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Taifun Shanshan

Taifunstärke und Nähe zu Japan

Der Juli 2018 erwies sich einmal mehr als sehr aktiver Monat im westlichen Pazifik, was die benannten Wirbelstürme betrifft. Während der Tropensturm Jongdari nach langer Reise Anfang August in China landete und sich auflöste, entstand bereits der nächste Wirbelsturm und damit dürfte auch der August 2018 ein sehr aktiver Monat werden. Der neueste Wirbelsturm erhielt den Namen Shanshan und ist bereits der 13. benannte Sturm der pazifischen Taifunsaison 2018.

Erste Prognose vom Taifun Shanshan

Östlich der Nördlichen Marianen bildete sich der Wirbelsturm und zeigte eine Zugrichtung nach Nordwest bis Nord, was ihn an der Inselgruppe vorbei in Richtung Japan bringen würde. Das könnte auch das Ziel sein, denn der Wirbelsturm dürfte laut erster Prognose Richtung Norden streben und das könnte bedeuten, dass Japan voll getroffen wird oder auch nur gestreift wird. Wobei es immer noch die Möglichkeit gibt, dass ein Schwenk nach Nordost erfolgen wird und Japan verschont wird. Das werden die nächsten Tage zeigen.

Klarer ist die Sachlage bei der Windgeschwindigkeit. Nach dem Entstehen gab es die üblichen 65 km/h Windgeschwindigkeit, doch die Prognose geht fix davon aus, dass daraus ein Taifun wird, vermutlich mit Windgeschwindigkeiten um die 140 km/h.

Wie war es wirklich?

Der Wirbelsturm wurde binnen 24 Stunden zu einem Taifun der untersten Stufe mit 120 bis 130 km/h Windgeschwindigkeiten, womit ein Teil der Prognose schon einmal zugetroffen hatte, wenngleich vielleicht schneller als erwartet. Aber die Richtung Nord hatte sich geändert und der Taifun Shanshan steuerte direkt auf Nordwesten zu und das brachte ihn in die Nähe von Japan, wobei die Richtung auch in den Folgetagen erhalten blieb.

Für den Donnerstag den 9. August 2018 war der Landfall angekündigt und berechnet worden, aber dazu kam es nicht. Der Kern des Taifuns blieb unmittelbar vor der Küste Japans und zog entlang der Küste Richtung Nord bis Nordost, sodass es keinen Landfall gab. Dennoch wurden die betroffenen Regionen mit reichlich Regen heimgesucht, der Wirbelsturm selbst schwächte sich hingegen zu einem starken Tropensturm ab und zog dann langsam Richtung Osten ab und verließ damit das Einzugsgebiet Japans. Bereits am 10. August 2018 löste sich der Wirbelsturm auf, nachdem er sehr schnell von Japan weggezogen war.

Schäden gab es nach ersten Meldungen kaum, starke Regenfälle waren trotzdem durch die unmittelbare Nähe des Wirbelsturms zu den bewohnten Küstenregionen ein Thema. Eine Person wurde verletzt, aber Schlimmeres wurde verhindert, weil der Landfall nicht erfolgt war.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 10. August 2018]

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Ebenfalls interessant:

Bolaven (Vietnam, Kambodscha)
Am 3. Jänner 2018 entstand bereits der erste benannte Wirbelsturm des Jahres 2018 mit Namen Bolaven, der Vietnam und Kambodscha bedroht und auch Thailand treffen könnte.

Sanba (Philippinen)
Am 11. Februar 2018 entstand östlich der Philippinen der Tropensturm Sanba, der zwei Tage später den Inselstaat auch mit intensivem Regenfall erreicht hatte und einige Tote forderte.

Jelawat
Am 25. März 2018 bildete sich der dritte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Jelawat erhielt und der zum ersten Taifun des Jahres 2018 wurde.

Ewiniar (China)
Am 6. Juni 2018 bildete sich der Tropensturm Ewiniar südlich von China und wird die südlichen Regionen auch mit viel Regen beim Landfall eindecken.

Maliksi (Japan)
Am 7. Juni 2018 bildete sich ein Tropensturm östlich der Philippinen mit Zugrichtung Japan, der den Namen Maliksi erhielt und zum Taifun hochgestuft werden könnte.

Gaemi (Japan)
Am 14. Juni 2018 bildete sich östlich von Taiwan ein Tropensturm, der den Namen Gaemi erhielt und der Richtung Japan zog, aber dann Japan doch verschonte.

