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Taifun Prapiroon

Landfall in Südkorea scheint möglich

Am 29. Juni 2018 entwickelte sich binnen von nur wenige Stunden ein weiterer Wirbelsturm, der östlich der Philippinen entstanden ist. Aber so wie seine Vorgänge ist die Zugrichtung nach ersten Informationen in Richtung Norden und damit in Richtung Südkorea zu erwarten.

Erste Prognose vom Tropensturm Prapiroon

Am 28. Juni war noch kein Anzeichen gemeldet worden, dass ein Wirbelsturm entstehen könnte, am 29. Juni war der Tropensturm mit Name Prapiroon bereits Gewissheit. Er zog nach Westen, deutlich südlich von Japan, aber die erste Prognose geht davon aus, dass er schnell einen Schwenk nach Norden machen wird. Er wird an Japan vorbeiziehen und sollte Am Montag oder Dienstag und damit in den ersten Julitagen des Jahres 2018 Südkorea heimsuchen.

Dabei wird er sich laut Prognose verstärken, denn aktuell hat er die üblichen etwa 65 bis 70 km/h an Windgeschwindigkeit ausgewiesen. Doch zum Taifun sollte er nicht werden.

Wie war es wirklich?

Der Wirbelsturm zog wie vorgesehen Richtung Norden und damit in die Nähe der südwestlichen Inseln von Japan. Dabei verstärkte sich der Tropensturm aber deutlicher als angenommen worden war, denn schon am 30. Juni 2018 hatte er Windgeschwindigkeiten um die 100 km/h drauf und wurde zum starken Tropensturm hochgestuft und am 1. Juli war daraus ein Taifun mit Windspitzen um die 130 km/h geworden.

Gleichzeitig verlangsamte sich der Taifun in seiner Zugrichtung, die von Nord langsam auf Nordost wechselt und so konnte es sein, dass der Wirbelsturm seine Energie vor dem Erreichen des Festlandes wieder deutlich verlieren könnte. Ein Landfall in Japan oder Südkorea sollte aber dennoch am 3. Juli erfolgen. Und genau das ist nicht passiert, denn der Wirbelsturm zog exakt an der Meeresenge durch, die sich zwischen der japanischen Hauptinsel Kyushu und Südkorea befindet. Die weitere Zugrichtung brachte den Taifun nach Nordost und parallel zu Kyushu, sodass die Küstenregionen mit Regen eingedeckt wurden, doch einen Landfall gab es nicht.

Am 3. Juli 2018 schwächte sich der Taifun zu einem starken Tropensturm ab, am 4. Juli war daraus ein normaler Tropensturm mit Windspitzen um die 80 km/h geworden und nur Stunden später löste sich der Wirbelsturm auf, ohne Land getroffen zu haben. Schadensmeldungen gab es auch keine.

Große Unwetter als Spätfolge

Aber das mit den Schadensmeldungen muss man relativ sehen. Denn der ursprüngliche Wirbelsturm hatte tatsächlich keine große Schäden angerichtet, aber er war der Auslöser für eine Wettersituation, wie sie Japan schon viele Jahre nicht mehr erlebt hatte. Im Westen Japans, speziell in der Präfektur Hiroshima, fiel aufgrund des Rests des Taifuns dreimal so viel Regen wie normalerweise in einem Juli und zwar binnen drei Tagen. Hochwasser, Schlammlawinen und überschwemmte Städte waren die Folge und es gab in Japan über 150 Tote als Folge dieses extremen Wetters.

Das Beispiel zeigt auch, dass der Rest eines ehemaligen Wirbelsturms nach wie vor sehr gefährlich sein kann. Zwar gibt es nicht mehr die hohen Windgeschwindigkeiten, aber es werden sehr viele Wolken herangeführt und es gibt viel Regen. In manchen Situationen wie jener nach Prapiroon sogar sehr viel Regen und höchst gefährliche Situationen für Land und Leute.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 15. Juli 2018]

Ebenfalls interessant:

Bolaven (Vietnam, Kambodscha)

Am 3. Jänner 2018 entstand bereits der erste benannte Wirbelsturm des Jahres 2018 mit Namen Bolaven, der Vietnam und Kambodscha bedroht und auch Thailand treffen könnte.

Sanba (Philippinen)

Am 11. Februar 2018 entstand östlich der Philippinen der Tropensturm Sanba, der zwei Tage später den Inselstaat auch mit intensivem Regenfall erreicht hatte und einige Tote forderte.

Jelawat

Am 25. März 2018 bildete sich der dritte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Jelawat erhielt und der zum ersten Taifun des Jahres 2018 wurde.

Ewiniar (China)

Am 6. Juni 2018 bildete sich der Tropensturm Ewiniar südlich von China und wird die südlichen Regionen auch mit viel Regen beim Landfall eindecken.

