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Tropensturm Usagi

Bedrohung von Südvietnam und Kambodscha

Eigentlich hatte man sich schon darauf eingestellt, dass die Saison im westlichen Pazifik in Sachen Wirbelstürme vorbei ist. Zwar weiß man, dass sich auch im November oder gar im Dezember der eine oder andere Wirbelsturm noch bilden könnte, aber dass es nach Mitte November ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen geben würde, damit war nicht zu rechnen. Der erste Vertreter war Toraji, der sich schnell aber wieder erledigt hatte. Das zweite Tiefdruckgebiet wurde sogar zum Taifun namens Man-yi und steuerte Richtung Japan. Und es gab noch ein drittes Tiefdruckgebiet, das offenbar nicht stark genug für einen Wirbelsturm werden sollte. Doch am 23. November 2018 kam es doch zu Usagi.

Erste Prognose für den Tropensturm Usagi

Taifun Usagi SüdvietnamDie Geschichte war nämlich die, dass sich vor der Entstehung von Man-yi bereits ein Tiefdruckgebiet östlich der Philippinen gebildet hatte. Aber entgegen der Annahme kam es nicht zum Tropensturm, weil die Energie dafür offenbar nicht ausgereicht hatte. Mit einigem Regen zog das Tief über die südlichen Phlippinen, gab sich damit aber nicht zufrieden und behielt seine Grundenergie. Damit ging es weiter nach Westen und erst am 23. November 2018, als man eigentlich meinte, dass nichts mehr passieren würde, entstand der Tropensturm Usagi und aus dem wurde binnen von Stunden sogar ein starker Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten um die 90 bis 100 km/h.

Die erste Prognose geht davon aus, dass sich der Wirbelsturm, der sich nun vor der Küste von Südvietnam befand, binnen 48 Stunden einen Landfall in Südvietnam durchführen wird, wobei das Nachbarland Kambodscha auch reichlich Regen abbekommen sollte. Die Taifunstärke ist noch möglich, aber unsicher, weil nicht mehr viel Strecke bis zur Küste zurückzulegen ist.

Wie war es wirklich?

Der Wirbelsturm überlegte es sich anders und zog nach Westen, parallel zur Küste von Südvietnam. Damit war die unmittelbare Gefahr abgeschwächt, doch der Landfall weiterhin möglich. Der Wirbelsturm wurde zu einem starken Tropensturm an der Grenze zum Taifun und erreichte bis 110 km/h Windgeschwindigkeit. Doch er schwächte sich bei seinem Nordwest-Schwenk Richtung Kambodscha auf einen normalen Tropensturm ab und traf am 25. November 2018 auch auf Land.

Damit war klar, dass es einigen Regen gibt, aber die Gefahr von großflächigem Hochwasser war eher nicht gegeben, auch weil sich der Wirbelsturm binnen Stunden aufgelöst hatte. Am 26. November war er bereits wieder Geschichte, Schadensmeldungen erfolgten vorerst nicht.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 26. November 2018]

Ebenfalls interessant:

Bolaven (Vietnam, Kambodscha)

Am 3. Jänner 2018 entstand bereits der erste benannte Wirbelsturm des Jahres 2018 mit Namen Bolaven, der Vietnam und Kambodscha bedroht und auch Thailand treffen könnte.

Sanba (Philippinen)

Am 11. Februar 2018 entstand östlich der Philippinen der Tropensturm Sanba, der zwei Tage später den Inselstaat auch mit intensivem Regenfall erreicht hatte und einige Tote forderte.

Jelawat

Am 25. März 2018 bildete sich der dritte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Jelawat erhielt und der zum ersten Taifun des Jahres 2018 wurde.

Ewiniar (China)

Am 6. Juni 2018 bildete sich der Tropensturm Ewiniar südlich von China und wird die südlichen Regionen auch mit viel Regen beim Landfall eindecken.

Maliksi (Japan)

Am 7. Juni 2018 bildete sich ein Tropensturm östlich der Philippinen mit Zugrichtung Japan, der den Namen Maliksi erhielt und zum Taifun hochgestuft werden könnte.

Gaemi (Japan)

Am 14. Juni 2018 bildete sich östlich von Taiwan ein Tropensturm, der den Namen Gaemi erhielt und der Richtung Japan zog, aber dann Japan doch verschonte.