Prapiroon (Südkorea, Japan)
Am 29. Juni 2018 entwickelte sich östlich der Philippinen ein Wirbelsturm, der sich zum Taifun verstärkt hatte und Südkorea sowie Japan bedroht hatte.

Maria (Taiwan, China)
Am 4. Juli 2018 bildete sich im westlichen Pazifik südlich der Nördlichen Marianen bei Guam ein Tropensturm, der sich schnell zum Taifun verstärkte und Windspitzen von 200 km/h aufwies.

Son-tinh (Vietnam, China)
Am 17. Juli 2018 entstand der Tropensturm Son-tinh westlich von Taiwan und zog weiter Richtung Westen, um den Norden von Vietnam zu erreichen.

Ampil (China)
Am 19. Juli 2018 entstand der Wirbelsturm Ampil im westlichen Pazifik östlich der Philippinen und wird nach erster Prognose wohl einen Landfall im Südosten Chinas durchführen.

Wukong (Japan)
Am 24. Juli 2018 bildete sich mit dem Tropensturm Wukong östlich von Japan der elfte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und bedrohte Japan.

Jongdari (Japan, China)
Am 25. Juli 2018 entstand der Tropensturm Jongdari südlich von Japan im westlichen Pazifik, der sich rasch zum Taifun verstärkte und direkt auf Japan und später auf China traf.

[aktuelle Seite]
Shanshan (Japan)
Am 3. August 2018 entstand der Wirbelsturm Shanshan östlich der Nördlichen Marinen im westlichen Pazifik und steuerte als Taifun Japan und den Großraum Tokio an.

Yagi (China)
Am 8. August 2018 bildete sich der Tropensturm Yagi südlich von Japan und zog in Richtung Nordwest vorbei an Japan, um in China an Land zu treffen.

Leepi (Japan)
Am 11. August 2018 bildete sich bei den Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik der 15. benannte Wirbelsturm der Saison 2018 mit Zugrichtung Japan.

Bebinca (China, Vietnam)
Am 13. August 2018 entstand bei der chinesischen Inselprovinz Hainan mit dem Tropensturm Bebinca der bereits 16. benannte Wirbelsturm der Saison 2018.

Hector
Am 13. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Tropensturm Hector, der keine Gefahr für Land und Leute bedeutete und sich bald auflöste.

Rumbia (China)
Am 15. August 2018 entstand der bereits 18. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Rumbia erhielt und südwestlich von Japan seinen Ausgang nahm.

Soulik (Südkorea)
Am 16. August 2018 bildete sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik mit Namen Soulik, der westlich der Nördlichen Marianen entstanden war und zum starken Taifun wurde.

Cimaron (Japan)
Am 18. August 2018 entwickelte sich der Tropensturm Cimaron aus einem Tiefdruckgebiet im westlichen Pazifik und erreichte Japan als sehr starker Taifun.

Jebi (Japan)
Am 28. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der 21. benannte Wirbelsturm namens Jebi, der ein sehr starker Taifun wurde und Japan überquerte.

Mangkhut (Philippinen, China)
Am 7. September 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Wirbelsturm mit Namen Mangkhut, der ein starker Taifun mit über 200 km/h Windgeschwindigkeit wurde.

Barijat (China, Vietnam)
Am 11. September 2018 entstand der Tropensturm Barijat südlich von China und wird im Grenzgebiet von China und Nordvietnam auf Land treffen.

Trami (Japan)
Am 21. September 2018 entstand im westlichen Pazifik der Wirbelsturm Trami, der schnell zum starken Taifun wurde und nach Japan zog.

Kong-rey (Korea, Japan)
Am 29. September 2018 entstand der Wirbelsturm Kong-rey südlich der Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik und wurde ein weiterer starker Taifun.

Yutu (Philippinen)
Der Taifun Yutu entstand im Oktober 2018 im westlichen Pazifik mit Zugrichtung Nordwest und wurde ein Taifun der höchsten Stufe mit Ziel Luzon (Philippinen).

Toraji
Der Tropensturm Toraji bildete sich am 17. November 2018 und damit ziemlich spät in der Saison vor der Küste von Südvietnam, stellte aber keine Gefahr dar.

Man-yi
Der Taifun Man-yi entstand sehr spät im November 2018 im westlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen mit möglicher Zugrichtung Japan.

Usagi
Der Wirbelsturm Usagi entwickelte sich im November 2018 nach einwöchiger Reise vor der Küste von Südvietnam und führte einen Landfall in Kambodscha durch.

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