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Taifun Soulik

Starker Taifun mit Landfall in Südkorea

Als außergewöhnlich kann man die Wetterphase des August 2018 im westlichen Pazifik nur noch beschrieben, denn nahezu täglich bildete sich ein neuer benannter Wirbelsturm vor China oder im Einzugsgebiet von Japan. Es sind die meisten dieser Wirbelstürme moderate Tropenstürme und manchen ging nach wenigen Tagen bereits die Energie aus, doch Gefahr besteht stets. Am 16. August 2018 gab es den nächsten Wirbelsturm mit Namen Soulik, womit trotz Auflösung von zwei Tropenstürmen immer noch drei aktive Wirbelstürme gleichzeitig tätig waren.

Erste Prognose für den Taifun Soulik

Soulik entstand direkt westlich der Inselgruppe Nördliche Marianen und zog gleich nach Nordnordwest bis Nord, was mittelfristig bedeuten könnte, dass Japan das Ziel ist. Der Wirbelsturm sollte aber bald an Geschwindigkeit verlieren, zumindest was die Zuggeschwindigkeit betrifft. Anders sieht es bei der eigenen Windgeschwindigkeit aus, denn er wird zum Taifun werden und könnte auch ein starker Wirbelsturm mit 140 km/h oder mehr werden. Damit ist das Gefahrenpotential sehr hoch.

Wohin er wirklich will, weiß man noch nicht. Bis zum Sonntag hat er eine Position erreicht, die ihn Richtung Japan bringen kann, aber er könnte mit einem Schwenk nach Osten auch wieder hinaus auf den offenen Pazifik streben, nach Westen stehen von den Philippinen bis China viele Optionen offen.

Wie war es wirklich?

Der Wirbelsturm zog Richtung Norden und schwenkte dann auf Nordwest, wie es die Prognose vorhergesagt hatte und auch bei der Windgeschwindigkeit lag man richtig. Schnell wurde aus dem Tropensturm ein starker Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten um die 100 km/h und am 18. August 2018 war daraus ein Taifun mit 130 km/h Spitze geworden. Das war es aber noch nicht, denn die Folgetage brachten eine sehr langsame Bewegung Richtung Südwesten Japans bei gleichzeitiger Verstärkung der Windgeschwindigkeiten, sodass man es mit einem Taifun der 4. Kategorie, der zweithöchsten Stufe, zu tun hat.

Die große Unsicherheit entstand bei der Frage, wohin der Taifun ziehen könnte. Am 19. August war die Prognose dahingehend abgeändert, dass der Südwesten Japans gestreift wird und eher Richtung China oder Südkorea gezogen wird. Zwei Tage später hatte sich der Taifun auf Windgeschwindigkeiten bis zu 170 km/h gesteigert, aber Japan sollte bestenfalls gestreift werden, eher wird der Taifun südlich davon vorbeiziehen - aber sehr langsam und immer kleinflächiger. Gut möglich, dass ihm die Energie ausgeht, bevor auf Land trifft, doch das ist immer noch sehr unsicher.

Der Trend zu immer kleinerer Fläche, die der Kern des Taifuns beeinflusst, setzte sich bis zum 22. August weiter fort. Japan wurde umkurvt und der Wirbelsturm steuerte nun nach einem Schwenk Richtung Norden ziemlich genau auf Südkorea zu. Die Windgeschwindigkeit pendelte sich bei etwa 140 bis 160 km/h ein und es handelte sich um einen Wirbelsturm der 3. Kategorie. Mit dieser Stärke wurde die Westküste Südkoreas erreicht und binnen weniger als einem Tag überquerte der Taifun Südkorea von West nach Ost und kam als noch immer starker Tropensturm mit etwa 100 km/h Windgeschwindigkeit im japanischen Meer an. Die weitere Zugrichtung sollte nach Nordost gehen, was bis zum Norden Japans führen könnte.

Schon beim Umkurven Japans sorgte der Wirbelsturm für heftige Regenfälle im Südwesten Japans und mit Windböen um die 140 km/h gab es in Südkorea einige Schäden an Gebäuden, die starken Regenfälle sorgten für Hochwasser. Aber insgesamt waren die Konsequenzen geringer als befürchtet. Und noch am 24. August löste sich der Wirbelsturm auf, nachdem er das Festland verlassen hatte. Sein weiterer Weg Richtung Norden von Japan fand als Wirbelsturm nicht mehr statt, als Restesystem mit starken Regenfällen ist eine gewisse Gefahr aber noch möglich.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 24. August 2018]

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Ebenfalls interessant:

Bolaven (Vietnam, Kambodscha)

Am 3. Jänner 2018 entstand bereits der erste benannte Wirbelsturm des Jahres 2018 mit Namen Bolaven, der Vietnam und Kambodscha bedroht und auch Thailand treffen könnte.

