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Tropensturm Pabuk

Erster Wirbelsturm schon am 1. Jänner

Nicht neu ist das Faktum, dass sich im westlichen Pazifik Wirbelstürme das ganze Jahr über bilden können. Doch dass am 1. Jänner 2019 bereits der erste Wirbelsturm entstanden ist, ist dann doch überraschend. Dabei war schon vor der Entstehung des Tropensturms großer Schaden auf den Philippinen entstanden.

Tropensturm Pabuk bedroht laut Prognose Thailand

Tropensturm PabukSchon rund um die Weihnachtsfeiertage 2018 bildete sich eine tropische Depression östlich der südlichen Philippinen und zog auch über den Inselstaat in direkter Ost-West-Linie. Zur Verstärkung zum Tropensturm reichte es nicht, aber die südlichen Inseln der Philippinen wurden mit Regen eingedeckt und die Folgen waren üble, denn zumindest 20 Menschen wurden getötet, 68 verletzt, einige waren noch vermisst. Die tropische Depression hatte mit tagelangem Regen für Überschwemmungen, Schlammlawinen und große Schäden gesorgt.

Damit war die Geschichte aber noch lange nicht erledigt, denn das umfangreiche Tiefdruckgebiet zog weiter nach Westen und dann leicht nach Südwesten und verstärkte sich erst am 1. Jänner 2019 zum Tropensturm. Da sich in der Zwischenzeit der Jahreswechsel abgespielt hatte, war damit schon am ersten Tag des neuen Jahres ein benannter Wirbelsturm entstanden, der den Namen Pabuk erhielt. Er hatte die üblichen 65 km/h an Windgeschwindigkeit aufgebaut und zog langsam südlich von Südvietnam und Kambodscha Richtung Westen.

Das Ziel dürfte der Golf von Thailand sein, wobei sich die Windgeschwindigkeit nicht besonders erhöhen sollte. Die erste Prognose geht davon aus, dass Windgeschwindigkeiten um die 80 km/h möglich sind und der Tropensturm Pabuk sollte nach Nordwest weiterziehen und könnte am 5. Jänner Thailand erreichen und zwar am Westufer vom Golf von Thailand.

Am 3. Jänner 2019 hatte sich der Tropensturm entsprechend der Prognose der Küste im Golf von Thailand genähert. Der Schwenk nach Nordwest war erfolgt und die Überquerung des schmalen Landstrichs steht unmittelbar bevor, wobei der Tropensturm nicht an Geschwindigkeit zugelegt hatte. Er blieb weiterhin bei etwa 65 km/h und sollte direkt weiter nach Nordwesten ziehen und sich dann südlich von Burma befinden.

Landfall in Thailand am 4. Jänner 2019

Der Landfall erfolgte dann auch punktgenau am 4. Jänner 2019, wobei es vorerst internationale Meldungen gab, dass keine größeren Schäden entstanden seien. Doch dies relativierte sich bald. Die Sorge vor dem Tropensturm war groß, denn es gibt selten in der Region einen tropischen Wirbelsturm und 1962 hatte ein solcher fast 1.000 Menschenleben gefordert. Daher flüchteten viele Menschen aus der Region, vor allem die anschließenden Touristenregionen wie etwa das bekannte Phuket wurden soweit dies möglich war geräumt. Aber bald schon waren die Flüge gestrichen und die letzte Fähre gefahren.

Der Tropensturm traf am 4. Jänner zur Mittagszeit (Ortszeit) bzw. Abendstunde (mitteleuropäischer Zeit) auf Land und schwächte sich rasch ab. Er hatte ursprünglich dann doch noch 80 km/h Windgeschwindigkeit aufgebaut, aber das eigentliche Problem ist das Wasser. Wellen bis zu fünf Meter Höhe bildeten sich an der Küste und ein Fischer starb als direkte Folge des Landfalls, ein weiterer wird vermisst. Strommasten wurden umgestürzt, die Stromversorgung brach als Folge in der Provinz Nakhon Si Thammarat zum Teil zusammen, wo der Tropensturm auf Land traf.

Am 5. Jänner 2019 löste sich der Wirbelsturm gänzlich auf. Zwar gab es in Thailand noch starke Regenfälle, aber die befürchtete Katastrophe blieb aus. Neben dem erwähnten Fischer, der getötet wurde, wurden keine weiteren Opfer gemeldet. Schäden gab es aber an der Infrastruktur wie Strommasten und auch an Gebäuden, die abgedeckt wurden, genug.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 5. Jänner 2019]

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