Maliksi (Japan)

Am 7. Juni 2018 bildete sich ein Tropensturm östlich der Philippinen mit Zugrichtung Japan, der den Namen Maliksi erhielt und zum Taifun hochgestuft werden könnte.

Gaemi (Japan)

Am 14. Juni 2018 bildete sich östlich von Taiwan ein Tropensturm, der den Namen Gaemi erhielt und der Richtung Japan zog, aber dann Japan doch verschonte.

[aktuelle Seite]

Prapiroon (Südkorea, Japan)

Am 29. Juni 2018 entwickelte sich östlich der Philippinen ein Wirbelsturm, der sich zum Taifun verstärkt hatte und Südkorea sowie Japan bedroht hatte.

Maria (Taiwan, China)

Am 4. Juli 2018 bildete sich im westlichen Pazifik südlich der Nördlichen Marianen bei Guam ein Tropensturm, der sich schnell zum Taifun verstärkte und Windspitzen von 200 km/h aufwies.

Son-tinh (Vietnam, China)

Am 17. Juli 2018 entstand der Tropensturm Son-tinh westlich von Taiwan und zog weiter Richtung Westen, um den Norden von Vietnam zu erreichen.

Ampil (China)

Am 19. Juli 2018 entstand der Wirbelsturm Ampil im westlichen Pazifik östlich der Philippinen und wird nach erster Prognose wohl einen Landfall im Südosten Chinas durchführen.

Wukong (Japan)

Am 24. Juli 2018 bildete sich mit dem Tropensturm Wukong östlich von Japan der elfte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und bedrohte Japan.

Jongdari (Japan, China)

Am 25. Juli 2018 entstand der Tropensturm Jongdari südlich von Japan im westlichen Pazifik, der sich rasch zum Taifun verstärkte und direkt auf Japan und später auf China traf.

Shanshan (Japan)

Am 3. August 2018 entstand der Wirbelsturm Shanshan östlich der Nördlichen Marinen im westlichen Pazifik und steuerte als Taifun Japan und den Großraum Tokio an.

Yagi (China)

Am 8. August 2018 bildete sich der Tropensturm Yagi südlich von Japan und zog in Richtung Nordwest vorbei an Japan, um in China an Land zu treffen.

Leepi (Japan)

Am 11. August 2018 bildete sich bei den Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik der 15. benannte Wirbelsturm der Saison 2018 mit Zugrichtung Japan.

Bebinca (China, Vietnam)

Am 13. August 2018 entstand bei der chinesischen Inselprovinz Hainan mit dem Tropensturm Bebinca der bereits 16. benannte Wirbelsturm der Saison 2018.

Hector

Am 13. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Tropensturm Hector, der keine Gefahr für Land und Leute bedeutete und sich bald auflöste.

Rumbia (China)

Am 15. August 2018 entstand der bereits 18. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Rumbia erhielt und südwestlich von Japan seinen Ausgang nahm.

Soulik (Südkorea)

Am 16. August 2018 bildete sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik mit Namen Soulik, der westlich der Nördlichen Marianen entstanden war und zum starken Taifun wurde.

Cimaron (Japan)

Am 18. August 2018 entwickelte sich der Tropensturm Cimaron aus einem Tiefdruckgebiet im westlichen Pazifik und erreichte Japan als sehr starker Taifun.

Jebi (Japan)

Am 28. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der 21. benannte Wirbelsturm namens Jebi, der ein sehr starker Taifun wurde und Japan überquerte.

Mangkhut (Philippinen, China)

Am 7. September 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Wirbelsturm mit Namen Mangkhut, der ein starker Taifun mit über 200 km/h Windgeschwindigkeit wurde.

Barijat (China, Vietnam)

Am 11. September 2018 entstand der Tropensturm Barijat südlich von China und wird im Grenzgebiet von China und Nordvietnam auf Land treffen.

Trami (Japan)

Am 21. September 2018 entstand im westlichen Pazifik der Wirbelsturm Trami, der schnell zum starken Taifun wurde und nach Japan zog.

Kong-rey (Korea, Japan)

Am 29. September 2018 entstand der Wirbelsturm Kong-rey südlich der Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik und wurde ein weiterer starker Taifun.

Yutu (Philippinen)

Der Taifun Yutu entstand im Oktober 2018 im westlichen Pazifik mit Zugrichtung Nordwest und wurde ein Taifun der höchsten Stufe mit Ziel Luzon (Philippinen).

Toraji

Der Tropensturm Toraji bildete sich am 17. November 2018 und damit ziemlich spät in der Saison vor der Küste von Südvietnam, stellte aber keine Gefahr dar.

Man-yi

Der Taifun Man-yi entstand sehr spät im November 2018 im westlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen mit möglicher Zugrichtung Japan.

Usagi

Der Wirbelsturm Usagi entwickelte sich im November 2018 nach einwöchiger Reise vor der Küste von Südvietnam und führte einen Landfall in Kambodscha durch.

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