Sanba (Philippinen)

Am 11. Februar 2018 entstand östlich der Philippinen der Tropensturm Sanba, der zwei Tage später den Inselstaat auch mit intensivem Regenfall erreicht hatte und einige Tote forderte.

Jelawat

Am 25. März 2018 bildete sich der dritte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Jelawat erhielt und der zum ersten Taifun des Jahres 2018 wurde.

Ewiniar (China)

Am 6. Juni 2018 bildete sich der Tropensturm Ewiniar südlich von China und wird die südlichen Regionen auch mit viel Regen beim Landfall eindecken.

Maliksi (Japan)

Am 7. Juni 2018 bildete sich ein Tropensturm östlich der Philippinen mit Zugrichtung Japan, der den Namen Maliksi erhielt und zum Taifun hochgestuft werden könnte.

Gaemi (Japan)

Am 14. Juni 2018 bildete sich östlich von Taiwan ein Tropensturm, der den Namen Gaemi erhielt und der Richtung Japan zog, aber dann Japan doch verschonte.

Prapiroon (Südkorea, Japan)

Am 29. Juni 2018 entwickelte sich östlich der Philippinen ein Wirbelsturm, der sich zum Taifun verstärkt hatte und Südkorea sowie Japan bedroht hatte.

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Son-tinh (Vietnam, China)

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Ampil (China)

Am 19. Juli 2018 entstand der Wirbelsturm Ampil im westlichen Pazifik östlich der Philippinen und wird nach erster Prognose wohl einen Landfall im Südosten Chinas durchführen.

Wukong (Japan)

Am 24. Juli 2018 bildete sich mit dem Tropensturm Wukong östlich von Japan der elfte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und bedrohte Japan.

Jongdari (Japan, China)

Am 25. Juli 2018 entstand der Tropensturm Jongdari südlich von Japan im westlichen Pazifik, der sich rasch zum Taifun verstärkte und direkt auf Japan und später auf China traf.

Shanshan (Japan)

Am 3. August 2018 entstand der Wirbelsturm Shanshan östlich der Nördlichen Marinen im westlichen Pazifik und steuerte als Taifun Japan und den Großraum Tokio an.

Yagi (China)

Am 8. August 2018 bildete sich der Tropensturm Yagi südlich von Japan und zog in Richtung Nordwest vorbei an Japan, um in China an Land zu treffen.

Leepi (Japan)

Am 11. August 2018 bildete sich bei den Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik der 15. benannte Wirbelsturm der Saison 2018 mit Zugrichtung Japan.

Bebinca (China, Vietnam)

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Hector

Am 13. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Tropensturm Hector, der keine Gefahr für Land und Leute bedeutete und sich bald auflöste.

Rumbia (China)

Am 15. August 2018 entstand der bereits 18. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Rumbia erhielt und südwestlich von Japan seinen Ausgang nahm.

[aktuelle Seite]

Soulik (Südkorea)

Am 16. August 2018 bildete sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik mit Namen Soulik, der westlich der Nördlichen Marianen entstanden war und zum starken Taifun wurde.

Cimaron (Japan)

Am 18. August 2018 entwickelte sich der Tropensturm Cimaron aus einem Tiefdruckgebiet im westlichen Pazifik und erreichte Japan als sehr starker Taifun.

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Mangkhut (Philippinen, China)

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Barijat (China, Vietnam)

Am 11. September 2018 entstand der Tropensturm Barijat südlich von China und wird im Grenzgebiet von China und Nordvietnam auf Land treffen.

Trami (Japan)

Am 21. September 2018 entstand im westlichen Pazifik der Wirbelsturm Trami, der schnell zum starken Taifun wurde und nach Japan zog.

Kong-rey (Korea, Japan)

Am 29. September 2018 entstand der Wirbelsturm Kong-rey südlich der Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik und wurde ein weiterer starker Taifun.

Yutu (Philippinen)

Der Taifun Yutu entstand im Oktober 2018 im westlichen Pazifik mit Zugrichtung Nordwest und wurde ein Taifun der höchsten Stufe mit Ziel Luzon (Philippinen).

Toraji

Der Tropensturm Toraji bildete sich am 17. November 2018 und damit ziemlich spät in der Saison vor der Küste von Südvietnam, stellte aber keine Gefahr dar.

Man-yi

Der Taifun Man-yi entstand sehr spät im November 2018 im westlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen mit möglicher Zugrichtung Japan.

Usagi

Der Wirbelsturm Usagi entwickelte sich im November 2018 nach einwöchiger Reise vor der Küste von Südvietnam und führte einen Landfall in Kambodscha durch.

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