. Oktober 2019 auch als starker Tropensturm an Land.

Taifun Halong

Am 2. November 2019 bildete sich der Taifun Halong, der aber weit draußen im westlichen Pazifik kein Inselstaaten gefährden konnte.

Taifun Nakri (Vietnam, Philippinen)

Am 6. November 2019 entstand westlich der Philippinen der nächste benannte Wirbelsturm mit Namen Nakri, der Südvietnam heimsuchte.

Taifun Fengshen

Am 12. November 2019 baute sich der nächste Wirbelsturm im westlichen Pazifik auf, der aber weit draußen keine Gefahr darstellte.

Taifun Kalmaegi (Philippinen)

Am 13. November 2019 entstand mit Kalmaegi bereits der vierte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik im Monat November, was ungewöhnlich ist.

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