Prapiroon (Südkorea, Japan)

Am 29. Juni 2018 entwickelte sich östlich der Philippinen ein Wirbelsturm, der sich zum Taifun verstärkt hatte und Südkorea sowie Japan bedroht hatte.

Maria (Taiwan, China)

Am 4. Juli 2018 bildete sich im westlichen Pazifik südlich der Nördlichen Marianen bei Guam ein Tropensturm, der sich schnell zum Taifun verstärkte und Windspitzen von 200 km/h aufwies.

Son-tinh (Vietnam, China)

Am 17. Juli 2018 entstand der Tropensturm Son-tinh westlich von Taiwan und zog weiter Richtung Westen, um den Norden von Vietnam zu erreichen.

Ampil (China)

Am 19. Juli 2018 entstand der Wirbelsturm Ampil im westlichen Pazifik östlich der Philippinen und wird nach erster Prognose wohl einen Landfall im Südosten Chinas durchführen.

Wukong (Japan)

Am 24. Juli 2018 bildete sich mit dem Tropensturm Wukong östlich von Japan der elfte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und bedrohte Japan.

Jongdari (Japan, China)

Am 25. Juli 2018 entstand der Tropensturm Jongdari südlich von Japan im westlichen Pazifik, der sich rasch zum Taifun verstärkte und direkt auf Japan und später auf China traf.

Shanshan (Japan)

Am 3. August 2018 entstand der Wirbelsturm Shanshan östlich der Nördlichen Marinen im westlichen Pazifik und steuerte als Taifun Japan und den Großraum Tokio an.

Yagi (China)

Am 8. August 2018 bildete sich der Tropensturm Yagi südlich von Japan und zog in Richtung Nordwest vorbei an Japan, um in China an Land zu treffen.

Leepi (Japan)

Am 11. August 2018 bildete sich bei den Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik der 15. benannte Wirbelsturm der Saison 2018 mit Zugrichtung Japan.

Bebinca (China, Vietnam)

Am 13. August 2018 entstand bei der chinesischen Inselprovinz Hainan mit dem Tropensturm Bebinca der bereits 16. benannte Wirbelsturm der Saison 2018.

Hector

Am 13. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Tropensturm Hector, der keine Gefahr für Land und Leute bedeutete und sich bald auflöste.

Rumbia (China)

Am 15. August 2018 entstand der bereits 18. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Rumbia erhielt und südwestlich von Japan seinen Ausgang nahm.

Soulik (Südkorea)

Am 16. August 2018 bildete sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik mit Namen Soulik, der westlich der Nördlichen Marianen entstanden war und zum starken Taifun wurde.

Cimaron (Japan)

Am 18. August 2018 entwickelte sich der Tropensturm Cimaron aus einem Tiefdruckgebiet im westlichen Pazifik und erreichte Japan als sehr starker Taifun.

Jebi (Japan)

Am 28. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der 21. benannte Wirbelsturm namens Jebi, der ein sehr starker Taifun wurde und Japan überquerte.

Mangkhut (Philippinen, China)

Am 7. September 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Wirbelsturm mit Namen Mangkhut, der ein starker Taifun mit über 200 km/h Windgeschwindigkeit wurde.

Barijat (China, Vietnam)

Am 11. September 2018 entstand der Tropensturm Barijat südlich von China und wird im Grenzgebiet von China und Nordvietnam auf Land treffen.

Trami (Japan)

Am 21. September 2018 entstand im westlichen Pazifik der Wirbelsturm Trami, der schnell zum starken Taifun wurde und nach Japan zog.

Kong-rey (Korea, Japan)

Am 29. September 2018 entstand der Wirbelsturm Kong-rey südlich der Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik und wurde ein weiterer starker Taifun.

Yutu (Philippinen)

Der Taifun Yutu entstand im Oktober 2018 im westlichen Pazifik mit Zugrichtung Nordwest und wurde ein Taifun der höchsten Stufe mit Ziel Luzon (Philippinen).

Toraji

Der Tropensturm Toraji bildete sich am 17. November 2018 und damit ziemlich spät in der Saison vor der Küste von Südvietnam, stellte aber keine Gefahr dar.

Man-yi

Der Taifun Man-yi entstand sehr spät im November 2018 im westlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen mit möglicher Zugrichtung Japan.

[aktuelle Seite]

Usagi

Der Wirbelsturm Usagi entwickelte sich im November 2018 nach einwöchiger Reise vor der Küste von Südvietnam und führte einen Landfall in Kambodscha durch.

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